In Planung befindet sich ein Museum, das die Galerie Perter Hardt in einem Zeitraum von zwei Jahren auf ihrem Gelände in Radevormwald errichten möchte. Das Genehmigungsverfahren für den Museumsbau ist derzeit noch im Gange.
Aus der Pressemitteilung:
"Hardt hatte vor einiger Zeit den Antrag gestellt, in einem Zeitraum von zwei Jahren auf seinem Gelände ein Museum mit Parkplätzen, einem Museumscafé und mehreren Räumen einzurichten. Da einige der Gebäude nicht den Bauvorschriften entsprachen, hatten die Baupolitiker der Stadt beschlossen, das Museum zu genehmigen, wenn einige bauliche Auflagen erfüllt werden."
Hier geht´s zum Presseartikel.
Freunde der asiatischen und besonders der buddhistischen Kunst dürfen allerdings gespannt sein! Wer die Galerie Hardt kennt, der weiß, dass sich eine Reise in das künftige Museum in Radevormwald in jedem Fall lohnen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt kann man Herrn Hardt und Kollegen nur wünschen, dass Sie die Ausdauer und Kraft haben, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen und die auftretenden Hürden zu nehmem. Eine Bereicherung für die ostasiatische Kunst in Deutschland wird es allemal!
Mittwoch, 15. Dezember 2010
Samstag, 13. November 2010
Zuschläge bei Nagel Auktion 40A, 4./5.11.2010

Während sich in dieser Woche in London einer der spektakulästen Verkäufe chinesischer Antiquitäten ereignete, in dem eine außergewöhnliche, kaiserliche chinesische Vase aus den kaiserlichen Öfen Qianlongs für rund 43 Millionen britische Pfund zugeschlagen wurde, setzte die Auktion Asiatischer Kunst im Hause Nagel erneut Standards im deutschsprachigen Raum.
Insgesamt wurden 849 Zuschläge erteilt, deren Gesamt-Zuschlagssumme sich auf 10.103.415 Euro beläuft, exklusive Aufgeld. Der Blick auf die Zuschlagszahlen zeigt nicht nur, dass im Bereich über 100.000 Euro deutlich mehr Objekte verkauft wurden, als zuvor: Mit 18 Zuschlägen für 100.000 Euro und darüber wurden rund 5,2 Millionen Euro erzielt. Sondern es fällt darüber hinaus auf, dass die Anzahl verkaufter Objekte über 10.000 Euro diesmal sehr hoch war. Ganze 115 Zuschläge liegen im Bereich von 10.000 bis 100.000 Euro und summieren sich auf 3,36 Millionen Euro (siehe Grafik).
Alles in allem war es eine sehr starke Auktion mit vielen Highlights. Inhaltlich zeichnen sich neue Trends ab, vor allem zeigte sich ein starker Markt für Jade und Jadeit-Schnitzereien aus dem frühen 20.Jahrhundert bzw. aus der Republikzeit. Die Nachfrage nach Porzellanen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert scheint ebenfalls zu wachsen, voraussgesetzt, es handelt sich um vorzüglich gearbeitete Stücke.
Freitag, 12. November 2010
Für alle, die Gemälde, Bilder und Kunst verkaufen möchten: Malerei-Ankauf.de
Nach langer Vorbereitung ist Malerei-Ankauf endlich online! Als Netzwerk für Kunst steht es für den Ankauf von Bildern, Gemälden und Kunstwerken zur Verfügung.
Kunstsammlungen verkaufen sich nicht von alleine. Jeder, der seine Sammlung verkaufen möchte, profitiert von Expertenmeinungen und Kontakten in die Kunstwelt. Erbschaften oder beispielsweise ältere Ölgemälde aus Familienbesitz werden entweder direkt angekauft oder gezielt vermittelt. Für Kunstwerke und Kunstobjekte unterschiedlicher Stile und Epochen können spezifische Kontakte vorgestellt werden. Gesucht werden darüber hinaus auch bestimmte Künstler, deren Arbeiten und Werke angekauft oder vermittelt werden können. Generelle Einschätzungen, Gutachten und Beratungen können nach Absprache durchgeführt werden.
Wir wünschen viel Erfolg und immer den „richtigen Riecher“ beim Verkauf und Ankauf von Kunst!
Kontakt: www.malerei-ankauf.de
Kunstsammlungen verkaufen sich nicht von alleine. Jeder, der seine Sammlung verkaufen möchte, profitiert von Expertenmeinungen und Kontakten in die Kunstwelt. Erbschaften oder beispielsweise ältere Ölgemälde aus Familienbesitz werden entweder direkt angekauft oder gezielt vermittelt. Für Kunstwerke und Kunstobjekte unterschiedlicher Stile und Epochen können spezifische Kontakte vorgestellt werden. Gesucht werden darüber hinaus auch bestimmte Künstler, deren Arbeiten und Werke angekauft oder vermittelt werden können. Generelle Einschätzungen, Gutachten und Beratungen können nach Absprache durchgeführt werden.
Wir wünschen viel Erfolg und immer den „richtigen Riecher“ beim Verkauf und Ankauf von Kunst!
Kontakt: www.malerei-ankauf.de
Mittwoch, 10. November 2010
Einzigartige Versteigerung antiker Kunst Vietnams in Paris
Die Kunst Vietnams führt in den meisten Galerien ein bescheidenes Dasein im Schatten den großen Bruders China. Dennoch gibt es einen feinen, wenn auch kleinen Sammlerkreis, der sich auf diesem Gebiet spezialisert hat.
Nun kommen antike Objekte Vietnams aus drei deutschen Privatsammlungen in Paris unter den Hammer. Es ist eine seltene Gelegenheit für Sammler, denn viele der Exponate sucht man über Jahre hinweg vergebens auf dem Kunstmarkt.
Eines der hervorstechenden Stücke ist beispielsweise ein blauweisser Porzellan-Teller mit steiler Wandung und ausgestellter Lippe, der als eines der gesicherten Porzellane Vietnams in das 15. Jahrhundert datiert (Los Nr.181, siehe Katalog-Link unten). Das Stück wurde bereits von Ulrich Wiesner publiziert und taucht bis heute in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen auf.
HIER geht es direkt zum Katalog der Auktion am 29.11.2010 mit dem Titel: Vietnam - 3000 ans d`art.
Nun kommen antike Objekte Vietnams aus drei deutschen Privatsammlungen in Paris unter den Hammer. Es ist eine seltene Gelegenheit für Sammler, denn viele der Exponate sucht man über Jahre hinweg vergebens auf dem Kunstmarkt.
Eines der hervorstechenden Stücke ist beispielsweise ein blauweisser Porzellan-Teller mit steiler Wandung und ausgestellter Lippe, der als eines der gesicherten Porzellane Vietnams in das 15. Jahrhundert datiert (Los Nr.181, siehe Katalog-Link unten). Das Stück wurde bereits von Ulrich Wiesner publiziert und taucht bis heute in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen auf.
HIER geht es direkt zum Katalog der Auktion am 29.11.2010 mit dem Titel: Vietnam - 3000 ans d`art.
Mittwoch, 3. November 2010
Figur für 19.000,- Euro taucht für 1.800,- Euro Limitpreis wieder auf!
Es war eine bewegende Auktion, die allerdings auch etwas frustrierte. Im Oktober 2008 versteigerte das Auktionshaus Sigalas eine kleine Reihe vergoldeter Bronzefiguren aus einem Nachlass. Neben Buddhafiguren zählte auch eine etwas ungewöhnlich knieende Figur dazu, die ebenfalls feuervergoldet war.
Das Besondere an der Auktion waren die Limitpreise. Die besagte Figur etwa war gerade mal mit 120,- Euro Limit angesetzt. Die übrigen Buddhas lagen ca. bei 150,- Euro. Dass die Stücke jeweils einige taussend Euro wert sein dürften, war nicht nur uns aufgefallen. Asiatika-Ankauf war im Auktionssaal vertreten, doch gingen die Zuschläge durchweg an Telefonbieter, die offensichtlich aus China bzw. aus dem Ausland anriefen.
Die kniende Figur wurde für stolze 19.000,- Euro zugeschlagen! (Sigalas, 28.Oktober, Los Nr. 724).
Umso mehr überrascht natürlich die Tatsache, dass ein und dieselbe Figur in der aktuellen Auktion von Nagel wieder auftaucht - mit einem Limitpreis von 1800,- Euro.
Mit der Bezeichnung "Seltene feuervergoldete Bronze eines knieenden Ausländers" wird sie in die Zeit Kangxi datiert (Nagel Auktion 40A, Los Nr. 1141). Auch wenn der Spaten in der linken Hand der Figur etwas nach unten verschoben ist, handelt es sich um genau diejenige Figur, die zwei Jahre zuvor für 19.000,- Euro zugeschlagen wurde.
Mit viel Spannung erwarten wir dementsprechend die Versteigerung kommenden Freitag. Wie hoch der Zuschlag für die knieende Figur diesmal ausfallen wird, wird an dieser Stelle berichtet.
Das Besondere an der Auktion waren die Limitpreise. Die besagte Figur etwa war gerade mal mit 120,- Euro Limit angesetzt. Die übrigen Buddhas lagen ca. bei 150,- Euro. Dass die Stücke jeweils einige taussend Euro wert sein dürften, war nicht nur uns aufgefallen. Asiatika-Ankauf war im Auktionssaal vertreten, doch gingen die Zuschläge durchweg an Telefonbieter, die offensichtlich aus China bzw. aus dem Ausland anriefen.
Die kniende Figur wurde für stolze 19.000,- Euro zugeschlagen! (Sigalas, 28.Oktober, Los Nr. 724).
Umso mehr überrascht natürlich die Tatsache, dass ein und dieselbe Figur in der aktuellen Auktion von Nagel wieder auftaucht - mit einem Limitpreis von 1800,- Euro.
Mit der Bezeichnung "Seltene feuervergoldete Bronze eines knieenden Ausländers" wird sie in die Zeit Kangxi datiert (Nagel Auktion 40A, Los Nr. 1141). Auch wenn der Spaten in der linken Hand der Figur etwas nach unten verschoben ist, handelt es sich um genau diejenige Figur, die zwei Jahre zuvor für 19.000,- Euro zugeschlagen wurde.
Mit viel Spannung erwarten wir dementsprechend die Versteigerung kommenden Freitag. Wie hoch der Zuschlag für die knieende Figur diesmal ausfallen wird, wird an dieser Stelle berichtet.
Samstag, 25. September 2010
Der Markt gehorcht seinen eigenen Regeln - Überraschungen bei Koller Auktionen
Das Auktionshaus Koller in Zürich versteigerte vergangenen Samstag eine feine Auswahl an asiatischer Kunst. Neben den antiken buddhistischen Skulpturen, unter denen sich zahlreiche Highlights befanden, hatte die Auktion einige überraschend hohe Zuschläge bei ausgefallenen Objekten zu verzeichnen.
Nicht alle hoch angesetzten Objekte konnten jedoch verkauft werden. Ein tibetischer Mönch im Stil feuervergoldeter Lama-Bronzen aus dem 18.Jh fand für rund 60.000,- euro Limitpreis beispielsweise keinen Liebhaber. Doch starke Figuren wie etwa ein Vairocana mit 31cm Höhe aus dem Westtibet des späten 14. bzw. 15. Jahrhundert zeigten mit einem Zuschlag von mehr als 50.000,- euro (inkl. Aufgeld) deutlich, dass aufmerksame Sammler anwesend waren. Bei einem Verkaufspreis von mehr als 76.000 euro zeigte sich ein Vajrabhairava Yamataka aus der Mongolei des 18.Jhdts in Höhe von 17,5cm als ein echtes Highlight.
Einige Deckelgefäße und Vasen aus Silber, mit Applikationen aus Jade, Koralle, Lapislazuli und Türkisen, wurden ebenfalls überraschend gut verkauft. Es waren Stücke aus der Mongolei, die jedoch undatiert in den Katalog kamen, zum Teil mit einer Provenienzangabe, die auf einen Erwerb in den 1960ern zurückführte.
Ein wirklicher Höhepunkt war jedoch der Verkauf einer Bronze des Manjushri auf einem Löwen sitzend, datiert in die Zeit Qianlongs, Höhe 33cm. Der äußerst feine Bronze-Guß wurde nicht feuervergoldet, sondern lediglich in den Hauptpartien, im Gesicht des Bodhisattvas, in Gold bemalt. Mit einem Ausrufpreis von etwas mehr als 7.000,- euro kletterte das Bietergefecht auf knapp 200.000,- euro (!!!) inkl. Aufgeld. Derartige Zuschläge sieht man in der Regel nur, wenn die Figur eine besondere Signatur oder Marke aufweist, was in diesem Fall jedoch nicht gegeben war.
Angesichts solcher Höhen scheint es kaum zu verwundern, dass ein Paar buddhistischer Löwen, in Cloisonné-Emaille gearbeitet, von ca. 11.000,- euro Ausrufpreis auf ca. 150.000,- Verkaufspreis inkl. Aufgeld stiegen. Immerhin sind die Löwen 38cm hoch und datieren in das 19.Jh.
Als wirklich überraschend muss man allerdings einen kleinen Jadeanhänger bezeichnen, der in das China des 18.Jhdts datiert wurde, also in die Zeit Qianlongs, und zweidimensional in einer Höhe von 8,5cm gearbeitet wurde. Das Stück kletterte von 2.700,- euro Ausrufpreis auf 67.000,- euro Zuschlag plus Aufgeld.
Neben den hochwertigen Objekten, von denen starke Zuschläge zu erwarten waren, wie beispielsweise ein Schnitzlackdeckel, der dem chinesischen Kaiserhof zugeschrieben wurde, überraschte die Auktion durchaus mit ausgefallenen Zuschlägen. Eine Deckelvase aus Burmajade etwa, die aus dem frühen 20.Jh stammte, wurde mit mehr als 25.000,- euro doch überraschend hoch verkauft. Genauso muss verwundern, dass eine Porzellanvase mit dem Dekormotiv "Neun Pfirsiche", die in das 19. bzw. 20.Jh datiert, für mehr als 24.000,- euro verkauft wurde. Ob man hieran den Trend ablesen kann, dass nun zunehmend auch jüngere Stücke gut verkauft werden, bleibt zu diskutieren.
Nicht alle hoch angesetzten Objekte konnten jedoch verkauft werden. Ein tibetischer Mönch im Stil feuervergoldeter Lama-Bronzen aus dem 18.Jh fand für rund 60.000,- euro Limitpreis beispielsweise keinen Liebhaber. Doch starke Figuren wie etwa ein Vairocana mit 31cm Höhe aus dem Westtibet des späten 14. bzw. 15. Jahrhundert zeigten mit einem Zuschlag von mehr als 50.000,- euro (inkl. Aufgeld) deutlich, dass aufmerksame Sammler anwesend waren. Bei einem Verkaufspreis von mehr als 76.000 euro zeigte sich ein Vajrabhairava Yamataka aus der Mongolei des 18.Jhdts in Höhe von 17,5cm als ein echtes Highlight.
Einige Deckelgefäße und Vasen aus Silber, mit Applikationen aus Jade, Koralle, Lapislazuli und Türkisen, wurden ebenfalls überraschend gut verkauft. Es waren Stücke aus der Mongolei, die jedoch undatiert in den Katalog kamen, zum Teil mit einer Provenienzangabe, die auf einen Erwerb in den 1960ern zurückführte.
Ein wirklicher Höhepunkt war jedoch der Verkauf einer Bronze des Manjushri auf einem Löwen sitzend, datiert in die Zeit Qianlongs, Höhe 33cm. Der äußerst feine Bronze-Guß wurde nicht feuervergoldet, sondern lediglich in den Hauptpartien, im Gesicht des Bodhisattvas, in Gold bemalt. Mit einem Ausrufpreis von etwas mehr als 7.000,- euro kletterte das Bietergefecht auf knapp 200.000,- euro (!!!) inkl. Aufgeld. Derartige Zuschläge sieht man in der Regel nur, wenn die Figur eine besondere Signatur oder Marke aufweist, was in diesem Fall jedoch nicht gegeben war.
Angesichts solcher Höhen scheint es kaum zu verwundern, dass ein Paar buddhistischer Löwen, in Cloisonné-Emaille gearbeitet, von ca. 11.000,- euro Ausrufpreis auf ca. 150.000,- Verkaufspreis inkl. Aufgeld stiegen. Immerhin sind die Löwen 38cm hoch und datieren in das 19.Jh.
Als wirklich überraschend muss man allerdings einen kleinen Jadeanhänger bezeichnen, der in das China des 18.Jhdts datiert wurde, also in die Zeit Qianlongs, und zweidimensional in einer Höhe von 8,5cm gearbeitet wurde. Das Stück kletterte von 2.700,- euro Ausrufpreis auf 67.000,- euro Zuschlag plus Aufgeld.
Neben den hochwertigen Objekten, von denen starke Zuschläge zu erwarten waren, wie beispielsweise ein Schnitzlackdeckel, der dem chinesischen Kaiserhof zugeschrieben wurde, überraschte die Auktion durchaus mit ausgefallenen Zuschlägen. Eine Deckelvase aus Burmajade etwa, die aus dem frühen 20.Jh stammte, wurde mit mehr als 25.000,- euro doch überraschend hoch verkauft. Genauso muss verwundern, dass eine Porzellanvase mit dem Dekormotiv "Neun Pfirsiche", die in das 19. bzw. 20.Jh datiert, für mehr als 24.000,- euro verkauft wurde. Ob man hieran den Trend ablesen kann, dass nun zunehmend auch jüngere Stücke gut verkauft werden, bleibt zu diskutieren.
Sonntag, 5. September 2010
Strukturelle Transformationen - die Rolle der Neuen Medien im Handel mit Asiatischer Kunst
Neue Technologien, neue Medien wie das Internet – aber auch globale wirtschaftliche Entwicklungen verändern den Kunstmarkt weltweit. Das ist in allen Bereichen spürbar: Die Auktionshäuser, die gehobenen Galerien, die Kunstmessen, und auch der einzelne Sammler oder Interessent verwendet heute immer mehr digitale Medien im Umgang mit Kunst.
Für kommendes Jahr beispielsweise ist eine Kunstmesse geplant, die erstmals ausschließlich im Internet stattfinden soll. Es gibt bereits reine Online-Auktionen auch von renommierten Häusern und nicht zuletzt setzten die Spitzengalerien im Bereich der Asiatischen Kunst auf hochwertige digitale Kataloge im PDF-Format, um die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden zu gewinnen.
Das sah allein vor einem Jahrzehnt noch ganz anders aus. Der Bereich der antiken asiatischen Kunst stellt einen verhältnismäßig kleinen Nebenschauplatz im gesamten Kunstbetrieb dar. Doch die Veränderungen treffen hier in gleicher Weise zu und es mag sogar sein, dass durch die besondere Rolle Chinas die Internationalisierung in diesem Marktsegment besonders weit vorangeschritten ist.
Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich die Frage, was für die Zukunft zu erwarten ist: Wie sieht der Handel mit antiker asiatischer Kunst in zehn Jahren aus?
Mit welchen Veränderungen können wir rechnen?
Um diese Fragen zu beantworten, ist es wichtig, die Struktur des Markts für antike asiatische Kunst einmal grundsätzlich zu betrachten. Das ist zwar viel zu umfangreich für diesen Beitrag, doch möchte ich einige Aspekte hervorheben:
Die Tatsache, dass wir in den entwickelten Ländern, hier in Deutschland, in Europa und den USA überhaupt derart umfangreiche Sammlungen asiatischer Kunst in unseren Museen und in privatem Besitz haben, geht auf die Geschichte des späten 19.Jhdts zurück. Für die Asiatische Kunst heutzutage gilt immer noch, dass wir im "Westen" von den historischen Ereignissen profitieren, von einer Zeit, in der zahllose Objekte aus den asiatischen Ländern ausgeführt wurden, darunter auch hochwertige Kulturgüter, Ausgrabungsstücke, Objekte, deren kultureller Wert nicht bezifferbar ist.
Gerade im Falle Chinas ist das besonders deutlich. Die hiesigen Auktionshäuser und übrigen Marktteilnehmer profitieren sogar doppelt: Zum einen sind hierzulande aufgrund der historischen Bedingungen immer noch hochwertige antike Kunstobjekte aus Chinas vorhanden. Und zum anderen zahlen chinesische Sammler hohe Preise, die sie aufgrund der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung Chinas bieten können.
Selbstverständlich hat das chinesische Wirtschaftswachstum nicht nur finanzkräftige chinesische Sammler hervorgebracht, sondern auch einen ganzen Markt für antike chinesische Kunst geschaffen. Das zeigen die jungen Auktionshäuser in China. Namen wie Hanhai, Guardian, Poly Auction und dergleichen, gab es vor zwanzig Jahren noch nicht - wenngleich sie inzwischen Milliionenumsätze schreiben.
In den 90er-Jahren verwendeten Auktionshäuser, die zu den größten der Branche zählten, Kataloge, in denen noch nicht mal alle Objekte abgebildet waren, und schon garn nicht vollständig in Farbe. Das mag das ein oder andere Haus heute zwar immernoch so halten, aber in den meisten Fällen haben doch deutliche Entwicklungen stattgefunden.
Sie können heute den kompletten Katalog im Internet einsehen. Zu den Highlights der Auktion werden Videos veröffentlicht, und sie können über die Objekte weltweit recherchieren, sofern Sie sich die Mühe machen möchten. Einige der großen Häuser haben beispielsweise frei zugängliche Archive, in denen Sie nach vergleichbaren Objekten suchen können. Kostenlos, im Internet.
Und das ist gerade mal der Ist-Zustand - und noch keine Zukunftsvision.
Wenn man die genannten Punkte zusammenfasst, also die historischen Bedingungen, die Internationalisierung, die wirtschaftliche Entwicklung sowie die technologische und mediale Entwicklung, dann muss man sagen: Diese Bedingungen sind enorme Markttreiber!
Allein diese genannten Punkte sprechen dafür, dass der Markt für antike asiatische Kunst weiter wächst – ganz unabhängig von Trends und Vorlieben der Sammler.
Wohin führt diese Entwicklung? Was kann man in Zukunft erwarten?
Ich habe in einigen Stichworten die Kernaspekte genannt, die meiner Meinung nach den Kunstmarkt im Bereich Asiatischer Kunst am meisten beeinflussen. Es ist deutlich zu sehen, dass heute eine völlig neue Situation entsteht. Die Neuen Technologien heben den Marktteilnehmer, der früher regional orientiert war, nun in ein internationales Umfeld. Die Verwendung des Internet führt zu einer weiteren, einfacheren Vernetzung und auch zu mehr Transparenz im Kunstbereich.
Daher ist zu erwarten, dass es immer mehr innovative Akteure im Kunstbereich geben wird, die mit Hilfe der vorhandenen und immer weiter entwickelten Technologien neue Möglichkeiten im Kunsthandel eröffnen.
Asiatika-Ankauf ist ein Beispiel für einen derartigen Marktteilnehmer. Hier wird jedem, der ein antikes Objekt der chinesischen oder allgemein asiatischen Kunst besitzt, die Möglichkeit geboten, dieses Objekt oder die Sammlung innerhalb eines Netzwerks übergreifend bewerten zu lassen bzw. verschiedene Varianten für den bestmöglichen Verkauf zu prüfen.
Ich bin jedoch überzeugt, dass innerhalb absehbarer Zeit weitere und immer neue Akteure aufreteten werden, die den Kunsthandel und das Internet miteinander verbinden.
Für kommendes Jahr beispielsweise ist eine Kunstmesse geplant, die erstmals ausschließlich im Internet stattfinden soll. Es gibt bereits reine Online-Auktionen auch von renommierten Häusern und nicht zuletzt setzten die Spitzengalerien im Bereich der Asiatischen Kunst auf hochwertige digitale Kataloge im PDF-Format, um die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden zu gewinnen.
Das sah allein vor einem Jahrzehnt noch ganz anders aus. Der Bereich der antiken asiatischen Kunst stellt einen verhältnismäßig kleinen Nebenschauplatz im gesamten Kunstbetrieb dar. Doch die Veränderungen treffen hier in gleicher Weise zu und es mag sogar sein, dass durch die besondere Rolle Chinas die Internationalisierung in diesem Marktsegment besonders weit vorangeschritten ist.
Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich die Frage, was für die Zukunft zu erwarten ist: Wie sieht der Handel mit antiker asiatischer Kunst in zehn Jahren aus?
Mit welchen Veränderungen können wir rechnen?
Um diese Fragen zu beantworten, ist es wichtig, die Struktur des Markts für antike asiatische Kunst einmal grundsätzlich zu betrachten. Das ist zwar viel zu umfangreich für diesen Beitrag, doch möchte ich einige Aspekte hervorheben:
Die Tatsache, dass wir in den entwickelten Ländern, hier in Deutschland, in Europa und den USA überhaupt derart umfangreiche Sammlungen asiatischer Kunst in unseren Museen und in privatem Besitz haben, geht auf die Geschichte des späten 19.Jhdts zurück. Für die Asiatische Kunst heutzutage gilt immer noch, dass wir im "Westen" von den historischen Ereignissen profitieren, von einer Zeit, in der zahllose Objekte aus den asiatischen Ländern ausgeführt wurden, darunter auch hochwertige Kulturgüter, Ausgrabungsstücke, Objekte, deren kultureller Wert nicht bezifferbar ist.
Gerade im Falle Chinas ist das besonders deutlich. Die hiesigen Auktionshäuser und übrigen Marktteilnehmer profitieren sogar doppelt: Zum einen sind hierzulande aufgrund der historischen Bedingungen immer noch hochwertige antike Kunstobjekte aus Chinas vorhanden. Und zum anderen zahlen chinesische Sammler hohe Preise, die sie aufgrund der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung Chinas bieten können.
Selbstverständlich hat das chinesische Wirtschaftswachstum nicht nur finanzkräftige chinesische Sammler hervorgebracht, sondern auch einen ganzen Markt für antike chinesische Kunst geschaffen. Das zeigen die jungen Auktionshäuser in China. Namen wie Hanhai, Guardian, Poly Auction und dergleichen, gab es vor zwanzig Jahren noch nicht - wenngleich sie inzwischen Milliionenumsätze schreiben.
In den 90er-Jahren verwendeten Auktionshäuser, die zu den größten der Branche zählten, Kataloge, in denen noch nicht mal alle Objekte abgebildet waren, und schon garn nicht vollständig in Farbe. Das mag das ein oder andere Haus heute zwar immernoch so halten, aber in den meisten Fällen haben doch deutliche Entwicklungen stattgefunden.
Sie können heute den kompletten Katalog im Internet einsehen. Zu den Highlights der Auktion werden Videos veröffentlicht, und sie können über die Objekte weltweit recherchieren, sofern Sie sich die Mühe machen möchten. Einige der großen Häuser haben beispielsweise frei zugängliche Archive, in denen Sie nach vergleichbaren Objekten suchen können. Kostenlos, im Internet.
Und das ist gerade mal der Ist-Zustand - und noch keine Zukunftsvision.
Wenn man die genannten Punkte zusammenfasst, also die historischen Bedingungen, die Internationalisierung, die wirtschaftliche Entwicklung sowie die technologische und mediale Entwicklung, dann muss man sagen: Diese Bedingungen sind enorme Markttreiber!
Allein diese genannten Punkte sprechen dafür, dass der Markt für antike asiatische Kunst weiter wächst – ganz unabhängig von Trends und Vorlieben der Sammler.
Wohin führt diese Entwicklung? Was kann man in Zukunft erwarten?
Ich habe in einigen Stichworten die Kernaspekte genannt, die meiner Meinung nach den Kunstmarkt im Bereich Asiatischer Kunst am meisten beeinflussen. Es ist deutlich zu sehen, dass heute eine völlig neue Situation entsteht. Die Neuen Technologien heben den Marktteilnehmer, der früher regional orientiert war, nun in ein internationales Umfeld. Die Verwendung des Internet führt zu einer weiteren, einfacheren Vernetzung und auch zu mehr Transparenz im Kunstbereich.
Daher ist zu erwarten, dass es immer mehr innovative Akteure im Kunstbereich geben wird, die mit Hilfe der vorhandenen und immer weiter entwickelten Technologien neue Möglichkeiten im Kunsthandel eröffnen.
Asiatika-Ankauf ist ein Beispiel für einen derartigen Marktteilnehmer. Hier wird jedem, der ein antikes Objekt der chinesischen oder allgemein asiatischen Kunst besitzt, die Möglichkeit geboten, dieses Objekt oder die Sammlung innerhalb eines Netzwerks übergreifend bewerten zu lassen bzw. verschiedene Varianten für den bestmöglichen Verkauf zu prüfen.
Ich bin jedoch überzeugt, dass innerhalb absehbarer Zeit weitere und immer neue Akteure aufreteten werden, die den Kunsthandel und das Internet miteinander verbinden.
Freitag, 13. August 2010
Strukturelle Transformationen auf dem Kunstmarkt
Seit einigen Jahren wird eine Diskussion geführt, wie die neuen Technologien den Kunsthandel verändern. Vor wenigen Jahren war die Meinung noch stark verbreitet, dass sich Kunst nicht in digitaler, elektronischer Form bewerten oder verkaufen ließe. Inzwischen gehören elektronische Kataloge zur Standartausrüstung sämtlicher großen Auktionshäuser. Die Digitalisierung hat den Kunsthandel voll erreicht. Es werden heutzutage von den einschlägigen Galerien Kataloge in PDF-Format präsentiert und Objekte werden international anhand von digitalem Bildmaterial begutachtet. Es mag seltsam klingen, doch werden tatsächlich Objekte im Wert von Einfamilienhäusern allein auf Grundlage von digitalen Abbildungen gekauft (bzw. wird das Geschäft dazu digital angebahnt).
Der Bereich Antike Asiatische Kunst oder Fine Asian Arts profitiert als ein Spezialgebiet im Kunsthandel von den technischen Entwicklungen, die für die umsatzstarken Bereiche Malerei und zeitgenössische Kunst entwickelt werden. Manch einem mag die Digitalisierung des Kunsthandels und die damit verbundene weltweite Vernetzung gespenstisch vorkommen.
Denn nach wie vor gilt, dass man ein Kunstobjekt anfassen, spüren und mit allen Sinnen wahrnehmen muss, um es zu beurteilen. Die Digitalisierung im Kunstmarkt hat zahlreiche Auswirkungen. Dieser strukturelle Wandel ist noch nicht vollständig abzusehen, doch sollen an dieser Stelle einige wesentliche Veränderungen genannt werden, die sich auf den Bereich der Antiken Asiatischen Kunst beziehen:
1.Die Verwendung von digitalen Abbildungen der Objekte als Grundlage für die Bewertung wird von Experten genauso wie von Sammler und Interessenten zunehmend akzeptiert und angewandt.
2.Durch die elektronischen Medien ist die internationale Vernetzung soweit gewachsen, dass selbst kleine, unbekannte Marktteilnehmer mit ihren Objekten ein internationales Publikum erreichen können (vorausgesetzt es handelt sich herausragende Stücke).
3.Im Kunst-Umfeld etablieren sich zunehmend Datenbanken und Serviceangebote, welche Kunstobjekte im Wert messbar und objektiv bewertbar machen sollen. Für die antike asiatische Kunst ist das zwar äußerst schwierig, doch gilt der folgende Trend auch hier: Kunstobjekte sollen heutzutage auch für den Laien bewertbar gemacht werden. Damit möchte man den Ruf der Intransparenz und Undurchsichtigkeit im Kunsthandel ablegen.
Diese Entwicklung führt von der Notwendigkeit weg, eigenes Fachwissen zu erlangen, die in den vergangenen Jahrzehnten noch stark im Vordergrund stand, dahin, eine sinnvolle Kaufentscheidung auch ohne Fachwissen treffen zu können. In letzterem Fall zählen für die Käufer/Sammler vorwiegend die Aspekte der Ästhetik, Wertanlage, Investment, Lifestyle etc. Dieser Trend ist auch im Bereich der antiken asiatischen Kunst zu sehen, wenngleich hier weitaus weniger Daten verfügbar sind als etwa in der Malerei.
4.Der Punkt drei führt zu einem Wachstum des Marktes. Das läßt sich an den großen Kunstgebieten (Moderne, Zeitgenössische etc.) sehr gut erkennen. Wie in der zeitgenössischen Kunst ist auch im Bereich der antiken Asiatischen Kunst das chinesische Wirtschaftswachstum ein außergewöhnlich starker Motor für die Marktentwicklung. Der weltweite Kunstumsatz verdoppelte sich allein zwischen 2003 und 2008. Seit 2006 nahm der Handel mit Kunst allein in Hongkong um fast das 30ig-fache zu. Die ehemalige britische Kolonialstadt macht heute mehr als 40% des chinesischen Kunsthandels aus.
Die oben genannten Punkte verdeutlichen, dass sich die antike asiatische Kunst in einem völlig anderen Umfeld bewegt, als noch vor zehn Jahren. Sehr positiv ist, dass die Digitalisierung letztlich einen Beitrag zum Marktwachstum leistet. Es können sich also alle Sammler antiker chinesischer Kunst freuen, denn für viele Sammelgebiete steigen die Preise offensichtlich weiter.
Doch es wird auch deutlich, dass spezifische Reaktionen erforderlich sind, um dem Wandel gerecht zu werden. Asiatika-Ankauf leistet hier einen wesentlichen Beitrag. Denn jeder, der ein Objekt verkaufen möchte, sei es als Sammler oder als Erbe, benötigt eine zunehmend starke Vernetzung mit den Experten. Es reicht nicht, allein den Fachhändler zu fragen oder ein Auktionshaus zu kontaktieren. Der Markt ist international geworden lebt zunehmend von einer globalen, weltweiten Nachfrage.
Der Bereich Antike Asiatische Kunst oder Fine Asian Arts profitiert als ein Spezialgebiet im Kunsthandel von den technischen Entwicklungen, die für die umsatzstarken Bereiche Malerei und zeitgenössische Kunst entwickelt werden. Manch einem mag die Digitalisierung des Kunsthandels und die damit verbundene weltweite Vernetzung gespenstisch vorkommen.
Denn nach wie vor gilt, dass man ein Kunstobjekt anfassen, spüren und mit allen Sinnen wahrnehmen muss, um es zu beurteilen. Die Digitalisierung im Kunstmarkt hat zahlreiche Auswirkungen. Dieser strukturelle Wandel ist noch nicht vollständig abzusehen, doch sollen an dieser Stelle einige wesentliche Veränderungen genannt werden, die sich auf den Bereich der Antiken Asiatischen Kunst beziehen:
1.Die Verwendung von digitalen Abbildungen der Objekte als Grundlage für die Bewertung wird von Experten genauso wie von Sammler und Interessenten zunehmend akzeptiert und angewandt.
2.Durch die elektronischen Medien ist die internationale Vernetzung soweit gewachsen, dass selbst kleine, unbekannte Marktteilnehmer mit ihren Objekten ein internationales Publikum erreichen können (vorausgesetzt es handelt sich herausragende Stücke).
3.Im Kunst-Umfeld etablieren sich zunehmend Datenbanken und Serviceangebote, welche Kunstobjekte im Wert messbar und objektiv bewertbar machen sollen. Für die antike asiatische Kunst ist das zwar äußerst schwierig, doch gilt der folgende Trend auch hier: Kunstobjekte sollen heutzutage auch für den Laien bewertbar gemacht werden. Damit möchte man den Ruf der Intransparenz und Undurchsichtigkeit im Kunsthandel ablegen.
Diese Entwicklung führt von der Notwendigkeit weg, eigenes Fachwissen zu erlangen, die in den vergangenen Jahrzehnten noch stark im Vordergrund stand, dahin, eine sinnvolle Kaufentscheidung auch ohne Fachwissen treffen zu können. In letzterem Fall zählen für die Käufer/Sammler vorwiegend die Aspekte der Ästhetik, Wertanlage, Investment, Lifestyle etc. Dieser Trend ist auch im Bereich der antiken asiatischen Kunst zu sehen, wenngleich hier weitaus weniger Daten verfügbar sind als etwa in der Malerei.
4.Der Punkt drei führt zu einem Wachstum des Marktes. Das läßt sich an den großen Kunstgebieten (Moderne, Zeitgenössische etc.) sehr gut erkennen. Wie in der zeitgenössischen Kunst ist auch im Bereich der antiken Asiatischen Kunst das chinesische Wirtschaftswachstum ein außergewöhnlich starker Motor für die Marktentwicklung. Der weltweite Kunstumsatz verdoppelte sich allein zwischen 2003 und 2008. Seit 2006 nahm der Handel mit Kunst allein in Hongkong um fast das 30ig-fache zu. Die ehemalige britische Kolonialstadt macht heute mehr als 40% des chinesischen Kunsthandels aus.
Die oben genannten Punkte verdeutlichen, dass sich die antike asiatische Kunst in einem völlig anderen Umfeld bewegt, als noch vor zehn Jahren. Sehr positiv ist, dass die Digitalisierung letztlich einen Beitrag zum Marktwachstum leistet. Es können sich also alle Sammler antiker chinesischer Kunst freuen, denn für viele Sammelgebiete steigen die Preise offensichtlich weiter.
Doch es wird auch deutlich, dass spezifische Reaktionen erforderlich sind, um dem Wandel gerecht zu werden. Asiatika-Ankauf leistet hier einen wesentlichen Beitrag. Denn jeder, der ein Objekt verkaufen möchte, sei es als Sammler oder als Erbe, benötigt eine zunehmend starke Vernetzung mit den Experten. Es reicht nicht, allein den Fachhändler zu fragen oder ein Auktionshaus zu kontaktieren. Der Markt ist international geworden lebt zunehmend von einer globalen, weltweiten Nachfrage.
Donnerstag, 12. August 2010
Buchhinweis: Das umfangreichste Nachschlagewerk für Chinesische Porzellanmarken
Seit Anfang August erhältlich:
Davison, Gerald: The New and Revised Handbook of Marks on Chinese Ceramics
Die überarbeitete Neuauflage des Klassikers mit Abbildungen von ca. 3400 Porzellanmarken !?
Hier klicken.
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Samstag, 7. August 2010
Japanische Holzschitte aus der Sammlung der verstorbenen Japan-Kunsthändlerin Huguette Berès
Japanische Holzschnitte, Zeichnungen, Bücher und Gemälde aus dem Lager und der Privatsammlung der verstorbenen Japan-Kunsthändlerin, Huguette Berès, kommen vom 16. bis 19. September im Drouot-Montaigne bei dem Auktionshaus Pierre Bergé & Associés zur Versteigerung. An den vier Auktionstagen werden vier Kataloge mit mehr als 1900 Losen Kunstwerke angeboten, die Huguette Berès seit 1952 zusammengetragen hatte und die ihre Tochter Anisabelle Berès-Montanari durch weitere Ankäufe ergänzt hatte. Nach dem Tod von Huguette Berès brachte ihre Erbin bereits am 27. November 2002 und am 25. November 2003 insgesamt 394 Lose bei Sotheby's Paris zur Versteigerung. Sie spielten zusammen mehr als 6 Mio. Euro ein. Die 86 damals zurückgereichten Lose, die im Preisspitzenbereich lagen und viel zu hoch taxiert waren, sind in die kommende Auktionsserie integriert, wie der englische Experte der Auktion, Robert Sawers, bestätigt. Der Katalog kann im Internet aufgerufen werden, die gedruckte Version erscheint erst am 1. September.
HIER geht es zum Artikel.
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Donnerstag, 5. August 2010
Schriftkunst und Malerei der nationalen Minderheiten in China
Eine Ausstellung über chinesische Kalligraphie und Malerei ist am Dienstag im internationalen Ausstellungszentrum Dahongmen im Fengtai-Bezirk in Peking eröffnet worden. Ingesamt 22 Schriftzeichenarten der nationalen Minderheiten wie Mandschu, Hui-, mongolischer und koreanischer Nationalität wurden erstmals ausgestellt.
Die Ausstellung unter dem Motto „Aufklärung über nationale Kultur, Förderung nationaler Solidarität und ewiges Andenken für die Nachkommen" wurde in Form einer langen Bildrolle präsentiert. 288 kalligraphische Werke und Bilder von über 280 Künstlern der 22 Nationalitäten sind zusammen auf dieser „Bildrolle der Nationalen Solidarität" erschienen.
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Die Ausstellung unter dem Motto „Aufklärung über nationale Kultur, Förderung nationaler Solidarität und ewiges Andenken für die Nachkommen" wurde in Form einer langen Bildrolle präsentiert. 288 kalligraphische Werke und Bilder von über 280 Künstlern der 22 Nationalitäten sind zusammen auf dieser „Bildrolle der Nationalen Solidarität" erschienen.
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Sonntag, 18. Juli 2010
Ausstellung zur Porzellanherstellung in China - was hat die Körperhaltung mit dem Porzellan zu tun?
Eine interessante Ausstellung mit dem Titel "Abgedreht! China Töpfert bondennah" zeigt mit Bild und Videomaterial die Prozesse der Porzellanherstellung in China.
Hierbei wird besonders auf die "technik-ethnolischen" Gesichtspunkte Wert gelegt: die Köperhaltung, die Bodennähe der Handwerker, die spezifische Arbeitsteilung in der Porzellanherstellung - die Ausstellung beleuchtet die Meisterschaft und Besonderheit chinesischer Porzellane aus der wissenschaftlichen Sicht der Ethnologie.
Schon der Untertitel "China töpfert bodennah" weist darauf hin, dass die chinesischen Töpferer nicht auf einem Stuhl sitzen - eine Banalität, möchte man meinen. Doch offensichtlich wirkt sich dieser banale Umstand auf die Qualität chinesischer Porzellane aus.
Kulturspezifische Bewegungskonzepte
Das Geheimnis dahinter lautet: Körperwissen. Erst bestimmte Körperhaltungen erlauben das Verarbeiten von Porzellanerde in der für China typischen Weise. Die Handwerkerinnen und Handwerker arbeiten stets bodennah und vornübergebeugt – entweder auf dem Boden hockend im Lotussitz, amStrassenrand kauernd oder auf einem niederen Stühlchen sitzend. Es sind kulturspezifische Bewegungskonzepte, die sich in vielen weiteren, auch in handwerksfernen Lebensbereichen in China wiederfinden.
Für Porzellan- und Chinainteressierte zeigen sich hier spannende Einblicke in die Manufakturen in Jingdezhen.
Ausstellung:
Abgedreht! China töpfert bodennah
Völkerkundemuseum der Universität Zürich
16. Juli 2010 bis 30. Juni 2011
Hierbei wird besonders auf die "technik-ethnolischen" Gesichtspunkte Wert gelegt: die Köperhaltung, die Bodennähe der Handwerker, die spezifische Arbeitsteilung in der Porzellanherstellung - die Ausstellung beleuchtet die Meisterschaft und Besonderheit chinesischer Porzellane aus der wissenschaftlichen Sicht der Ethnologie.
Schon der Untertitel "China töpfert bodennah" weist darauf hin, dass die chinesischen Töpferer nicht auf einem Stuhl sitzen - eine Banalität, möchte man meinen. Doch offensichtlich wirkt sich dieser banale Umstand auf die Qualität chinesischer Porzellane aus.
Kulturspezifische Bewegungskonzepte
Das Geheimnis dahinter lautet: Körperwissen. Erst bestimmte Körperhaltungen erlauben das Verarbeiten von Porzellanerde in der für China typischen Weise. Die Handwerkerinnen und Handwerker arbeiten stets bodennah und vornübergebeugt – entweder auf dem Boden hockend im Lotussitz, amStrassenrand kauernd oder auf einem niederen Stühlchen sitzend. Es sind kulturspezifische Bewegungskonzepte, die sich in vielen weiteren, auch in handwerksfernen Lebensbereichen in China wiederfinden.
Für Porzellan- und Chinainteressierte zeigen sich hier spannende Einblicke in die Manufakturen in Jingdezhen.
Ausstellung:
Abgedreht! China töpfert bodennah
Völkerkundemuseum der Universität Zürich
16. Juli 2010 bis 30. Juni 2011
Dienstag, 13. Juli 2010
Zuschläge bei Christie´s "ART D'ASIE" Auktion am 8.Juni 2010 in Paris
Die Auktion Asiatische Kunst bei Christie´s Paris am 8. Juni 2010 konnte ein beeindruckendes Gesamtergebnis erzielen. Insgesamt wurden 302 Losnummern zugeschlagen, mit denen ein Gesamterlös von 7.973.028 Euro erreicht wurde.

Den Löwenanteil an der Gesamt-Zuschlagssumme hatten jedoch 17 Zuschläge, die zusammen einen Betrag von ca. 4,5 Mio Euro erzielten. Diese 17 Losnummer hatten einen Anteil von 56,6% an der Gesamt-Zuschlagssumme (siehe zweite Grafik links).
Eine wichtige Rolle spielten dabei Tibetika aus der Sammlung DaSilva, wozu einige aussergewöhnlich hochwertige buddhistische Figuren zählten.
Wenn man die Preisstruktur der Auktion betrachtet, so zeigt sich der Markt von seiner starken Seite.
Es gab eine ganze Reihe von hochpreisigen Zuschlägen, die sich mit hoher Gleichmäßigkeit im Bereich zwischen 10.000 und 100.000 Euro verteilten. Insgesamt erzielten 90 Zuschläge in diesem Bereich eine Summe von rund 2,8 Mio Euro (siehe erste Grafik links).

Den Löwenanteil an der Gesamt-Zuschlagssumme hatten jedoch 17 Zuschläge, die zusammen einen Betrag von ca. 4,5 Mio Euro erzielten. Diese 17 Losnummer hatten einen Anteil von 56,6% an der Gesamt-Zuschlagssumme (siehe zweite Grafik links).
Dem gegenüber hatten die 196 Zuschläge unterhalb von 10.000 Euro einen kaum nenneswerten Anteil am Gesamterlös von rund 678.000 Euro.
Fragen bzgl. der Auswertung der Zuschlagspreise werden über Asiatika-Ankauf gerne entgegengenommen.
Freitag, 9. Juli 2010
Internationale Konferenz zur Geschichte der Ostasiatischen Kunst in Heidelberg
Mit der Geschichte ostasiatischer Kunst befasst sich eine internationale Konferenz, die vom 10. bis 12. Juli 2010 an der Universität Heidelberg stattfindet. Unter dem Titel "Living Legacies: The History of East Asian Art Reconsidered” diskutieren Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen über theoretische und methodische Entwicklungen in der Kunstgeschichte Ostasiens. Die Veranstaltung findet am Karl Jaspers Zentrum für Transkulturelle Forschung statt und wird per Livestream in alle Welt übertragen.
Unter den 19 Rednern sind Kunsthistoriker Europas wie Hans Belting (HFG Karlsruhe) und Horst Bredekamp (HU Berlin), Kunsthistoriker Chinas wie Craig Clunas (Cambridge) und Robert Harrist (Columbia), Kunsthistoriker Japans wie Yoshiaki Shimizu (Princeton) und Yukio Lippit (Harvard), Archäologen wie Lothar von Falkenhausen (UCLA) und Dame Jessica Rawson (Oxford) sowie Buddhologen wie Stephen Teiser (Princeton).
Zum Programm: Programm
Zum Livestream: Livestream
Zur Homepage der Universität Heidelberg: Heidelberg
Unter den 19 Rednern sind Kunsthistoriker Europas wie Hans Belting (HFG Karlsruhe) und Horst Bredekamp (HU Berlin), Kunsthistoriker Chinas wie Craig Clunas (Cambridge) und Robert Harrist (Columbia), Kunsthistoriker Japans wie Yoshiaki Shimizu (Princeton) und Yukio Lippit (Harvard), Archäologen wie Lothar von Falkenhausen (UCLA) und Dame Jessica Rawson (Oxford) sowie Buddhologen wie Stephen Teiser (Princeton).
Zum Programm: Programm
Zum Livestream: Livestream
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Mittwoch, 30. Juni 2010
Termin: "Geister, Erleuchtete und Geschichten vom Buddha"
Rosenheim-Museum Offenbach:
"Geister, Erleuchtete und Geschichten vom Buddha" - Führung in der Asiatika-Ausstellung mit Lektüre
- Sonntag, 4. Juli 2010, 15:00 Uhr
Die Führung am Sonntag beschäftigt sich mit ausgewählten Objekten der Asiatika-Ausstellung. Gezeigt werden asiatische Ritual- und Kunstobjekte sowie vor Ort in Asien entstandene Handzeichnungen von Bernd Rosenheim. Hinter vielen der Figuren steht eine Geschichte, die vorgetragen wird. Sie sind Beispiele für die Andersartigkeit asiatischen Denkens
Weitere Informationen hier: Rosenheim-Museum
"Geister, Erleuchtete und Geschichten vom Buddha" - Führung in der Asiatika-Ausstellung mit Lektüre
- Sonntag, 4. Juli 2010, 15:00 Uhr
Die Führung am Sonntag beschäftigt sich mit ausgewählten Objekten der Asiatika-Ausstellung. Gezeigt werden asiatische Ritual- und Kunstobjekte sowie vor Ort in Asien entstandene Handzeichnungen von Bernd Rosenheim. Hinter vielen der Figuren steht eine Geschichte, die vorgetragen wird. Sie sind Beispiele für die Andersartigkeit asiatischen Denkens
Weitere Informationen hier: Rosenheim-Museum
Montag, 28. Juni 2010
Ausstellungshinweis: "Formen aus der Erde" - Zeitgenössische koreanische Keramik
Seit dem 18.Juni zeigt die Altana Kulturstiftung zeitgenössische Keramik der koreanischen Künstlerin Young-Jae Lee.
Die mehrfache Preisträgerin spielt in dieser Ausstellung mit dem Verhältnis von Inszenierung und Objekt-Ausstellung. Die Keramikgefäße wurden einzeln, in Gruppen, auf dem Boden oder auf Sockeln stehend angeordnet. Dadurch schafft die Künstlerin Räume von eindrucksvoller, meditativer Atmosphäre. Jede der Schalen steht zunächst für sich, aus dem Nebeneinander der vielen Schalen entwickelt sich ein Dialog zwischen dem einzelnen Objekt und der Gruppe.
Die Ausstellung kann vom 18. Juni bis 15. August 2010 im Sinclair-Haus der Kulturstiftung besucht werden.
Weitere Informationen:
Hier klicken
Die mehrfache Preisträgerin spielt in dieser Ausstellung mit dem Verhältnis von Inszenierung und Objekt-Ausstellung. Die Keramikgefäße wurden einzeln, in Gruppen, auf dem Boden oder auf Sockeln stehend angeordnet. Dadurch schafft die Künstlerin Räume von eindrucksvoller, meditativer Atmosphäre. Jede der Schalen steht zunächst für sich, aus dem Nebeneinander der vielen Schalen entwickelt sich ein Dialog zwischen dem einzelnen Objekt und der Gruppe.
Die Ausstellung kann vom 18. Juni bis 15. August 2010 im Sinclair-Haus der Kulturstiftung besucht werden.
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Sonntag, 27. Juni 2010
Empfehlen Sie Asiatika-Ankauf weiter...
...und suchen Sie sich als Dankeschön kostenfrei ein Buch zur Asiatischen Kunst aus!
Bei jeder Anfrage an uns, in der Objekte ab 500,- Euro Gesamtwert vorgestellt werden, bekommt derjenige ein Dankeschön von uns, auf dessen Empfehlung die Kontaktaufnahme zurückgeht.
Voraussetzung ist, dass die Anfrage realisiert werden kann und dass in der Anfrage namentlich auf die Empfehlung hingewiesen wird (z.B. "Herr/Frau XY hat mich auf Sie aufmerksam gemacht.")
Weitere Informationen hier: http://www.asiatika-ankauf.de/empfehlungen.htm
Bei jeder Anfrage an uns, in der Objekte ab 500,- Euro Gesamtwert vorgestellt werden, bekommt derjenige ein Dankeschön von uns, auf dessen Empfehlung die Kontaktaufnahme zurückgeht.
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Donnerstag, 17. Juni 2010
Preisanalyse der Auktion im Kunsthaus Lempertz - Asiatische Kunst, Juni 2010
Die Frühjahrs-Auktion 2010 "Asiatische Kunst" im Hause Lempertz machte die starke Positionierung des Hauses im mittleren Preisbereich deutlich.Neben vereinzelten Rekordpreisen, darunter ein überraschend guter Verkauf eines Tischstellschirms (siehe vorangegangener Artikel) fiel insbesondere die gleichmäßige Verteilung der Zuschlagspreise im Bereich zwischen 1.000 und 12.000 Euro auf.
Das Diagramm links zeigt die Zuschläge in diesem Bereich. Diese Gleichmäßige Kurve stellt ganze 271 Einzelzuschläge zwischen 1.000 und 12.000 Euro dar, die zusammen eine Zuschlagssumme von 775.700 Euro erzielten.
Damit liegt der Gesamtzuschlagspreis im genannten Preisbereich über der Zuschlagssumme der Objekte, die für mehr als 100.000 Euro verkauft wurden. Die drei top-Zuschläge, welche diese Marke überschritten, erreichten zusammen einen Geamtzuschlagspreis von 645.000 Euro.

Der Preissprung wird im zweiten Diagramm deutlich. Hier sind alle Zuschläge zwischen 10.000 und 270.000 Euro (höchster Zuschlag der Auktion) dargestellt.
Die Auktion erreichte mit 556 verkauften Losnummern ein Gesamtergebnis von knapp zwei Millionen Euro. Wenn man die Preisverteilung genauer betrachtet, so fällt ein ausgewogenes Verhältnis unterschiedlicher Preisbereiche auf. Gerade die vielen Zuschläge im unteren bzw. mittleren Bereich haben einen deutlichen Anteil an der Geamtsumme.
Das ist sehr positiv für Sammler, die nicht mehr als 10.000 Euro pro Jahr für Neuerwerbungen ausgeben möchten. Wenn man die meist hervorragende Qualität der Objekte berücksichtigt, so kann man durchaus sagen, dass Lempertz gute Stücke zu moderaten Preisen versteigert. Lieber regelmäßig, dafür aber nicht so teuer.
Übrigens: Bei Verkauf immer: Asiatika-Ankauf!
Samstag, 12. Juni 2010
Provenienz von Ostasiatischen Antiquitäten
Die Provenienz von antiken Kunstobjekten ist besonders wichtig. Wenn sich z.B. asiatische Buddhafiguren bereits seit Jahrzehnten in europäischem Familienbesitz befinden, sollte diese Information nicht verschwiegen werden. Besonders gut ist es, wenn die Provenienz durch Dokumente oder z.B. alte Fotos belegt werden kann.
Daher ist es nicht verständlich, warum in manchen Auktionskatalogen derartige Informationen verschwiegen werden bzw. völlig nebensächlich erwähnt werden. Es gibt Häuser, die alte Belege sogar wegwerfen - davon ganz zu schweigen.
Wir hatten vor einiger Zeit den Fall, dass antike Buddhafiguren aus Tibet und Nepal aus einer tollen Sammlung stammten. Die Provenienz ging auf Heinrich Harrer zurück, dessen Sammlung im Jahr 1981 zum Großteil in die Schweiz verkauft wurde. Eine enge Freundin von Harrer, Frau Berti Aschmann, übernahm einige der Stücke. Frau Aschmann war eine der renommiertesten Kennerinnen für antike buddhistische Kunst in Europa.
Eine derartige Provenienz ist für jeden Sammler wichtig, der sich für die Stücke interessiert. Daher ist es für einen Galeristen oder Händler selbstverständlich, dass er so viel belegbare Informationen wie möglich über die Sammlung zusammenträgt.
Im Auktionshaus stehen die Stücke jedoch völlig steril neben anderen - es ist für den Kunden kaum ersichtlich, welches Objekt eine gute Provenienz besitzt und welches direkt aus China ausgeführt wurde. Der vermeintliche Vorteil der "Emotionslosigkeit" der Häuser kann der Figur unter Umständen schaden. Niemand kauft schließlich einfach ein Stück vergoldete Bronze, sondern eine antike Figur mit einer ganz bestimmten Geschichte.
Es ist, wie ein Kenner neulich sagte: "Der erfolgreiche Handel steht in kühler Distanz zu den Objekten."
Daher ist es nicht verständlich, warum in manchen Auktionskatalogen derartige Informationen verschwiegen werden bzw. völlig nebensächlich erwähnt werden. Es gibt Häuser, die alte Belege sogar wegwerfen - davon ganz zu schweigen.
Wir hatten vor einiger Zeit den Fall, dass antike Buddhafiguren aus Tibet und Nepal aus einer tollen Sammlung stammten. Die Provenienz ging auf Heinrich Harrer zurück, dessen Sammlung im Jahr 1981 zum Großteil in die Schweiz verkauft wurde. Eine enge Freundin von Harrer, Frau Berti Aschmann, übernahm einige der Stücke. Frau Aschmann war eine der renommiertesten Kennerinnen für antike buddhistische Kunst in Europa.
Eine derartige Provenienz ist für jeden Sammler wichtig, der sich für die Stücke interessiert. Daher ist es für einen Galeristen oder Händler selbstverständlich, dass er so viel belegbare Informationen wie möglich über die Sammlung zusammenträgt.
Im Auktionshaus stehen die Stücke jedoch völlig steril neben anderen - es ist für den Kunden kaum ersichtlich, welches Objekt eine gute Provenienz besitzt und welches direkt aus China ausgeführt wurde. Der vermeintliche Vorteil der "Emotionslosigkeit" der Häuser kann der Figur unter Umständen schaden. Niemand kauft schließlich einfach ein Stück vergoldete Bronze, sondern eine antike Figur mit einer ganz bestimmten Geschichte.
Es ist, wie ein Kenner neulich sagte: "Der erfolgreiche Handel steht in kühler Distanz zu den Objekten."
Samstag, 5. Juni 2010
Antike Kunst aus den Galerien - Konsument oder Sammler?
In den vergangenen Wochen erreichten uns einige Anfragen mit Kunstobjekten aus Hongkong und Singapur. Die Arbeit damit warf ein grundsätzliches Licht auf Objekte und Sammlungen, die bei Kunstgalerien und professionellen Händlern erworben wurden.
Wer im Urlaub in einer Galerie in Hongkong eine Antiquität kauft, versehen mit einem Zertifikat der Galerie, der tut dies als "Konsument", d.h. er steht als "Endverbraucher" am Ende einer Wertschöpfungskette. Das erworbene Kunstobjekt als Konsumgut tut in diesem Fall das, was alle Konsumgüter tun: Es verliert unmittelbar nach dem Kauf an Wert.
Nun muss man wissen, dass es nicht nur in Hongkong Galerien gibt, die Objekte eigenhändig und ungeprüft datieren, so dass das Stück in einem anspruchsvolleren Umfeld nicht zu denselben Bedingungen bestehen kann. Doch auch wenn das Objekt authentisch ist, zahlt der Käufer dennoch einen "Endkunden"-Preis. In Hongkong und Singapur mag dieser Preis höher liegen als in Berlin oder München, doch auch der Käufer in Galerien in Europa steht zum Zeitpunkt des Erwerbs am Ende der Wertschöpfungskette.
Wer sich mit diesem Thema beschäftigt, der unterscheidet zwischen dem "Wert" und dem "Kaufpreis" eines Objekts. In jeder Galerie bezahlen Sie mit dem Kaufpreis nicht allein den reinen Wert des Objekts, sondern einen Aufschlag, einen Gewinn für die Galerie - Das ist auch berechtig und gut so.
Doch wenn Sie eine Antiquität oder asiatische Kunst an Asiatika-Ankauf verkaufen möchten, können Sie nicht einfach sagen: "Hier ist der Kaufbeleg, zu diesem Preis möchte ich es verkaufen." - Der Kaufpreis aus der Galerie ist nicht das einzige Kriterium zur Wertermittlung.
Wer gezielt kauft und eigene Kenntnis über Qualität und Bewertung von antiker Kunst hat, der sammelt! Und Sammler suchen selbstverständlich Top-Stücke zu hervorragenden Preisen.
Wer Kunst kauft, sollte sich nicht mit einer Konsumentenrolle zufrieden geben, sondern Expertise erwerben oder einholen und dadurch mehr und mehr zum Sammler werden.
Für alle Käufer, Konsumenten und Sammler gilt dennoch:
Fragen Sie Ihre Objekte bei Asiatika-Ankauf an, gerne mit Kaufbeleg - Wir stellen ein Angebot.
Wer im Urlaub in einer Galerie in Hongkong eine Antiquität kauft, versehen mit einem Zertifikat der Galerie, der tut dies als "Konsument", d.h. er steht als "Endverbraucher" am Ende einer Wertschöpfungskette. Das erworbene Kunstobjekt als Konsumgut tut in diesem Fall das, was alle Konsumgüter tun: Es verliert unmittelbar nach dem Kauf an Wert.
Nun muss man wissen, dass es nicht nur in Hongkong Galerien gibt, die Objekte eigenhändig und ungeprüft datieren, so dass das Stück in einem anspruchsvolleren Umfeld nicht zu denselben Bedingungen bestehen kann. Doch auch wenn das Objekt authentisch ist, zahlt der Käufer dennoch einen "Endkunden"-Preis. In Hongkong und Singapur mag dieser Preis höher liegen als in Berlin oder München, doch auch der Käufer in Galerien in Europa steht zum Zeitpunkt des Erwerbs am Ende der Wertschöpfungskette.
Wer sich mit diesem Thema beschäftigt, der unterscheidet zwischen dem "Wert" und dem "Kaufpreis" eines Objekts. In jeder Galerie bezahlen Sie mit dem Kaufpreis nicht allein den reinen Wert des Objekts, sondern einen Aufschlag, einen Gewinn für die Galerie - Das ist auch berechtig und gut so.
Doch wenn Sie eine Antiquität oder asiatische Kunst an Asiatika-Ankauf verkaufen möchten, können Sie nicht einfach sagen: "Hier ist der Kaufbeleg, zu diesem Preis möchte ich es verkaufen." - Der Kaufpreis aus der Galerie ist nicht das einzige Kriterium zur Wertermittlung.
Wer gezielt kauft und eigene Kenntnis über Qualität und Bewertung von antiker Kunst hat, der sammelt! Und Sammler suchen selbstverständlich Top-Stücke zu hervorragenden Preisen.
Wer Kunst kauft, sollte sich nicht mit einer Konsumentenrolle zufrieden geben, sondern Expertise erwerben oder einholen und dadurch mehr und mehr zum Sammler werden.
Für alle Käufer, Konsumenten und Sammler gilt dennoch:
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Samstag, 29. Mai 2010
Wie funktioniert Asiatika-Ankauf? - Für den aktiven Sammler wie für den Laien.
Asiatika-Ankauf ist insbesondere aufgrund der starken Internationalisierung im Bereich der antiken Asiatischen Kunst entstanden. Je mehr man sich mit den Strukturen des Kunsthandels beschäftigt, desto mehr wird der Ansatz von Asiatika-Ankauf verständlich.
Im Wesentlichen stellt Asiatika-Ankauf als Netzwerk eine zentrale Anlaufstelle dar, bei welcher asiatische Antiquitäten und Kunstobjekte hinsichtlich ihrer Mark- und Verkaufsmöglichkeiten übergreifend bewertet werden können.
Daraufhin werden entweder Direktangebote erstellt, unterschiedliche Varianten der Vermittlung vorgeschlagen oder aber direkte Kontakte zu konkreten Interessenten hergestellt.
Entscheidend ist jedoch, dass es erhebliche Differenzen zwischen Galerien und Auktionshäusern in unterschiedlichen Regionen und unterschiedlichen Märkten gibt. Hierdurch können für Sammler und Privatverkäufer Chancen verloren gehen, wenn ihre Objekte sowohl falsch bewertet als auch falsch platziert werden.
Es geht nicht um die Bewertung, die Sie von einem Experten oder einem Auktionshaus erhalten. Es geht vielmehr darum, das Objekt bestmöglich zu verkaufen und den maximalen Erlös zu erzielen.
Wenn Sie als Verkäufer ein Auktionshaus nutzen, dann sollte dieser Vorgang gut organisiert und durchdacht sein. Es kann nicht nur passieren, dass am Ende hohe Gebühren entstehen, mit denen Sie nicht gerechnet hatten, sondern es kann auch von Nachteil sein, wenn die Objekte zwar in der Auktion waren, aber unverkauft blieben. Allein bei der Einlieferung in eine Auktion für Asiatische Kunst kommt es auf eine gezielte Platzierung an.
Der Ansatz von Asiatika-Ankauf geht darüber hinaus, allein mit einem Auktionshaus oder einem Händler bzw.- Experten zusammen zu arbeiten.
Für uns ist entscheidend, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Daher denken wir übergreifend und können hinsichtlich asiatischer Kunstobjekte und Sammlungen professionell beurteilen, wie, wo und zu welchem Zeitpunkt die betreffenden Stücke zu platzieren sind.
Das ist nicht nur für private Verkäufer oder Erben interessant, sondern insbesondere auch für professionelle Sammler. Wenn Sie bestimmte Objekte aus Ihrer Sammlung „verflüssigen“ wollen, z.B. um weitere Akquisitionen zu tätigen, sind wir jederzeit bereit, ein Angebot an Sie zu stellen.
Unser Ansatz ist im Bereich der antiken Asiatischen Kunst einzigartig und wurde durch die Vielzahl der Anfragen und Kontaktaufnahmen bestätigt.
Gerne werden wir auch für Sie aktiv!
Kontaktieren Sie uns einfach über die Webseite: www.Asiatika-Ankauf.de
Im Wesentlichen stellt Asiatika-Ankauf als Netzwerk eine zentrale Anlaufstelle dar, bei welcher asiatische Antiquitäten und Kunstobjekte hinsichtlich ihrer Mark- und Verkaufsmöglichkeiten übergreifend bewertet werden können.
Daraufhin werden entweder Direktangebote erstellt, unterschiedliche Varianten der Vermittlung vorgeschlagen oder aber direkte Kontakte zu konkreten Interessenten hergestellt.
Entscheidend ist jedoch, dass es erhebliche Differenzen zwischen Galerien und Auktionshäusern in unterschiedlichen Regionen und unterschiedlichen Märkten gibt. Hierdurch können für Sammler und Privatverkäufer Chancen verloren gehen, wenn ihre Objekte sowohl falsch bewertet als auch falsch platziert werden.
Es geht nicht um die Bewertung, die Sie von einem Experten oder einem Auktionshaus erhalten. Es geht vielmehr darum, das Objekt bestmöglich zu verkaufen und den maximalen Erlös zu erzielen.
Wenn Sie als Verkäufer ein Auktionshaus nutzen, dann sollte dieser Vorgang gut organisiert und durchdacht sein. Es kann nicht nur passieren, dass am Ende hohe Gebühren entstehen, mit denen Sie nicht gerechnet hatten, sondern es kann auch von Nachteil sein, wenn die Objekte zwar in der Auktion waren, aber unverkauft blieben. Allein bei der Einlieferung in eine Auktion für Asiatische Kunst kommt es auf eine gezielte Platzierung an.
Der Ansatz von Asiatika-Ankauf geht darüber hinaus, allein mit einem Auktionshaus oder einem Händler bzw.- Experten zusammen zu arbeiten.
Für uns ist entscheidend, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Daher denken wir übergreifend und können hinsichtlich asiatischer Kunstobjekte und Sammlungen professionell beurteilen, wie, wo und zu welchem Zeitpunkt die betreffenden Stücke zu platzieren sind.
Das ist nicht nur für private Verkäufer oder Erben interessant, sondern insbesondere auch für professionelle Sammler. Wenn Sie bestimmte Objekte aus Ihrer Sammlung „verflüssigen“ wollen, z.B. um weitere Akquisitionen zu tätigen, sind wir jederzeit bereit, ein Angebot an Sie zu stellen.
Unser Ansatz ist im Bereich der antiken Asiatischen Kunst einzigartig und wurde durch die Vielzahl der Anfragen und Kontaktaufnahmen bestätigt.
Gerne werden wir auch für Sie aktiv!
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Samstag, 22. Mai 2010
Zur Verwendung von Abbildungen bei der Bewertung von antiken Kunstobjekten
Aufgrund einiger Nachfragen: Abbildungen können nie die Besichtigung der Originalobjekte ersetzen!
Kunstobjekte haben auf den Fotos immer eine andere Wirkung bzw. können sie Ihre Wirkung gar nicht erst entfalten. Dennoch kann man anhand von Abbildungen viele Punkte weitgehend klären.
Bei Anfragen an Asiatika-Ankauf kommt es nicht darauf an, dass ein antikes Objekt der asiatischen Kunst anhand einer Abbildung vollständig beurteilt wird. Es geht vielmehr um einen Eindruck, worum es sich handelt. Und hierfür sind Fotos sehr wichtig - ansonsten weiß man nicht, worüber man redet.
Im Vorfeld einer Besichtigung bzw. im Rahmen des weiteren Ablaufs sollte man sich über grundsätzliche Fragen verständigen, welche in die Beurteilung der Objekte mit einfließen. Das betrifft die Provenienz, den Standort der Objekte, die grundsätzlichen Preisvorstellungen usw.
Wenn man sich grundsätzlich einig ist, ob und dass die Sammlung/Objekte interessant sind und dass die preislichen Vorstellungen realistisch sind, dann macht es auch Sinn, eine persönliche Besichtigung zu vereinbaren.
Aber man kann nicht erwarten, dass Asiatika-Ankauf anhand einiger weniger Abbildungen sofort Angebote stellt. Das geht zwar in einigen Fällen, doch z.B. bei chinesischen Porzellanen muss schon Gelegenheit bestehen, die Objekte genau zu prüfen.
Aus Sicht von Asiatika-Ankauf muss man sagen, dass ein Privatsammler oder Erbe, der Abbildungen seiner Objekte an uns sendet, überlegen sollte, ob er sie tatsächlich verkaufen möchte. Wenn ja, dann muß für uns die Möglichkeit bestehen, die Objekte genau zu beurteilen. Dafür sind Abbildungen der erste Schritt - auf den dann eine weitere Abstimmung folgt.
Kunstobjekte haben auf den Fotos immer eine andere Wirkung bzw. können sie Ihre Wirkung gar nicht erst entfalten. Dennoch kann man anhand von Abbildungen viele Punkte weitgehend klären.
Bei Anfragen an Asiatika-Ankauf kommt es nicht darauf an, dass ein antikes Objekt der asiatischen Kunst anhand einer Abbildung vollständig beurteilt wird. Es geht vielmehr um einen Eindruck, worum es sich handelt. Und hierfür sind Fotos sehr wichtig - ansonsten weiß man nicht, worüber man redet.
Im Vorfeld einer Besichtigung bzw. im Rahmen des weiteren Ablaufs sollte man sich über grundsätzliche Fragen verständigen, welche in die Beurteilung der Objekte mit einfließen. Das betrifft die Provenienz, den Standort der Objekte, die grundsätzlichen Preisvorstellungen usw.
Wenn man sich grundsätzlich einig ist, ob und dass die Sammlung/Objekte interessant sind und dass die preislichen Vorstellungen realistisch sind, dann macht es auch Sinn, eine persönliche Besichtigung zu vereinbaren.
Aber man kann nicht erwarten, dass Asiatika-Ankauf anhand einiger weniger Abbildungen sofort Angebote stellt. Das geht zwar in einigen Fällen, doch z.B. bei chinesischen Porzellanen muss schon Gelegenheit bestehen, die Objekte genau zu prüfen.
Aus Sicht von Asiatika-Ankauf muss man sagen, dass ein Privatsammler oder Erbe, der Abbildungen seiner Objekte an uns sendet, überlegen sollte, ob er sie tatsächlich verkaufen möchte. Wenn ja, dann muß für uns die Möglichkeit bestehen, die Objekte genau zu beurteilen. Dafür sind Abbildungen der erste Schritt - auf den dann eine weitere Abstimmung folgt.
Freitag, 14. Mai 2010
Top-Zuschläge bei Nagel Mai 2010 - Hoher Anteil und gleichmäßige Verteilung bei hochpreisigen Objekten.

[Abb.: Gleichmäßige Verteilung und hohe Anzahl von Objekten zwischen 10.000 und 75.000 Euro]
In der Mai-Auktion Asiatische Kunst bei Nagel wurden (ohne Nachverkauf) 768 Lots (Objekte) zu insgesamt 5.533.820,- Euro zugeschlagen (Durchschnitt: 7205,50 Euro).
Mit dieser Summe steigerte das Auktionshaus das Zuschlags-Volumen im Vergleich zu den Frühjahrsauktionen 2008 und 2009. Insbesonere die gleichmäßige Verteilung und die hohe Anzahl der höherpreisigen Objekte unterscheiden sich von den Vorgängerjahren.
Genau 12 Objekte wurden für mehr als 100.000,- Euro zugeschlagen und erzielten mit einer Summe von 1.785.000,- Euro einen Anteil von ca. 32% der Gesamt-Zuschlagssumme.
Über 10.000,- Euro und unter 75.000,- Euro wurden genau 84 Objekte zugeschlagen. In diesem Bereich ist eine erstaunlich gleichmäßige Verteilung zu beobachten (siehe Abbildung).
Diese 84 Objekte erzielten zusammen mit einer Zuschlagssumme von 2.232.000,- Euro einen Anteil von ca. 40,33%. Der Anteil dieser Objekte an der gesamten Stückzahl verkaufter Lots liegt gerade mal 10,94%.
Erstaunlich ist auch die hohe Anzahl der Objekte mit Zuschlagspreisen zwischen 1.000,- und 10.000,- Euro: Diese 422 Objekte haben einen Anteil von 54,95% an der Gesamtanzahl der Objekte und erreichten mit 1.402.510,- Euro einen Anteil von 25,34% an der Zuschlagssumme.
Unter 1.000,- Euro wurden 250 Lots mit einer Gesamtzuschlagssumme von 118.310,- Euro zugeschlagen, was einen Anteil von nur ca. 2,13% an der Gesamtsumme ausmacht.
Zusammenfassend fällt insbesonere der hohe Anteil an Objekten zwischen 10.000 und 75.000 Euro auf. Die hohe Anzahl und die gleichmäßige Verteilung in diesem Bereich war in den letzten Jahren nicht in dieser Form zu beobachten.
Inwiefern man anhand dieser Zahlen einen Trend ablesen kann bzw. ob man sagen kann, dass der "Markt" für antike asiatische Kunst ansteigt, kann nur im Vergleich zu früheren Auktionen besprochen werden. Die hier dargestellten Zahlen sprechen allerdings deutlich für diesen Anstieg, da anteilig deutlich mehr Objekte zu höheren Preisen zugeschlagen wurden, als in den Jahren 2008 und 2009.
Mittwoch, 12. Mai 2010
83 konkrete Anfragen und über 100 Kontaktaufnahmen!
Seit der Neugestaltung unserer Internetseite, die am 01.02.2010 ins Netz gestellt wurde, haben uns mehr als 100 Kontaktaufnahmen erreicht!
Darunter waren 83 konkrete Anfragen, die sich auf Objekte der asiatischen Kunst bezogen.
An dieser Stelle bedankt sich Asiatika-Ankauf für diese Vielzahl an Anfragen und das darin zum Ausdruck gebrachte Vertrauen!
Wir wissen jede Kontaktaufnahme von Ihnen sehr zu schätzen und bemühen uns in jedem Fall um eine reibungslose Kommunikation, welche ein optimales Ergebnis voraussetzt.
Wir freuen uns weiterhin auf interessante Kontakte, auf die nächsten Anfragen und insbesondere darauf, auch Sie kennenlernen zu dürfen.
www.asiatika-ankauf.de
Darunter waren 83 konkrete Anfragen, die sich auf Objekte der asiatischen Kunst bezogen.
An dieser Stelle bedankt sich Asiatika-Ankauf für diese Vielzahl an Anfragen und das darin zum Ausdruck gebrachte Vertrauen!
Wir wissen jede Kontaktaufnahme von Ihnen sehr zu schätzen und bemühen uns in jedem Fall um eine reibungslose Kommunikation, welche ein optimales Ergebnis voraussetzt.
Wir freuen uns weiterhin auf interessante Kontakte, auf die nächsten Anfragen und insbesondere darauf, auch Sie kennenlernen zu dürfen.
www.asiatika-ankauf.de
Japanische Keramik (3): Shigiaraki
Nicht weit von ehemaligen japanischen Hauptstadt Kyoto entfernt liegen die Öfen, in denen das Steingut Shigiaraki produziert wurde. Sie entwickelten sich während der Kamakurazeit Mitte des 13. Jahrhunderts und es wurden meist Gebrauchsgefäße, wie gr0ße Töpfe zur Lagerung von Reis, sowie mörserförmige Schalen hergestellt.
Da es Gebrauchskeramiken sind weisen sie, bis auf ein gelegentliches schraffiertes Bambusdekor, kein Dekor auf. Die meisten Gefäße wurden gefertigt, indem die Töpfer Schnüre formten und so lange Schicht auf Schicht setzten, bis das Gefäß vollendet war. Es geschah nicht selten, dass eine Seite des Brennofens einsackte, so dass viele dieser Gefäße eine alles andere, als eine perfekte Form haben.
Allerdings führt genau diese Tatsache auch dazu, dass diese Gefäße in den heutigen Tagen so beliebt sind. Der für die Keramiken verwendete Ton enthält Feldspatpartikel, die sich beim Brennvorgang nicht mit dem restlichen Material verbinden, sondern als weiße, zuckerartige hoshi (Sterne) zurückbleiben.
Wenn allerdings im Ofen eine Temperatur über 1300 Grad herrscht, schmelzen und verschwinden einige dieser Partikel und hinterlassen kleine Krater auf der Oberfläche, welche ishihaze (Steinexplosion) genannt werden. Der niedrige Eisengehalt des Tons führt zu roten bis lachsfarbenen Tönen und die natürliche Holz-Asche-Glasur hinterlässt glasig-grüne Flecken darauf.
Die Kombination des Rottones, der glasig-grünen natürlichen Glasur und der Effekte, die durch die Feldspatpartikel hervorgerufen sind, führt dazu, dass die Shigiaraki-Keramiken von Kunstkennern besonders geschätzt werden und die besten und schönsten Stücke Höchstpreise erzielen.
Beitrag von: lkr
Da es Gebrauchskeramiken sind weisen sie, bis auf ein gelegentliches schraffiertes Bambusdekor, kein Dekor auf. Die meisten Gefäße wurden gefertigt, indem die Töpfer Schnüre formten und so lange Schicht auf Schicht setzten, bis das Gefäß vollendet war. Es geschah nicht selten, dass eine Seite des Brennofens einsackte, so dass viele dieser Gefäße eine alles andere, als eine perfekte Form haben.
Allerdings führt genau diese Tatsache auch dazu, dass diese Gefäße in den heutigen Tagen so beliebt sind. Der für die Keramiken verwendete Ton enthält Feldspatpartikel, die sich beim Brennvorgang nicht mit dem restlichen Material verbinden, sondern als weiße, zuckerartige hoshi (Sterne) zurückbleiben.
Wenn allerdings im Ofen eine Temperatur über 1300 Grad herrscht, schmelzen und verschwinden einige dieser Partikel und hinterlassen kleine Krater auf der Oberfläche, welche ishihaze (Steinexplosion) genannt werden. Der niedrige Eisengehalt des Tons führt zu roten bis lachsfarbenen Tönen und die natürliche Holz-Asche-Glasur hinterlässt glasig-grüne Flecken darauf.
Die Kombination des Rottones, der glasig-grünen natürlichen Glasur und der Effekte, die durch die Feldspatpartikel hervorgerufen sind, führt dazu, dass die Shigiaraki-Keramiken von Kunstkennern besonders geschätzt werden und die besten und schönsten Stücke Höchstpreise erzielen.
Beitrag von: lkr
Freitag, 30. April 2010
Die künftige Stilentwicklung der buddhistischen Skulptur
Die figürliche Darstellung von Buddhas und Bodhisattvas ist seit Ihren Ursprüngen an bestimmte Konventionen gebunden. Die Proportionen des Buddha, der Gesichtsausdruck, die "Erscheinung" der Figur - diesen Dingen wurde von den Bildhauern zu jeder Zeit beachtet.
In Verbindung mit der Ausbreitung des Buddhismus im asiatischen Raum veränderte sich der Stil in der buddhistischen Skulptur laufend. Allein auf China bezogen liegen zwischen den frühen Buddhas aus der Nord-Wei-Dynastie oder etwa der Sui-Dynastie und beispielsweise den feinen Darstellungen der Ming-Zeit stilistisch gesehen Welten.
Seit wenigen Jahrzehnten wird der Buddhismus zunehmed im Westen adaptiert. Die Praktizierenden kennen buddhistische Kunst und figürliche Darstellungen so, wie sie überall auf der Welt kursieren: Figuren aus Tibet, Buddhas aus Thailand, japanische Figuren, antike chinesische Figuren usw.
Die spannende Frage allerdings lautet: Wie werde sich Stile in der buddhistischen Plastik im Westen (USA und Europa) verändern?
Früher oder später wird es erste Figuren geben, die zwar die traditionellen Formen und inhalte der Figuren weiterführen, die sich aber dennoch in kunsthistorischem Sinne stilistisch weiterentwickeln und Einflüsse der westlichen Gesellschaften übernehmen.
Das ist ein sehr weitreichendes Thema, denn Praktizierende im Westen haben den Prozess noch nicht abgeschlossen, in welchem asiatische Denkweseisen und buddhistische Traditionen der Praxis in unsere westlichen Gesellschaften übernommen werden und in Einklang mit der westlich-demokratischen sozio-psychologischen Geisteshaltung gebracht werden (Stichwort Individuum vs. Kommune/Gemeinschaft).
Die Beobachtung wird spannend sein, woher im Bereich der buddhistischen figuralen Kunst diesbezüglich die ersten Impulse kommen werden. Dass sich die buddhistische Kunst stilistisch im Westen verändern und weiterentwickeln wird, steht jedoch außer Frage.
In Verbindung mit der Ausbreitung des Buddhismus im asiatischen Raum veränderte sich der Stil in der buddhistischen Skulptur laufend. Allein auf China bezogen liegen zwischen den frühen Buddhas aus der Nord-Wei-Dynastie oder etwa der Sui-Dynastie und beispielsweise den feinen Darstellungen der Ming-Zeit stilistisch gesehen Welten.
Seit wenigen Jahrzehnten wird der Buddhismus zunehmed im Westen adaptiert. Die Praktizierenden kennen buddhistische Kunst und figürliche Darstellungen so, wie sie überall auf der Welt kursieren: Figuren aus Tibet, Buddhas aus Thailand, japanische Figuren, antike chinesische Figuren usw.
Die spannende Frage allerdings lautet: Wie werde sich Stile in der buddhistischen Plastik im Westen (USA und Europa) verändern?
Früher oder später wird es erste Figuren geben, die zwar die traditionellen Formen und inhalte der Figuren weiterführen, die sich aber dennoch in kunsthistorischem Sinne stilistisch weiterentwickeln und Einflüsse der westlichen Gesellschaften übernehmen.
Das ist ein sehr weitreichendes Thema, denn Praktizierende im Westen haben den Prozess noch nicht abgeschlossen, in welchem asiatische Denkweseisen und buddhistische Traditionen der Praxis in unsere westlichen Gesellschaften übernommen werden und in Einklang mit der westlich-demokratischen sozio-psychologischen Geisteshaltung gebracht werden (Stichwort Individuum vs. Kommune/Gemeinschaft).
Die Beobachtung wird spannend sein, woher im Bereich der buddhistischen figuralen Kunst diesbezüglich die ersten Impulse kommen werden. Dass sich die buddhistische Kunst stilistisch im Westen verändern und weiterentwickeln wird, steht jedoch außer Frage.
Dienstag, 27. April 2010
Wie findet man authentische Buddhafiguren und antike chinesische Kunst?
Wer sich für antike Buddhafiguren aus Tibet, Nepal oder China interessiert, steht irgendwann vor der Frage, wo man anthentische Stücke zu bezahlbaren Preisen findet?
Chinesische Antiquitäten und buddhistische Kunst sind auf dem Markt sehr gefragt. Daher hat man als privater Sammler nicht immer die Möglichkeit, ein gutes Stück in einer Auktion zu ersteigern, sofern man die Kosten im Rahmen halten möchte.
Wer in einer Galerie den regelmäßigen Kontakt pflegt, hat schon mehr Chancen, eine schöne Figur oder z.B. ein hervorragendes chinesisches Porzellan zu bekommen. Doch diese antiken Kunstobjekte sind sehr selten. Die größeren Galerien suchen nach ausgezeichneten, hochwertigen Stücken, die nur schwer am Markt zu finden sind. Sobalt ein chinesisches antikes Objekt oder eine buddhistische Skulptur eine gewisse Qualität hat, git es auch unmittelbar Interessenten dafür.
Wer als Privatsammler oder einfach aus Interesse gerne eine schöne, antike Buddhafigur erwerben möchte, ohne sich in zu große Unkosten zu stürtzen, der kommt eventuell auf "Antik"-Händler, die Buddhafiguren en masse verkaufen, und zum Teil behaupten, dass die Stücke "antik" seien.
Leider ist gerade das Internet voll von derartigen Angeboten, bei denen man neue Objekte kaufen kann, die den Eindruck erwecken sollen, als seien sie alt.
Wer demnach im Internet nach echten, authentischen Antiquitäten aus China bzw. Asian sucht, der findet leider überwiegend nur die Angebote der Import-Händler, die Neuware verkaufen.
Zum Sammeln braucht man Zeit - und es kann sich lohnen, auf die richtige Gelegenheit zu warten. Wer sich eine schöne Buddhafigur kaufen möchte, braucht sich nicht mit einem wertlosen Replikat zufrieden zu geben.
Über Asiatika-Ankauf steht professionelle Expertise zur Verfügung - auch für Nicht-Sammler. Nehmen Sie einfach Kontakt auf: Asiatika-Ankauf
Chinesische Antiquitäten und buddhistische Kunst sind auf dem Markt sehr gefragt. Daher hat man als privater Sammler nicht immer die Möglichkeit, ein gutes Stück in einer Auktion zu ersteigern, sofern man die Kosten im Rahmen halten möchte.
Wer in einer Galerie den regelmäßigen Kontakt pflegt, hat schon mehr Chancen, eine schöne Figur oder z.B. ein hervorragendes chinesisches Porzellan zu bekommen. Doch diese antiken Kunstobjekte sind sehr selten. Die größeren Galerien suchen nach ausgezeichneten, hochwertigen Stücken, die nur schwer am Markt zu finden sind. Sobalt ein chinesisches antikes Objekt oder eine buddhistische Skulptur eine gewisse Qualität hat, git es auch unmittelbar Interessenten dafür.
Wer als Privatsammler oder einfach aus Interesse gerne eine schöne, antike Buddhafigur erwerben möchte, ohne sich in zu große Unkosten zu stürtzen, der kommt eventuell auf "Antik"-Händler, die Buddhafiguren en masse verkaufen, und zum Teil behaupten, dass die Stücke "antik" seien.
Leider ist gerade das Internet voll von derartigen Angeboten, bei denen man neue Objekte kaufen kann, die den Eindruck erwecken sollen, als seien sie alt.
Wer demnach im Internet nach echten, authentischen Antiquitäten aus China bzw. Asian sucht, der findet leider überwiegend nur die Angebote der Import-Händler, die Neuware verkaufen.
Zum Sammeln braucht man Zeit - und es kann sich lohnen, auf die richtige Gelegenheit zu warten. Wer sich eine schöne Buddhafigur kaufen möchte, braucht sich nicht mit einem wertlosen Replikat zufrieden zu geben.
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Montag, 26. April 2010
Asiatika-Ankauf jetzt auf Twitter !!!
http://twitter.com/AsiatikaAnkauf
Ab jetzt gibt es Asiatika-Ankauf auch auf Twitter. Kontakte /Netzwerk von Kunstsammlern, Kennern, Händlern und Experten. Ostasiatische Kunst im Internet.
Folgen Sie uns auf Twitter: http://twitter.com/AsiatikaAnkauf
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Freitag, 23. April 2010
Was tut Asiatika-Ankauf für den professionellen Sammler?
Sammler von hochwertigen asiatischen Kunstobjekten bauen zum Teil über Jahrzehnte ihre Kunstsammlungen auf. Oft denken sie nicht an den Verkauf, wenn keine Notwendigkeit besteht.
Wenn ein Kunstsammler ein Objekt der asiatischen Kunst verkaufen möchte, kann er oder sie das betreffende Stück selbstverständlich bei Christie´s oder einem anderen internationalen Auktionshaus einliefern bzw. seinem Händler zum Rückkauf anbieten.
Doch gerade bei einer umfangreichen Sammlung kann der Verkauf ein langwieriger Prozess sein. Zudem laufen Auktionsverkäufe nicht immer optimal. Denn durch Gebühren und Rücktransport unverkaufter Stücke kann sich der Erlös erheblich schmälern. Auch beim Weiterverkauf an andere Sammler gilt, dass man Zeit braucht, um den gewünschten Erlös zu erzielen.
Wenn sich also für einen passionierten Sammler die Frage stellt, ob und wie er/sie mit dem Verkauf von Objekten anfangen möchte, ist Asiatika-Ankauf ein kompetenter Partner.
Wir haben eine Reihe von Möglichkeiten, die auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten sind. Man kann z.B. sagen: "Die Objekte a, b und c werden nicht verkauft, doch für die Stücke d, e und f hätte ich gerne ein unkompliziertes, direktes Angebot oder einen Vermittlungsvorschlag."
Man kann auch sagen: "Ich habe eine Sammlung und würde gerne wissen, wie Sie das bestmögliche Vorgehen für den Verkauf der Stücke a bis f einschätzen."
Letztlich bekommen Sie dadurch eine weitere Expertenmeinung, die Ihnen weiter hilft.
Zum Verkauf durch internationale Auktionen sei noch angemerkt:
Es ist für bestimmte Objekte sehr wichtig, dass sie einem internationalen Publikum angeboten werden. Das heißt aber nicht, dass jedes hochwertige Kunstobjekt der asiatischen Kunst beliebig in eine hochwertige Auktion eingeliefert werden kann. Je besser das antike Stück platziert wird, je mehr es den Markt und den spezifischen Kundenstamm der Auktionshäuser trifft, desto höher kann es verkauft werden.
Es gibt Objekte, nicht nur chinesische Porzellane, sondern beispielsweise auch antike buddhistische Figuren, die in Deutschland bei Auktionen beachtliche Preise erzielen. Doch wenn dieselben Objekte auf einer anderen internationalen Plattform ihren Wert nochmal um das Vier- oder Fünffache steigern, ist man schon erstaunt.
Der Markt hat, bei aller Internationalität, durchaus regionale Unterschiede.
Wenn ein Kunstsammler ein Objekt der asiatischen Kunst verkaufen möchte, kann er oder sie das betreffende Stück selbstverständlich bei Christie´s oder einem anderen internationalen Auktionshaus einliefern bzw. seinem Händler zum Rückkauf anbieten.
Doch gerade bei einer umfangreichen Sammlung kann der Verkauf ein langwieriger Prozess sein. Zudem laufen Auktionsverkäufe nicht immer optimal. Denn durch Gebühren und Rücktransport unverkaufter Stücke kann sich der Erlös erheblich schmälern. Auch beim Weiterverkauf an andere Sammler gilt, dass man Zeit braucht, um den gewünschten Erlös zu erzielen.
Wenn sich also für einen passionierten Sammler die Frage stellt, ob und wie er/sie mit dem Verkauf von Objekten anfangen möchte, ist Asiatika-Ankauf ein kompetenter Partner.
Wir haben eine Reihe von Möglichkeiten, die auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten sind. Man kann z.B. sagen: "Die Objekte a, b und c werden nicht verkauft, doch für die Stücke d, e und f hätte ich gerne ein unkompliziertes, direktes Angebot oder einen Vermittlungsvorschlag."
Man kann auch sagen: "Ich habe eine Sammlung und würde gerne wissen, wie Sie das bestmögliche Vorgehen für den Verkauf der Stücke a bis f einschätzen."
Letztlich bekommen Sie dadurch eine weitere Expertenmeinung, die Ihnen weiter hilft.
Zum Verkauf durch internationale Auktionen sei noch angemerkt:
Es ist für bestimmte Objekte sehr wichtig, dass sie einem internationalen Publikum angeboten werden. Das heißt aber nicht, dass jedes hochwertige Kunstobjekt der asiatischen Kunst beliebig in eine hochwertige Auktion eingeliefert werden kann. Je besser das antike Stück platziert wird, je mehr es den Markt und den spezifischen Kundenstamm der Auktionshäuser trifft, desto höher kann es verkauft werden.
Es gibt Objekte, nicht nur chinesische Porzellane, sondern beispielsweise auch antike buddhistische Figuren, die in Deutschland bei Auktionen beachtliche Preise erzielen. Doch wenn dieselben Objekte auf einer anderen internationalen Plattform ihren Wert nochmal um das Vier- oder Fünffache steigern, ist man schon erstaunt.
Der Markt hat, bei aller Internationalität, durchaus regionale Unterschiede.
Sonntag, 18. April 2010
Buddhistische Kunst und Sammlungen - Aktuelle Objekte
Derzeit verfügbare Stücke sowie Ausschnitte aus Kunstsammlungen können hier eingesehen werden:
Collection of Buddhas
Antike Buddhafiguren aus Tibet, Sammlungen buddhistischer Kunst und weitere Objekte. Kontaktdaten auf der Seite direkt.
Collection of Buddhas
Antike Buddhafiguren aus Tibet, Sammlungen buddhistischer Kunst und weitere Objekte. Kontaktdaten auf der Seite direkt.
Sonntag, 11. April 2010
Die Kunst des Sammelns - vom Entdecken der feinen Unterschiede
Ohne bei dem Thema Kunst des Sammelns, das je nach Genre oder Sammelgebiet mit unterschiedlicher Spannung geladen ist, gleich ins Uferlose auszuschweifen, stelle ich hier einen Gesichtspunkt dar, der immerwieder eine Rolle spielt, wenn Kunstsammlungen verkauft werden sollen:
Die monetäre Intention der Besitzer.
Erst wenn eine Sammlung oder einzelne Objekte daraus verkauft werden sollen, zeigt sich der tatsächliche monetäre Wert der Sammlung. Das klingt wie selbstverständlich, ist aber in vielen Fällen unklar. Denn der Preis, der einmal für ein Objekt bezahlt worden ist, hat nur bedingte Aussagekraft. Es kann sein, dass das Zehnfache erlöst werden kann - hierbei kommt es nicht zuletzt auf die richtige Beratung und Herangehensweise an. Es kann aber ebenfalls sein, dass der heutige Markt den damaligen Preis nicht mehr hergibt.
Wenn jemand primär aus monetärem Interesse sammelt (Kunst kauft), dann kann das aus zwei Gründen genau die gegenteilige Wirkung haben. Erstens hat solch ein Sammler oftmals eine Preisgrenze im Kopf, unter der er nicht verkaufen kann, denn sonst entspräche es nicht seiner Gewinnerwartung. Das kann in einigen Fällen durchaus "mechanischen" Charakter haben. Zweitens aber, viel wichtiger, ist die Kaufentscheidung zu stark durch ein Profitdenken beeinflußt. Das kann die Qualität der Objekte, der Sammlung, die Besonderheit der Sammlung und den spezifischen Reiz der Zusammenstellung stark in Mitleidenschaft ziehen.
Wenn jemand mit Herz und Leidenschaft sammelt, entsteht ein anderes Ergebnis, als bei Sammlern, die allein "günstige Gelegenheiten" jagen und dann zuschlagen, wenn Sie denken, dass entsprechende Vergleichsobjekte einen deutlich höheren Wert haben.
Wer sich beim Erwerb von Kunstobjekten, antik oder nicht, unmittelbar auf die Objekte konzentriert, wer nicht nur Fachwissen ansammelt, sondern auch ein Gefühl, einen Sinn für die Objekte entwickelt, der hat auch unter monetären Gesichtspunkten mehr von seiner Sammlung.
Aufgrund der Erfahrungen mit Asiatika-Ankauf kann ich nur sagen, dass jeder Sammler immerwieder einzelne Stücke verkaufen sollte, um auch aus Verkäufersicht am Markt zu bleiben. Natürlich mit dem Nebeneffekt, dass durch den Erlös wieder weitere Ojekte erworben werden können.
Doch ganz ernsthaft: Auch wenn Sie bei guten Adressen gekauft haben, lassen Sie sich einmal unabhängig über Verkaufsmöglichkeiten beraten. Es kann einen erheblichen Unterschied ausmachen, wenn Sie durch Asiatika-Ankauf Objekte gezielt plazieren.
In den kommenden Tagen und Wochen möchten wir einige Sammler und Personen zur Kunst des Sammelns zu Wort kommen lassen. Selbstverständlich interessiert uns auch Ihre Meinung: Worauf kommt es für Sie persönlich beim Sammeln an?
Kommentieren Sie an: kontakt@asiatika-ankauf.de
Die monetäre Intention der Besitzer.
Erst wenn eine Sammlung oder einzelne Objekte daraus verkauft werden sollen, zeigt sich der tatsächliche monetäre Wert der Sammlung. Das klingt wie selbstverständlich, ist aber in vielen Fällen unklar. Denn der Preis, der einmal für ein Objekt bezahlt worden ist, hat nur bedingte Aussagekraft. Es kann sein, dass das Zehnfache erlöst werden kann - hierbei kommt es nicht zuletzt auf die richtige Beratung und Herangehensweise an. Es kann aber ebenfalls sein, dass der heutige Markt den damaligen Preis nicht mehr hergibt.
Wenn jemand primär aus monetärem Interesse sammelt (Kunst kauft), dann kann das aus zwei Gründen genau die gegenteilige Wirkung haben. Erstens hat solch ein Sammler oftmals eine Preisgrenze im Kopf, unter der er nicht verkaufen kann, denn sonst entspräche es nicht seiner Gewinnerwartung. Das kann in einigen Fällen durchaus "mechanischen" Charakter haben. Zweitens aber, viel wichtiger, ist die Kaufentscheidung zu stark durch ein Profitdenken beeinflußt. Das kann die Qualität der Objekte, der Sammlung, die Besonderheit der Sammlung und den spezifischen Reiz der Zusammenstellung stark in Mitleidenschaft ziehen.
Wenn jemand mit Herz und Leidenschaft sammelt, entsteht ein anderes Ergebnis, als bei Sammlern, die allein "günstige Gelegenheiten" jagen und dann zuschlagen, wenn Sie denken, dass entsprechende Vergleichsobjekte einen deutlich höheren Wert haben.
Wer sich beim Erwerb von Kunstobjekten, antik oder nicht, unmittelbar auf die Objekte konzentriert, wer nicht nur Fachwissen ansammelt, sondern auch ein Gefühl, einen Sinn für die Objekte entwickelt, der hat auch unter monetären Gesichtspunkten mehr von seiner Sammlung.
Aufgrund der Erfahrungen mit Asiatika-Ankauf kann ich nur sagen, dass jeder Sammler immerwieder einzelne Stücke verkaufen sollte, um auch aus Verkäufersicht am Markt zu bleiben. Natürlich mit dem Nebeneffekt, dass durch den Erlös wieder weitere Ojekte erworben werden können.
Doch ganz ernsthaft: Auch wenn Sie bei guten Adressen gekauft haben, lassen Sie sich einmal unabhängig über Verkaufsmöglichkeiten beraten. Es kann einen erheblichen Unterschied ausmachen, wenn Sie durch Asiatika-Ankauf Objekte gezielt plazieren.
In den kommenden Tagen und Wochen möchten wir einige Sammler und Personen zur Kunst des Sammelns zu Wort kommen lassen. Selbstverständlich interessiert uns auch Ihre Meinung: Worauf kommt es für Sie persönlich beim Sammeln an?
Kommentieren Sie an: kontakt@asiatika-ankauf.de
Mittwoch, 7. April 2010
Japanische Keramik (2) - Bizen-Keramik
Die Öfen der Bizen-Keramiken liegen in der Region um Okayama am inländischen Meer und haben eine uralte Tradition der Keramikherstellung. Berühmtheit erlangten die Keramiken allerdings erst im späten 16. Jahrhundert, als sie von den Anhängern der Teezeremonie gefördert wurden, da sie auf Grund der matten, dunklen Farbtöne deren künstlerischen Idealen entsprachen. Bizen-Keramik unterscheidet sich beträchtlich von den Keramiken anderer Öfen und ist leicht an ihrem rötlichen Scherben zu erkennen.
Die verwandte Tonerde ist so dick und zäh, dass sie sich kaum zu Herstellung von Keramiken eignet, doch die Töpfer haben herausgefunden, dass wenn sie die Keramik über lange Zeit bei einer niedrigen Temperatur brennen und danach für lange Zeit auskühlen lassen, ein kompaktes Steingut mit einer glatten, fast metallischen Oberfläche herauskommt.
Die Oberflächentextur der Bizen-Keramik wirkt aufgrund des längeren, doch weniger heißen Brennens zarter als die anderer Keramiken.
Im 16. Jahrhundert hatten die Töpfer des Bizen diese Technik so perfektioniert, dass sie begannen ihr Steingut mit Dekor zu versehen und dem Geschmack der Anhänger der Teezeremonie zuzuarbeiten. Z.B umwickelte man das Steingut mit Stroh, was durch die Verbrennung dunklere Streifen auf dem hellen Tonkörper hinterließ, die so genannten hidasuki (Feuerstreifen). Oder man stülpte auf flache Schalen und Behälter kleine Tassen, die beim Brennen dann bewirkten, dass unglasierte Rundungen zurückblieben, die gegen die gefleckte, zuckerfarbige Ascheglasur hervorstachen.
Beitrag: lkr
Die verwandte Tonerde ist so dick und zäh, dass sie sich kaum zu Herstellung von Keramiken eignet, doch die Töpfer haben herausgefunden, dass wenn sie die Keramik über lange Zeit bei einer niedrigen Temperatur brennen und danach für lange Zeit auskühlen lassen, ein kompaktes Steingut mit einer glatten, fast metallischen Oberfläche herauskommt.
Die Oberflächentextur der Bizen-Keramik wirkt aufgrund des längeren, doch weniger heißen Brennens zarter als die anderer Keramiken.
Im 16. Jahrhundert hatten die Töpfer des Bizen diese Technik so perfektioniert, dass sie begannen ihr Steingut mit Dekor zu versehen und dem Geschmack der Anhänger der Teezeremonie zuzuarbeiten. Z.B umwickelte man das Steingut mit Stroh, was durch die Verbrennung dunklere Streifen auf dem hellen Tonkörper hinterließ, die so genannten hidasuki (Feuerstreifen). Oder man stülpte auf flache Schalen und Behälter kleine Tassen, die beim Brennen dann bewirkten, dass unglasierte Rundungen zurückblieben, die gegen die gefleckte, zuckerfarbige Ascheglasur hervorstachen.
Beitrag: lkr
Dienstag, 30. März 2010
Einige Gedanken zum Sammeln und zum Kauf aus privater Sammlung
Für Kunstfreunde kann es im Grunde nichts Schöneres geben, als aus einer privaten Kunstsammlung heraus direkt ein Objekt zu erwerben. Wenn Sie eine Sammlung antiker asiatischer Kunst besichtigen und sich direkt mit dem Besitzer über Verkaufsmöglichkeiten abstimmen, entsteht nicht nur ein hoher persönlicher Bezug zu den Objekten, sondern gerade der Instinkt des Sammelns, das Suchen, das Jagen und Sammeln, macht es so spannend.
Das macht den Reiz und besonderen Flair eines derartigen Privatkaufs aus. Darüber hinaus entfällt die Aufmerksamkeit des Marktes - die Objekte bleiben, wie man so schön sagt, „marktfrisch“.
Wie sehen private Sammlungen konkret aus?
In der Tat ist es in der Praxis so, dass viele Sammler nicht systematisch sammeln bzw. dass sie ihr eigenes System, ihren eigenen Geschmack haben und diesem folgen. Das ist sicherlich nicht verkehrt, doch wenn es an den Verkauf geht, kommt es auf den Marktwert der Objekte an. Hier spielen sowohl die Objekte an sich eine Rolle, als auch die Fragen, inwiefern die Provenienzen dokumentiert sind und die Objekte als Sammlung einen Sinn ergeben.
In vielen Fällen achten Sammler zum Zeitpunkt des Kaufs in erster Linie darauf, ob ihnen ein Objekt gefällt oder nicht. Die Wiederverkaufsmöglichkeiten werden oft nicht berücksichtigt. Jeder Kauf einer (hochwertigen) Antiquität stellt eine Wertanlage dar. Doch nur, wenn man sich über die Wertigkeit des Objekts und über die Marksituation im Klaren ist, kann man eine Sammlung auch als „Wertanlage“ realisieren.
Wenn man regelmäßig Objekte der asiatischen Kunst erwirbt, sollte man sich daher mit Experten über Wert und Verkaufsmöglichkeiten abstimmen.
Wenn Sie übrigens bei den hochwertigen Auktionshäusern kaufen, haben Sie in der Regel eine gute Referenz. Es wäre jedoch falsch, sich allein auf den Ruf von Auktionshäusern zu verlassen. Gerade bei kleinen Häusern, die keine eigenen Spezialisten für Asiatische Kunst haben, kann es nicht schaden, einen unabhängigen Rat einzuholen.
Anregungen und Kommentare gerne willkommen.
Das macht den Reiz und besonderen Flair eines derartigen Privatkaufs aus. Darüber hinaus entfällt die Aufmerksamkeit des Marktes - die Objekte bleiben, wie man so schön sagt, „marktfrisch“.
Wie sehen private Sammlungen konkret aus?
In der Tat ist es in der Praxis so, dass viele Sammler nicht systematisch sammeln bzw. dass sie ihr eigenes System, ihren eigenen Geschmack haben und diesem folgen. Das ist sicherlich nicht verkehrt, doch wenn es an den Verkauf geht, kommt es auf den Marktwert der Objekte an. Hier spielen sowohl die Objekte an sich eine Rolle, als auch die Fragen, inwiefern die Provenienzen dokumentiert sind und die Objekte als Sammlung einen Sinn ergeben.
In vielen Fällen achten Sammler zum Zeitpunkt des Kaufs in erster Linie darauf, ob ihnen ein Objekt gefällt oder nicht. Die Wiederverkaufsmöglichkeiten werden oft nicht berücksichtigt. Jeder Kauf einer (hochwertigen) Antiquität stellt eine Wertanlage dar. Doch nur, wenn man sich über die Wertigkeit des Objekts und über die Marksituation im Klaren ist, kann man eine Sammlung auch als „Wertanlage“ realisieren.
Wenn man regelmäßig Objekte der asiatischen Kunst erwirbt, sollte man sich daher mit Experten über Wert und Verkaufsmöglichkeiten abstimmen.
Wenn Sie übrigens bei den hochwertigen Auktionshäusern kaufen, haben Sie in der Regel eine gute Referenz. Es wäre jedoch falsch, sich allein auf den Ruf von Auktionshäusern zu verlassen. Gerade bei kleinen Häusern, die keine eigenen Spezialisten für Asiatische Kunst haben, kann es nicht schaden, einen unabhängigen Rat einzuholen.
Anregungen und Kommentare gerne willkommen.
Dienstag, 23. März 2010
Aus einer Anfrage an Asiatika-Ankauf per Post !!
(Auszug aus der Anfrage)---
---
Mit Freude entdeckte ich unlängst Ihre "Asiatika-Ankaufs Plattform" im Internet. Ich bin seit mehreren Jahren Sammler asiatischer Kunst und bin an einem Punkt angekommen, daß ich mich von einigen Stücken trennen möchte bzw. deren derzeitigen Marktwert erfahren möchte, wenn sich kein geeigneter Interessent ausmachen läßt.
In der Anlage übersende ich Ihnen Fotos von den Objekten mit nachstehender Beschreibung und Detailinformationen.
(...)
Zu meiner Art der Kontaktaufnahme sei noch anzumerken, daß ich über keinen eigenen PC verfüge, der es mir erlaubt, mit Ihnen in Verbindung zu treten. Ich habe deshalb diesen Weg gewählt, und hoffe dies ist machbar. Ich möchte Sie bitten, die Bilder nach Ihrer Begutachtung mir wieder komplett zu retournieren. Es sind im Moment die einzigen die ich besitze. Freirückumschlag anbei. Ich hoffe weiterhin, daß die Qualität der Fotos zur Begutachtung ausreicht.
(Ende Anfrage)---
Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an den Herren.
Wenn man Asiatika-Ankauf im Internet organisiert, ist man natürlich besonders stolz, damit auch Sammler zu erreichen, die über keinen eigenen PC verfügen!!
---
Mit Freude entdeckte ich unlängst Ihre "Asiatika-Ankaufs Plattform" im Internet. Ich bin seit mehreren Jahren Sammler asiatischer Kunst und bin an einem Punkt angekommen, daß ich mich von einigen Stücken trennen möchte bzw. deren derzeitigen Marktwert erfahren möchte, wenn sich kein geeigneter Interessent ausmachen läßt.
In der Anlage übersende ich Ihnen Fotos von den Objekten mit nachstehender Beschreibung und Detailinformationen.
(...)
Zu meiner Art der Kontaktaufnahme sei noch anzumerken, daß ich über keinen eigenen PC verfüge, der es mir erlaubt, mit Ihnen in Verbindung zu treten. Ich habe deshalb diesen Weg gewählt, und hoffe dies ist machbar. Ich möchte Sie bitten, die Bilder nach Ihrer Begutachtung mir wieder komplett zu retournieren. Es sind im Moment die einzigen die ich besitze. Freirückumschlag anbei. Ich hoffe weiterhin, daß die Qualität der Fotos zur Begutachtung ausreicht.
(Ende Anfrage)---
Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an den Herren.
Wenn man Asiatika-Ankauf im Internet organisiert, ist man natürlich besonders stolz, damit auch Sammler zu erreichen, die über keinen eigenen PC verfügen!!
Freitag, 19. März 2010
Japanische Keramik (1) - Seto-Keramik
Die ersten Keramiken in Japan im Stil des Seto erschienen im 13. Jahrhundert. Die Seto-Keramik entstand im Versuch die grünlichen Seladongefäße, die in der chinesischen Song-Dynastie nach Japan importiert wurden, zu imitieren. Die Importe waren so spärlich und teuer, dass sich nur der Adel diese leisten konnte und so versuchten die Töpfer von Seto sie der breiten Masse zugänglich zu machen. Der Versuch der Imitation scheiterte. Als einzige Ausnahme sind die Teeschalen Temmoku zu nennen, die mit Eisenoxid glasierten Teeschalen sind oft nur schwer von den chinesischen Originalen zu unterscheiden.Die Töpfer experimentierten mit helleren Glasuren und nahmen dann die Produktion der typischen Seto-Keramik auf. Dazu gehören Gegenstände für buddhistische Zeremonien, Begräbnisse, Teetassen und –Büchsen, Krüge mit breiter Öffnung und Gießgefäße mit Taille.
Ein spezifisches Merkmal der Seto-Keramik ist die „Welke-Blatt-Glasur", die in Tönungen von einer blassen Strohfarbe über ein blasses Grün bis hin zu braun und schwarz erscheint. Die frühe Seto-Keramik zeichnet sich durch ein Unterglasurdekor aus. Eingepresste oder eingeritze Blumen, wie Päonien und Lotus, sowie verschnörkelte Blätter, Fische, Wellen und abstrakte Kommaformen oder runde Felder. Es gibt auch einige Dekore, die appliziert wurden, die den Keramiken ein dreidimensioniales Ornament verliehen. Das Unterglasurdekor verschwindet im laufe der folgenden Muromachi-Zeit allmählich, durch die Entbehrungen des Bürgerkrieges und der strengen Ordnung der Teezeremonie, die sich zum Kult zu entwickeln begann.
Beitrag: lkr
Freitag, 12. März 2010
Kommentar zu: "Das Problem der Altersbestimmung früher chinesischer Keramik"
Ich danke für die anregenden Fragen bzgl. des Themas "Authentizität und Fälschung"!
Selbstverständlich reicht die unten geäußerte Kritik am "Glauben" an die TL-Methode noch weiter, denn es geht gerade auch bei antiken Kunstobjekten um Geschmack, Trends, um Gefallen und um den Glauben an die Objekte. Unzählige Objekte werden rafiniert restauriert, Einzelheiten erneuert oder gar ausgetauscht, einzelne Stellen nachpatiniert usw. all dies sieht oft nicht einmal das geschulte Auge. Im Grunde handelt es oft um reine Schönheitsoperationen an den Objekten.
Die folgenden Fragen aus einem Schreiben deuten zurecht auf den Kern dieser Problematik: "Wann ist ein Objekt noch konserviert, restauriert oder für den Kunstmarkt „zum Wohlgefallen des Käufers“ wieder im nahezu Originalzustand wiederhergestellt? Wieviel Prozent eines Objektes dürfen ergänzt oder restauriert sein?
Welche neuen Restaurierungsmethoden gibt es?"
Das sind äußerst spannende Fragen, die zugleich ein kritisches Licht auf den Kunstmarkt werfen. Ich möchte folgendes Beispiel anführen: Ich hatte eine sehr schöne, blaugrundige, mit Gold bemalte Porzellanvase aus der Guangxu-Zeit. Auf der Innenseite befand sich an der Lippe ein Haarriss. Dieser wurde, als die Vase in eine Auktion kam, mit Laser gesäubert, und anschließend mit einer besonderen Masse gefüllt. Man konnte ihn hinterher weder mit bloßem Auge sehen noch fühlen. Selbstverständlich hätte er den Klang einer Porzellanschale immernoch gestört, doch es war eine Vase, daher stellte sich dieses Problem nicht.
Es stellt sich die Frage: Macht es für uns als Käufer wirklich einen so großen Unterschied, ob man den Haarriss sieht oder aufgrund der modernen Restauration nicht mehr bemerkt? Gefällt die Vase jetzt besser? Oder gefällt Sie uns sogar weniger, sobald wir von der Restauration erfahren?
Mir persönlich wäre in diesem Fall der unrestaurierte Zustand lieber - doch es gibt eben auch Fälle, bei denen eine Restauration unerläßlich ist.
Selbstverständlich reicht die unten geäußerte Kritik am "Glauben" an die TL-Methode noch weiter, denn es geht gerade auch bei antiken Kunstobjekten um Geschmack, Trends, um Gefallen und um den Glauben an die Objekte. Unzählige Objekte werden rafiniert restauriert, Einzelheiten erneuert oder gar ausgetauscht, einzelne Stellen nachpatiniert usw. all dies sieht oft nicht einmal das geschulte Auge. Im Grunde handelt es oft um reine Schönheitsoperationen an den Objekten.
Die folgenden Fragen aus einem Schreiben deuten zurecht auf den Kern dieser Problematik: "Wann ist ein Objekt noch konserviert, restauriert oder für den Kunstmarkt „zum Wohlgefallen des Käufers“ wieder im nahezu Originalzustand wiederhergestellt? Wieviel Prozent eines Objektes dürfen ergänzt oder restauriert sein?
Welche neuen Restaurierungsmethoden gibt es?"
Das sind äußerst spannende Fragen, die zugleich ein kritisches Licht auf den Kunstmarkt werfen. Ich möchte folgendes Beispiel anführen: Ich hatte eine sehr schöne, blaugrundige, mit Gold bemalte Porzellanvase aus der Guangxu-Zeit. Auf der Innenseite befand sich an der Lippe ein Haarriss. Dieser wurde, als die Vase in eine Auktion kam, mit Laser gesäubert, und anschließend mit einer besonderen Masse gefüllt. Man konnte ihn hinterher weder mit bloßem Auge sehen noch fühlen. Selbstverständlich hätte er den Klang einer Porzellanschale immernoch gestört, doch es war eine Vase, daher stellte sich dieses Problem nicht.
Es stellt sich die Frage: Macht es für uns als Käufer wirklich einen so großen Unterschied, ob man den Haarriss sieht oder aufgrund der modernen Restauration nicht mehr bemerkt? Gefällt die Vase jetzt besser? Oder gefällt Sie uns sogar weniger, sobald wir von der Restauration erfahren?
Mir persönlich wäre in diesem Fall der unrestaurierte Zustand lieber - doch es gibt eben auch Fälle, bei denen eine Restauration unerläßlich ist.
Das Problem der Altersbestimmung bei früher chinesischer Keramik
Frühe chinesische Keramiken werden derzeit sehr verhalten gehandelt, da die Methoden der Fälscher immer stärker die Spezialisten herausfordern.
Hier aus einem Briefwechsel:
"Die Problematik liegt übrigens in der bisher gültigen TL-Messmethode. Hier wurde nur das Alter der Proben bestimmt.
Diese gilt übrigens auch für Oxford Tests. Da ja bisher Oxford Tests als unangreifbar galten, haben wir etliche x-ray Tests auch bei Oxford Objekten durchführen lassen. Die Ergebnisse sprechen für sich. Nach einem Briefwechsel mit Frau Stoneham kam aus Oxford die Antwort:“ Um die Authentizität eines Terrakottaobjektes festzustellen, sind mindestens 4 Untersuchungsmethoden erforderlich. Problem: Keiner will die hohen Kosten übernehmen.“ Damit hat wohl die alleinige TL-Messmethode ihre Bedeutung verloren (gilt ab sofort für Kotalla + Oxford)."
Dies ist eine deutliche Kritik an der Auffassung, ein Thermolumineszenz-Gutachten (TL-Test) könnte die Authentizität einer Kermaik sicherstellen. Offensichtlich ist man selbst in Oxford der Ansicht, dass diese Methode alleine nicht mehr ausreicht. Raffinierte Repliken und Fälschungen werden beispielsweise aus pulverisierten Kermamikscherben gefertigt, die tatsächlich ein altes Brenndatum haben. Da der TL-Test nur eine Probe des gebrannten Materials untersucht, stimmt zwar das Alter des ungefähren Brennzeitpunkts, doch man hat immer noch keinen Aufschluss darüber, ob das vorliegende Objekt tatsächlich authentisch ist oder nicht.
Hier aus einem Briefwechsel:
"Die Problematik liegt übrigens in der bisher gültigen TL-Messmethode. Hier wurde nur das Alter der Proben bestimmt.
Diese gilt übrigens auch für Oxford Tests. Da ja bisher Oxford Tests als unangreifbar galten, haben wir etliche x-ray Tests auch bei Oxford Objekten durchführen lassen. Die Ergebnisse sprechen für sich. Nach einem Briefwechsel mit Frau Stoneham kam aus Oxford die Antwort:“ Um die Authentizität eines Terrakottaobjektes festzustellen, sind mindestens 4 Untersuchungsmethoden erforderlich. Problem: Keiner will die hohen Kosten übernehmen.“ Damit hat wohl die alleinige TL-Messmethode ihre Bedeutung verloren (gilt ab sofort für Kotalla + Oxford)."
Dies ist eine deutliche Kritik an der Auffassung, ein Thermolumineszenz-Gutachten (TL-Test) könnte die Authentizität einer Kermaik sicherstellen. Offensichtlich ist man selbst in Oxford der Ansicht, dass diese Methode alleine nicht mehr ausreicht. Raffinierte Repliken und Fälschungen werden beispielsweise aus pulverisierten Kermamikscherben gefertigt, die tatsächlich ein altes Brenndatum haben. Da der TL-Test nur eine Probe des gebrannten Materials untersucht, stimmt zwar das Alter des ungefähren Brennzeitpunkts, doch man hat immer noch keinen Aufschluss darüber, ob das vorliegende Objekt tatsächlich authentisch ist oder nicht.
Donnerstag, 11. März 2010
Die Handhaltung (Mudra) der buddhistischen Skulptur (1.Teil)
Buddhas und buddhistische Figuren haben vielfältige Handhaltungen (Mudras) sowie Attribute. Diese verleihen den Buddhafiguren nicht nur Bedeutungen, sondern sie verändern auch den Blick des Betrachters. Hier einige Stichworte zu einigen häufigen Mudras von Buddhafiguren:
Abhaya Mudra
Die Haltung der rechten Hand nach oben mit flacher, nach vorne gerichteter Handfläche symbolisiert die Furchtlosigkeit bzw. das Wohlwollen, die Mildtätigkeit des Buddha. Es gibt zwar eine buddhistische Anekdote, wonach der historische Buddha angesichts eines wilden Elefanten die Hand hob und das Tier dadurch beruhigte. Doch das Abhaya-Mudra ist vielmehr als ein Zeichen der Güte des Buddha zu verstehen. Es signalisiert den Gläubigen, dass sie keine Furcht und Ängste zu haben brauchen.
Varada Mudra
Diese Handhaltung (Hand nach unten gerichtet, Handfläche nach vorne gedreht) steht für die „Wunschgewährung“. Bei sitzenden Figuren liegt die geöffnete Hand mit nach vorne gerichteter Handfläche über dem Oberschenkel. Das Varada Mudra steht neben der Wunschgewährung auch für das Mitgefühl Buddhas und seine Absicht, der Erlösung der Menschen zu dienen. Der Wunsch der Menschen nach Erlösung vom Leid soll demnach gewährt werden.
Vitarka Mudra
Bei dieser Handhaltung berühren sich Zeigefinger (oder Mittelfinger) und Daumen, während die übrigen Finger gestreckt bleiben. Der Medizin-Buddha (Bhaishajyaguru) hält beispielsweise die rechte Hand in Varada Mudra, wobei dann der Zeigefinger den Daumen berührt, womit es die Haltung Vitarka-Mudra wird.
Der geschlossene Kreis von Zeigefinger und Daumen symbolisiert die Perfektion, die Erleuchtung. Das Vitarka Mudra steht für Dharma, die Lehre Buddhas.
Dharmachakra Pravartana Mudra
Das Mudra des "Drehen des Dharma-Rads" symbolisiert das Lehren des Dharma durch den historischen Buddha. Genauer, es soll an die erste Lehrrede des Buddha erinnern, die er nach seiner Erleuchtung vor seinen Schülern in Sarnath hielt. Bei dieser Haltung befinden sich beide Hände in Vitarka Mudra, und sind gleichzeitig nahe zur Brust gehalten. Daumen und Zeigefinger müssen sich nicht zwingend berühren. In der Regel wird dieses Mudra nur bei Shakyamuni-Darstellungen verwendet, aber auch bei Figuren des Buddha Maitreya. Es mag sein, dass Räder auf den Handflächen des Buddha dargestellt werden, oder auch z.B. auf dem Sockel, die ebenfalls das Rad der Lehre Buddhas symbolisieren, welches durch seine erste Predigt in Gang gesetzt wurde.
Abhaya Mudra
Die Haltung der rechten Hand nach oben mit flacher, nach vorne gerichteter Handfläche symbolisiert die Furchtlosigkeit bzw. das Wohlwollen, die Mildtätigkeit des Buddha. Es gibt zwar eine buddhistische Anekdote, wonach der historische Buddha angesichts eines wilden Elefanten die Hand hob und das Tier dadurch beruhigte. Doch das Abhaya-Mudra ist vielmehr als ein Zeichen der Güte des Buddha zu verstehen. Es signalisiert den Gläubigen, dass sie keine Furcht und Ängste zu haben brauchen.
Varada Mudra
Diese Handhaltung (Hand nach unten gerichtet, Handfläche nach vorne gedreht) steht für die „Wunschgewährung“. Bei sitzenden Figuren liegt die geöffnete Hand mit nach vorne gerichteter Handfläche über dem Oberschenkel. Das Varada Mudra steht neben der Wunschgewährung auch für das Mitgefühl Buddhas und seine Absicht, der Erlösung der Menschen zu dienen. Der Wunsch der Menschen nach Erlösung vom Leid soll demnach gewährt werden.
Vitarka Mudra
Bei dieser Handhaltung berühren sich Zeigefinger (oder Mittelfinger) und Daumen, während die übrigen Finger gestreckt bleiben. Der Medizin-Buddha (Bhaishajyaguru) hält beispielsweise die rechte Hand in Varada Mudra, wobei dann der Zeigefinger den Daumen berührt, womit es die Haltung Vitarka-Mudra wird.
Der geschlossene Kreis von Zeigefinger und Daumen symbolisiert die Perfektion, die Erleuchtung. Das Vitarka Mudra steht für Dharma, die Lehre Buddhas.
Dharmachakra Pravartana Mudra
Das Mudra des "Drehen des Dharma-Rads" symbolisiert das Lehren des Dharma durch den historischen Buddha. Genauer, es soll an die erste Lehrrede des Buddha erinnern, die er nach seiner Erleuchtung vor seinen Schülern in Sarnath hielt. Bei dieser Haltung befinden sich beide Hände in Vitarka Mudra, und sind gleichzeitig nahe zur Brust gehalten. Daumen und Zeigefinger müssen sich nicht zwingend berühren. In der Regel wird dieses Mudra nur bei Shakyamuni-Darstellungen verwendet, aber auch bei Figuren des Buddha Maitreya. Es mag sein, dass Räder auf den Handflächen des Buddha dargestellt werden, oder auch z.B. auf dem Sockel, die ebenfalls das Rad der Lehre Buddhas symbolisieren, welches durch seine erste Predigt in Gang gesetzt wurde.
Mittwoch, 3. März 2010
Eine feine Sammlung buddhistischer Figuren - im Verkauf bis 4.4.2010
Eine kleine Sammlung mit hochwertiger buddhistischer Kunst steht zum Verkauf.
Zur Ansicht bitte auf diese Seite gehen:
http://www.asiatika-ankauf.de/collection-of-buddhas.htm
Die Buddha-Figuren sind sehr fein gearbeitet, unbeschädigt, unrestauriert, die Bodenplatten in den meisten Fällen geschlossen. Die drei Mahasiddas sind besonders außergewöhnlich und selten im Handel zu sehen.
Im Bereich Buddhistischer Skulptur sollen unter dem angegebenen Link regelmäßig buddhistische Figuren angeboten werden.
Für genauere Informationen bzgl. der Buddhafiguren sowie für generelle Informationen zum Verkauf hochwertiger antiker Kunst aus Sammlungen bitte ich um Kontaktaufnahme direkt mit Asiatika-Ankauf.de
Zur Ansicht bitte auf diese Seite gehen:
http://www.asiatika-ankauf.de/collection-of-buddhas.htm
Die Buddha-Figuren sind sehr fein gearbeitet, unbeschädigt, unrestauriert, die Bodenplatten in den meisten Fällen geschlossen. Die drei Mahasiddas sind besonders außergewöhnlich und selten im Handel zu sehen.
Im Bereich Buddhistischer Skulptur sollen unter dem angegebenen Link regelmäßig buddhistische Figuren angeboten werden.
Für genauere Informationen bzgl. der Buddhafiguren sowie für generelle Informationen zum Verkauf hochwertiger antiker Kunst aus Sammlungen bitte ich um Kontaktaufnahme direkt mit Asiatika-Ankauf.de
Mittwoch, 17. Februar 2010
Feedback auf Asiatika-Ankauf!
Sehr geehrter Herr Spurny,
herzlichen Dank für Ihre interessante, ausführliche und sehr sachkundige
Antwort.
Ich habe via Mail wenige Personen bzw. „Institutionen“ angeschrieben,
von denen ich im Internet intuitiv den Eindruck hatte, dass ich auf
meine Frage zufriedenstellende Auskünfte bekommen würde.
Sie sind jedoch a) der Einzige mit großer Fachkenntnis, der sich b) die
Mühe machte, mir zu antworten und nicht „geifern“, die Figur zu
erwerben.
(...)
Ein Verkauf der Figur steht nicht zur Debatte. Das Wort „nie“ vermeide ich
tunlichst.
So wie in der TV-Serie „Kunst und Krempel“ wurde ich von Ihnen „schlau
gemacht“.
Dafür nochmals meinen Dank.
- - - - -
Über so ein Feedback freut man sich doch immer! Vielen Dank.
herzlichen Dank für Ihre interessante, ausführliche und sehr sachkundige
Antwort.
Ich habe via Mail wenige Personen bzw. „Institutionen“ angeschrieben,
von denen ich im Internet intuitiv den Eindruck hatte, dass ich auf
meine Frage zufriedenstellende Auskünfte bekommen würde.
Sie sind jedoch a) der Einzige mit großer Fachkenntnis, der sich b) die
Mühe machte, mir zu antworten und nicht „geifern“, die Figur zu
erwerben.
(...)
Ein Verkauf der Figur steht nicht zur Debatte. Das Wort „nie“ vermeide ich
tunlichst.
So wie in der TV-Serie „Kunst und Krempel“ wurde ich von Ihnen „schlau
gemacht“.
Dafür nochmals meinen Dank.
- - - - -
Über so ein Feedback freut man sich doch immer! Vielen Dank.
Montag, 15. Februar 2010
Kommentar zum vorangegangenen Beitrag: "...Marktumfeld für Antike Asiatische Kunst"
Aus Anlass eines anonymen Kommentars (Danke an dieser Stelle) hier einige Gedanken zur "Verunglimpfung des Kunstmarkts".
Aus dem Kommentar:
Hierzu:
Es gibt in der Tat einige Auktionshäuser, die sich diese Kritik gefallen lassen müssen. Es sollen keine Namen genannt werden, doch in der Tat verkaufen einige Häuser (auch renomierte Namen) falsch datiert Objekte.
Sei es aus Absicht oder sei es, weil sie den falschen "Experten" vertrauen, für solche Häuser zählt im Grunde das schnelle Geld. Denn, das ist bekannt, niemand kann ein falsch gekauftes Objekt an die Auktionshäuser zurückgeben.
Eine Antiquität kann man nicht einfach konsumieren, wie etwa ein Paar Schuhe oder eine Handtasche. Man benötigt Fachwissen, das man sich entweder selbst erarbeitet oder bei dem man auf Experten vertraut.
Das wiederum, der Verlust der Leichtigkeit und des Vertrauens, wirkt sich schädlich auf den Handel mt antiker asiatischer Kunst aus. Darauf wollte der Beitrag unten hinaus, denke ich.
Jedes Auktionshaus, das falsch datierte Objekte anbietet, schadet dem Marktumfeld für Antike Asiatische Kunst, und letztlich sich selbst. - Doch leider ist es so, dass für einige der Asiatika-Bereich völlig einbrechen würde, wenn sie sich nurmehr auf authentische Objekte konzentrieren würden.
Aus dem Kommentar:
Ausserdem bleibt doch festzuhalten, dass meist nicht die Kunsthändler die betrüger sind, sondern die Auktionshäuser, die sich hinter dem Mantel der Einlieferer verstecken.
Schauen Sie selber auf den einschlägigen Internetseiten der Auktionshäuser, sie selbst werden feststellen, dass dort bewusst der Kunstmarkt verunglimpflicht wird.
Hierzu:
Es gibt in der Tat einige Auktionshäuser, die sich diese Kritik gefallen lassen müssen. Es sollen keine Namen genannt werden, doch in der Tat verkaufen einige Häuser (auch renomierte Namen) falsch datiert Objekte.
Sei es aus Absicht oder sei es, weil sie den falschen "Experten" vertrauen, für solche Häuser zählt im Grunde das schnelle Geld. Denn, das ist bekannt, niemand kann ein falsch gekauftes Objekt an die Auktionshäuser zurückgeben.
Eine Antiquität kann man nicht einfach konsumieren, wie etwa ein Paar Schuhe oder eine Handtasche. Man benötigt Fachwissen, das man sich entweder selbst erarbeitet oder bei dem man auf Experten vertraut.
Das wiederum, der Verlust der Leichtigkeit und des Vertrauens, wirkt sich schädlich auf den Handel mt antiker asiatischer Kunst aus. Darauf wollte der Beitrag unten hinaus, denke ich.
Jedes Auktionshaus, das falsch datierte Objekte anbietet, schadet dem Marktumfeld für Antike Asiatische Kunst, und letztlich sich selbst. - Doch leider ist es so, dass für einige der Asiatika-Bereich völlig einbrechen würde, wenn sie sich nurmehr auf authentische Objekte konzentrieren würden.
Sonntag, 14. Februar 2010
Der Einfluss von Repliken und Dekorativer Kunst auf das Marktumfeld für Antike Asiatische Kunst
In den vergangen Jahren hat sich der Markt für Asiatische Kunst und besonders für chinesische Antiquitäten stark gewandelt. Zum einen hat die Anzahl an Repliken, billigen Imitaten und Dekorationsartikeln erheblich zugenommen. Darüber hinaus sind diese Artikel aufgrund der Internationalisierung der Weltmärkte im heutigen, elektronischen Zeitalter nahezu überall verfügbar. Zum anderen gibt es immer mehr Unternehmen, welche die Trends und Geschmäcker im Interieur-Bereich bedienen.
Beispielsweise hat jede größere Stadt ein China-Einrichtungshaus, in dem allerlei Kunst und Kitsch verkauft wird – und eben auch frische Repliken der klassischen antiken Objekte Chinas, z.B. Porzellanvasen im Stil der Kangxi-Zeit, Buddhafiguren, die gezielt den Eindruck von Alter und Alterspatina erwecken sollen und dergleichen. Und gerade die Möbelimporteure fallen in diesem Zusammenhang auf. Sie lassen in China alte Möbelstücke restaurieren, die dort auf Touren durch ländliche Gegenden aufgekauft wurden. In restauriertem Zustand handelt es sich um recht ansehnliche Möbelstücke, die hierzulande ein Lifestyle-Gefühl von „Harmonie, China, Antik, Exotisch …“ bedienen.
Diese Trends wirken sich jedoch auch auf dem Markt für authentische antike Kunst Ostasiens aus. Denn jeder, der vor 20/30 Jahren ein antikes chinesisches Möbelstück oder eine schöne Porzellanvase suchte, kam durchaus als Kunde für den klassischen Kunst- und Antiquitätenhandel, für eine Galerie mit antiker asiatischer Kunst, in Frage.
Jemand, der allein nach dem Geschmack kauft, kann auch eine authentische Antiquität kaufen. Für manche "wertlose" Neuware wird mitunter sogar mehr bezahlt, als für ein authentisches Stück – vermutlich deshalb, weil den Käufern der Markt für antike asiatische Kunst einfach nicht zugänglich ist. Sie müssten gezielt nach spezialisierten Händlern suchen, tun es aber nicht, weil sie einfach nur ein schönes, dekoratives Objekt suchen, nicht explizit eine Antiquität. Daher greift der Einrichtungs- und Dekorationshandel diesen Kundenkreis ab.
Doch der Antiquitäten-Handel trägt eine große Mitverantwortung, wenn die Kunden lieber den China-Importeur aufsuchen, anstatt in der Antik-Galerie vorbeizuschauen. Denn wenn Antiquitäten-Händler mit bestem Wissen Preise verlangen, die jenseits von gut und böse sind, wenn sie den Leuten buchstäblich Schrott andrehen, dann braucht sich keiner zu wundern, dass kein Kunde ein zweites Mal kommt. Da haben es, um einmal Berlin als Beispiel zu wählen, die Händler an der Strasse des 17. Juni leicht – Denn wer Touristen das Geld aus der Tasche zieht (Preis vs. Qualität!?), der rechnet sowieso nicht damit, dass jemand ein zweites Mal kommt.
Wie dem auch sei, authentische asiatische Kunst bedeutet für viele Sammler mehr als nur ein Sammelgebiet, es ist eine Leidenschaft. Der Sammler ist oft ein wahrer Kenner seines Gebietes. Das Marktumfeld für antike asiatische Kunst verändert sich aufgrund der Internationalisierung und der Verstärkung von Trends im „Asiatika“-Handel dahingehend, das die Spezialisierung der Sammler bzw. der Käufer von authentischen Stücken zunimmt. Wenn diese Überlegung richtig ist, dann handelt es sich bei den Kunden des Marktes für antike asiatische Kunst zunehmend um einen internationalen, spezialisierten Kreis von Kennern, Liebhabern und Freunden der Ostasiatischen Kunst.
Man kann ja, um den Gedanken weiter zu spinnen, einmal gezielt Ausschau halten, mit welchen Mitteln die großen Auktionshäuser und Galerien versuchen, neue Kunden (jüngere Generationen) zu gewinnen...
Beispielsweise hat jede größere Stadt ein China-Einrichtungshaus, in dem allerlei Kunst und Kitsch verkauft wird – und eben auch frische Repliken der klassischen antiken Objekte Chinas, z.B. Porzellanvasen im Stil der Kangxi-Zeit, Buddhafiguren, die gezielt den Eindruck von Alter und Alterspatina erwecken sollen und dergleichen. Und gerade die Möbelimporteure fallen in diesem Zusammenhang auf. Sie lassen in China alte Möbelstücke restaurieren, die dort auf Touren durch ländliche Gegenden aufgekauft wurden. In restauriertem Zustand handelt es sich um recht ansehnliche Möbelstücke, die hierzulande ein Lifestyle-Gefühl von „Harmonie, China, Antik, Exotisch …“ bedienen.
Diese Trends wirken sich jedoch auch auf dem Markt für authentische antike Kunst Ostasiens aus. Denn jeder, der vor 20/30 Jahren ein antikes chinesisches Möbelstück oder eine schöne Porzellanvase suchte, kam durchaus als Kunde für den klassischen Kunst- und Antiquitätenhandel, für eine Galerie mit antiker asiatischer Kunst, in Frage.
Jemand, der allein nach dem Geschmack kauft, kann auch eine authentische Antiquität kaufen. Für manche "wertlose" Neuware wird mitunter sogar mehr bezahlt, als für ein authentisches Stück – vermutlich deshalb, weil den Käufern der Markt für antike asiatische Kunst einfach nicht zugänglich ist. Sie müssten gezielt nach spezialisierten Händlern suchen, tun es aber nicht, weil sie einfach nur ein schönes, dekoratives Objekt suchen, nicht explizit eine Antiquität. Daher greift der Einrichtungs- und Dekorationshandel diesen Kundenkreis ab.
Doch der Antiquitäten-Handel trägt eine große Mitverantwortung, wenn die Kunden lieber den China-Importeur aufsuchen, anstatt in der Antik-Galerie vorbeizuschauen. Denn wenn Antiquitäten-Händler mit bestem Wissen Preise verlangen, die jenseits von gut und böse sind, wenn sie den Leuten buchstäblich Schrott andrehen, dann braucht sich keiner zu wundern, dass kein Kunde ein zweites Mal kommt. Da haben es, um einmal Berlin als Beispiel zu wählen, die Händler an der Strasse des 17. Juni leicht – Denn wer Touristen das Geld aus der Tasche zieht (Preis vs. Qualität!?), der rechnet sowieso nicht damit, dass jemand ein zweites Mal kommt.
Wie dem auch sei, authentische asiatische Kunst bedeutet für viele Sammler mehr als nur ein Sammelgebiet, es ist eine Leidenschaft. Der Sammler ist oft ein wahrer Kenner seines Gebietes. Das Marktumfeld für antike asiatische Kunst verändert sich aufgrund der Internationalisierung und der Verstärkung von Trends im „Asiatika“-Handel dahingehend, das die Spezialisierung der Sammler bzw. der Käufer von authentischen Stücken zunimmt. Wenn diese Überlegung richtig ist, dann handelt es sich bei den Kunden des Marktes für antike asiatische Kunst zunehmend um einen internationalen, spezialisierten Kreis von Kennern, Liebhabern und Freunden der Ostasiatischen Kunst.
Man kann ja, um den Gedanken weiter zu spinnen, einmal gezielt Ausschau halten, mit welchen Mitteln die großen Auktionshäuser und Galerien versuchen, neue Kunden (jüngere Generationen) zu gewinnen...
Dienstag, 9. Februar 2010
Buddhistische Skulptur – Religion oder Kunst?
Für Kunstliebhaber und Freunde der buddhistischen Kunst sind antike Buddhafiguren beliebte und begehrte Sammelobjekte.
Für Buddhisten hingegen sind es religiöse Objekte. Deshalb werden Buddhafiguren z.B. im Gesicht bemalt und für den Hausaltar mit einem Tuch geschmückt oder in ein Gewand gehüllt. Ein Altarbuddha verkörpert den „Körper“ Buddhas – und dieser ist gleichbedeutend mit der Lehre des Buddhismus. Aus den Gründen der religiösen Verehrung gibt es schließlich auch „Reisebuddhas“ oder kleine „Reiseschreine“, in denen eine Buddhafigur sitzt.
Viele Buddhisten unterscheiden nicht zwischen antiken und neuen Buddhas. Für den religiösen Gebrauch zählt allein die Integrität. Eine antike Buddhafigur verliert ihre religiöse Integrität jedoch, wenn die Bodenplatte geöffnet wird. Selbst in den kleineren Buddhas, die in tibetischen und nepalesischen Stupas und Tempeln aufgestellt wurden und werden, befinden sich in der Regel kleine Schriftstücke mit religiösem Text. Gold bzw. Edelstein wurde von den Plünderern des 19.Jh zwar in den Buddhafiguren gesucht, befindet sich in der Regel jedoch nur in bedeutenderen Tempelbuddhas.
Eine antike buddhistische Figur erhält durch den religiösen Gebrauch einen besonderen „Wert“, wenn man das so nennen will. Beispielsweise wissen viele Sammler die Patina sehr zu schätzen bzw. die Stelle, an welcher die Figur täglich von den Gläubigen berührt wurde. Aber gerade bei buddhistischen Skulpturen aus Tempeln ist es sehr schön, wenn sie perfekt erhalten sind. Daran sieht man, dass es zu jeder Zeit Menschen gab, die sich um die Figur gekümmert haben und ihr Aufmerksamkeit geschenkt haben.
Im Kunsthandel sieht das manchmal anders aus. Für Sammlungen buddhistischer Kunst mögen auch Buddhafiguren ohne Bodenplatte interessant sein, sofern sie antik sind. Doch die entscheidende Frage ist: Wo kommen die zahlreichen antiken Buddhafiguren her und wie wurden sie aus Tempeln und Stupas in Tibet, Nepal und China oder anderen buddhistischen Ländern heraus gebracht?
Einige der Figuren, die sich heute in privaten Sammlungen und auch in Museen befinden, wurden schlicht gewaltsam entwendet – man spricht von Kulturgüterraub. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen Nicht-Buddhisten einzelne Figuren mit Absicht beschädigt haben, z.B. durch umstoßen, um so in die Gelegenheit zu kommen, sie den Mönchen abkaufen zu können.
Es gibt also sehr große Unterschiede zwischen dem Blickwinkel „antike buddhistische Skulpturen als Kunstobjekte“ und „Buddhafiguren als religiöse Objekte“. Selbstverständlich hat beides seine Berechtigung.
Für Buddhisten hingegen sind es religiöse Objekte. Deshalb werden Buddhafiguren z.B. im Gesicht bemalt und für den Hausaltar mit einem Tuch geschmückt oder in ein Gewand gehüllt. Ein Altarbuddha verkörpert den „Körper“ Buddhas – und dieser ist gleichbedeutend mit der Lehre des Buddhismus. Aus den Gründen der religiösen Verehrung gibt es schließlich auch „Reisebuddhas“ oder kleine „Reiseschreine“, in denen eine Buddhafigur sitzt.
Viele Buddhisten unterscheiden nicht zwischen antiken und neuen Buddhas. Für den religiösen Gebrauch zählt allein die Integrität. Eine antike Buddhafigur verliert ihre religiöse Integrität jedoch, wenn die Bodenplatte geöffnet wird. Selbst in den kleineren Buddhas, die in tibetischen und nepalesischen Stupas und Tempeln aufgestellt wurden und werden, befinden sich in der Regel kleine Schriftstücke mit religiösem Text. Gold bzw. Edelstein wurde von den Plünderern des 19.Jh zwar in den Buddhafiguren gesucht, befindet sich in der Regel jedoch nur in bedeutenderen Tempelbuddhas.
Eine antike buddhistische Figur erhält durch den religiösen Gebrauch einen besonderen „Wert“, wenn man das so nennen will. Beispielsweise wissen viele Sammler die Patina sehr zu schätzen bzw. die Stelle, an welcher die Figur täglich von den Gläubigen berührt wurde. Aber gerade bei buddhistischen Skulpturen aus Tempeln ist es sehr schön, wenn sie perfekt erhalten sind. Daran sieht man, dass es zu jeder Zeit Menschen gab, die sich um die Figur gekümmert haben und ihr Aufmerksamkeit geschenkt haben.
Im Kunsthandel sieht das manchmal anders aus. Für Sammlungen buddhistischer Kunst mögen auch Buddhafiguren ohne Bodenplatte interessant sein, sofern sie antik sind. Doch die entscheidende Frage ist: Wo kommen die zahlreichen antiken Buddhafiguren her und wie wurden sie aus Tempeln und Stupas in Tibet, Nepal und China oder anderen buddhistischen Ländern heraus gebracht?
Einige der Figuren, die sich heute in privaten Sammlungen und auch in Museen befinden, wurden schlicht gewaltsam entwendet – man spricht von Kulturgüterraub. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen Nicht-Buddhisten einzelne Figuren mit Absicht beschädigt haben, z.B. durch umstoßen, um so in die Gelegenheit zu kommen, sie den Mönchen abkaufen zu können.
Es gibt also sehr große Unterschiede zwischen dem Blickwinkel „antike buddhistische Skulpturen als Kunstobjekte“ und „Buddhafiguren als religiöse Objekte“. Selbstverständlich hat beides seine Berechtigung.
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Ostasiatische Kunst allgemein
Sonntag, 7. Februar 2010
Der Markt für asiatische Kunst in China – Welche Rolle spielt die chinesische Tradition des „Nachahmens und Imitierens“?
Im Reich der Mitte ist der Markt für chinesische Antiquitäten weitaus unübersichtlicher als her in Europa. Dies liegt nicht allein an der Tiefe und Allgegenwärtigkeit der chinesischen Kultur. Es hat auch mit Vertrauen zu tun und nicht zuletzt mit chinesischen Traditionen im Umgang mit Kulturobjekten.
Dass in China buchstäblich zahllose Repliken von antiken Objekten angefertigt werden, beziehungsweise vermeintlich antike Objekte durch Kombination verschiedener Stile und Dekore neu „erfunden“ (also gefälscht) werden, wirkt sich nicht nur auf die Art und die Anzahl der am Markt verfügbaren Objekte aus, sondern es hat auch weit reichende Konsequenzen, die den Umgang mit chinesischer Kunst betreffen.
Gemeinhin wird in der Kunstwissenschaft etwa folgende Meinungen vertreten: „Die Kunst des Fälschens hat in China eine lange Tradition“ oder „Das Kopieren und Nachahmen von Vorbildern unterstreicht in China die Wertschätzung des Meisters, des Originals oder des historischen Zeitraums, welchen die Replik adressiert“ – Eine Fälschung in unserem westlichen Verständnis ist in China demnach also keine „Fälschung“. Aber was bedeutet das denn für den Kunstmarkt? Welche Konsequenzen hat dies für den Sammler antiker asiatischer Kunst?
Diese Fragen können sicherlich von unterschiedlichen Blickwinkeln her beantwortet werden. Ich nenne hier nur einige Aspekte:
Die Selbstverständlichkeit von Reproduktionen und „Nachahmungen“ wirkt sich in China auf die Wahrnehmung antiker Kunst aus. Z.B. werden in China antike Buddha-Figuren gehandelt, bei denen die Vergoldung rundum erneuert wurde. Das ist in europäischen Augen selbstverständlich unangenehm. Denn wenn beispielsweise bei einem Bronze Buddha aus der Ming-Dynastie die Vergoldung neu gemacht wurde, geht der Charme der Authentizität verloren, oder nicht?
Eine weitere Konsequenz ist, dass man in China zum Teil auch Repliken sammelt. Würden Sie beispielsweise einen Weihrauchbrenner aus Bronze oder Jade kaufen, wenn im Siegel steht: „Da Qing Qian Long Fang Gu“ (Replik (im Stil von Objekten) aus der Zeit Kaisers Qian Long der großen Qing-Dynastie)? Wenn die Replik aus dem 19.Jahrhuundert stammt, warum denn eigentlich nicht?
Das sind zwei Beispiele, an denen man Unterschiede im Ungang mit antiken Kunstobjekten zwischen China und Deutschland (bzw. „dem Westen“) sehen kann.
Dass in China buchstäblich zahllose Repliken von antiken Objekten angefertigt werden, beziehungsweise vermeintlich antike Objekte durch Kombination verschiedener Stile und Dekore neu „erfunden“ (also gefälscht) werden, wirkt sich nicht nur auf die Art und die Anzahl der am Markt verfügbaren Objekte aus, sondern es hat auch weit reichende Konsequenzen, die den Umgang mit chinesischer Kunst betreffen.
Gemeinhin wird in der Kunstwissenschaft etwa folgende Meinungen vertreten: „Die Kunst des Fälschens hat in China eine lange Tradition“ oder „Das Kopieren und Nachahmen von Vorbildern unterstreicht in China die Wertschätzung des Meisters, des Originals oder des historischen Zeitraums, welchen die Replik adressiert“ – Eine Fälschung in unserem westlichen Verständnis ist in China demnach also keine „Fälschung“. Aber was bedeutet das denn für den Kunstmarkt? Welche Konsequenzen hat dies für den Sammler antiker asiatischer Kunst?
Diese Fragen können sicherlich von unterschiedlichen Blickwinkeln her beantwortet werden. Ich nenne hier nur einige Aspekte:
Die Selbstverständlichkeit von Reproduktionen und „Nachahmungen“ wirkt sich in China auf die Wahrnehmung antiker Kunst aus. Z.B. werden in China antike Buddha-Figuren gehandelt, bei denen die Vergoldung rundum erneuert wurde. Das ist in europäischen Augen selbstverständlich unangenehm. Denn wenn beispielsweise bei einem Bronze Buddha aus der Ming-Dynastie die Vergoldung neu gemacht wurde, geht der Charme der Authentizität verloren, oder nicht?
Eine weitere Konsequenz ist, dass man in China zum Teil auch Repliken sammelt. Würden Sie beispielsweise einen Weihrauchbrenner aus Bronze oder Jade kaufen, wenn im Siegel steht: „Da Qing Qian Long Fang Gu“ (Replik (im Stil von Objekten) aus der Zeit Kaisers Qian Long der großen Qing-Dynastie)? Wenn die Replik aus dem 19.Jahrhuundert stammt, warum denn eigentlich nicht?
Das sind zwei Beispiele, an denen man Unterschiede im Ungang mit antiken Kunstobjekten zwischen China und Deutschland (bzw. „dem Westen“) sehen kann.
Welchen Ruf haben chinesische Auktionshäuser auf dem internationalen Kunstmarkt?
Die großen Namen auf dem Auktionsmarkt für antike chinesische Kunst in China lauten etwa Han Hai, CGuardian (Jia De) oder China Poly Group (Bao Li) in Peking. Diese Auktionshäuser verkaufen hochwertige antike chinesische Kunst in hohen Mengen. Doch welchen Ruf genießen diese Häuser? Kann ich als Käufer den Angaben und Datierungen dieser Auktionshäuser vertrauen?
Das sind spannende Fragen – und ich würde sie nicht stellen, wenn sie einfach zu beantworten wären. Wenn Sie überlegen, wem Sie eher vertrauen, der Expertise von Han Hai oder der von beispielsweise Christie´s in London, dann müssten Sie eigentlich anerkennen, dass die tiefste Kenntnis für chinesische Antiquitäten in China selbst vorhanden ist. Doch fühlt es sich wohler an, einer handfesten Aussage eines internationalen Experten von Christie´s zu vertrauen als der eines chinesischen Experten, oder nicht? Hier streife ich das subtile Feld der gegenseitigen interkulturellen Wahrnehmung zwischen „uns“ (dem „Westen“) und „China“.
Für mich stellt sich hier die Frage der Bewertung der Provenienz. Wenn ein Objekt eine Provenienz hat wie z.B. „bei Han Hai 2006 erworben für …“, was kann man damit anfangen? Ist das dasselbe wie etwa „Erworben beim Auktionshaus Nagel in 2006 für …“?
Ich denke, es ist in der Tat eine wichtige Frage, welchen „Wert“ die Provenienz hat, wenn es sich um ein Auktionshaus in China handelt oder eines der renommierten Auktionshäuser in Europa. Hier muss man allerdings beachten, dass es für den westlichen Markt ein wesentliches „Alleinstellungsmerkmal“ ist, immer wieder einzigartige chinesische Antiquitäten anbieten zu können, die vor vielen Jahren in Zeiten kolonialer Machtspiele aus China ausgeführt wurden. Das sind zum Teil Objekte, die von chinesischen Auktionshäusern nur schwer akquiriert werden können.
Das sind spannende Fragen – und ich würde sie nicht stellen, wenn sie einfach zu beantworten wären. Wenn Sie überlegen, wem Sie eher vertrauen, der Expertise von Han Hai oder der von beispielsweise Christie´s in London, dann müssten Sie eigentlich anerkennen, dass die tiefste Kenntnis für chinesische Antiquitäten in China selbst vorhanden ist. Doch fühlt es sich wohler an, einer handfesten Aussage eines internationalen Experten von Christie´s zu vertrauen als der eines chinesischen Experten, oder nicht? Hier streife ich das subtile Feld der gegenseitigen interkulturellen Wahrnehmung zwischen „uns“ (dem „Westen“) und „China“.
Für mich stellt sich hier die Frage der Bewertung der Provenienz. Wenn ein Objekt eine Provenienz hat wie z.B. „bei Han Hai 2006 erworben für …“, was kann man damit anfangen? Ist das dasselbe wie etwa „Erworben beim Auktionshaus Nagel in 2006 für …“?
Ich denke, es ist in der Tat eine wichtige Frage, welchen „Wert“ die Provenienz hat, wenn es sich um ein Auktionshaus in China handelt oder eines der renommierten Auktionshäuser in Europa. Hier muss man allerdings beachten, dass es für den westlichen Markt ein wesentliches „Alleinstellungsmerkmal“ ist, immer wieder einzigartige chinesische Antiquitäten anbieten zu können, die vor vielen Jahren in Zeiten kolonialer Machtspiele aus China ausgeführt wurden. Das sind zum Teil Objekte, die von chinesischen Auktionshäusern nur schwer akquiriert werden können.
Montag, 1. Februar 2010
Die „persönliche“ Bedeutung der Objekte – der Sammelwert!
Alle Sammler und Besitzer von Objekten aus Asien wissen, dass sich der Markt für Asiatika in den vergangenen Jahren stark verändert hat.
Wenn jemand z.B. in den 1960ern/1970ern einige interessante Objekte von einer Asienreise mitgebracht hat, mögen es durchaus besondere Objekte gewesen sein. Heute allerdings wird der internationale Markt derart mit allerlei Kunst und Antiquitäten aus Asien (China, Tibet, Thailand usw.) überschwemmt, dass Sie hunderte von Objekten mühelos finden können, die vor 30-40 Jahren nur auf einer spannenden Reise auffindbar gewesen sind. Im heutigen Marktumfeld mögen diese Objekte kaum einen Wert haben, wenngleich der „gefühlte“ Wert für den Besitzer recht groß sein kann.
Jeder, der über Jahrzehnte bestimmte Objekte um sich hatte, hat eine persönliche Bindung an diese Objekte entwickelt. Das Kunstobjekt hat dann eine persönliche Bedeutung, die nicht in Geld gemessen werden kann. Doch diese persönliche Bedeutung besteht nur für den Besitzer. Der persönliche Wert eines Objekts kann von keinem „übernommen“ werden. Man kann diese „Bindung“ an das Objekt nicht vererben, verschenken oder verkaufen.
Jeder, der ein Objekt verkaufen möchte, sollte sich daher bewusst machen, dass ein Verkauf auch eine „emotionale“ Trennung ist. Selbstverständlich freut man sich, wenn man einen neuen Besitzer findet, der das Objekt in gleicher Weise zu schätzen weiß, wie man selbst. Doch wenn ein Objekt dem Markt zugeführt wird, dann wird es ganz schlicht anhand seines „Marktwertes“ beurteilt. Der Sammelwert, die persönliche Bedeutung, die Geschichte, die der Besitzer damit verbindet, geht verloren – bis wieder von neuem eine persönliche Verbindung zwischen dem Objekt und einem neuen Besitzer beginnt.
Wenn jemand z.B. in den 1960ern/1970ern einige interessante Objekte von einer Asienreise mitgebracht hat, mögen es durchaus besondere Objekte gewesen sein. Heute allerdings wird der internationale Markt derart mit allerlei Kunst und Antiquitäten aus Asien (China, Tibet, Thailand usw.) überschwemmt, dass Sie hunderte von Objekten mühelos finden können, die vor 30-40 Jahren nur auf einer spannenden Reise auffindbar gewesen sind. Im heutigen Marktumfeld mögen diese Objekte kaum einen Wert haben, wenngleich der „gefühlte“ Wert für den Besitzer recht groß sein kann.
Jeder, der über Jahrzehnte bestimmte Objekte um sich hatte, hat eine persönliche Bindung an diese Objekte entwickelt. Das Kunstobjekt hat dann eine persönliche Bedeutung, die nicht in Geld gemessen werden kann. Doch diese persönliche Bedeutung besteht nur für den Besitzer. Der persönliche Wert eines Objekts kann von keinem „übernommen“ werden. Man kann diese „Bindung“ an das Objekt nicht vererben, verschenken oder verkaufen.
Jeder, der ein Objekt verkaufen möchte, sollte sich daher bewusst machen, dass ein Verkauf auch eine „emotionale“ Trennung ist. Selbstverständlich freut man sich, wenn man einen neuen Besitzer findet, der das Objekt in gleicher Weise zu schätzen weiß, wie man selbst. Doch wenn ein Objekt dem Markt zugeführt wird, dann wird es ganz schlicht anhand seines „Marktwertes“ beurteilt. Der Sammelwert, die persönliche Bedeutung, die Geschichte, die der Besitzer damit verbindet, geht verloren – bis wieder von neuem eine persönliche Verbindung zwischen dem Objekt und einem neuen Besitzer beginnt.
Freitag, 29. Januar 2010
Die Provenienz von Kunstobjekten – ein „Lebensweg“ der Objekte
Die Frage nach einer gesicherten Provenienz von asiatischen Kunstobjekten hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, insbesondere bei chinesischen Antiquitäten. Mit einer interessanten Provenienz können antike Objekte aus China weitaus besser verkauft werden, und liegen demnach im „Wert“ höher, als Objekte, bei denen nicht bekannt ist, wo sie her kommen und wer die Vorbesitzer waren.
Das Thema Provenienz ist allerdings nicht nur deshalb wichtig, weil Objekte aus namhaften Sammlungen immer Interesse wecken. Auch für weniger hochwertige antike Kunstobjekte gilt, dass der Weg, den das Kunstobjekt zurückgelegt hat, schließlich zum „Lebenslauf“ des Objekts dazu gehört. Die Wanderung einer asiatischen Antiquität, ihre Reise von Asien nach Europa und eventuell wieder zurück, ist unmittelbar mit dem betreffenden Kulturgut verbunden.
Dieser „Reiseweg“ gehört dazu! Die Provenienz verändert das Wesen der Objekte. Das kennt jeder von sich selbst. Wenn Sie einen antiken Gegenstand sehen, dann verändert sich Ihre Wahrnehmung dieses Gegenstandes schlagartig, sobald Sie die interessante Provenienz des Objektes hören.
Doch diese Zusatzinformation muss selbstverständlich auch belegbar sein. Es nützt ja nichts, wenn der Vorbesitzer eine ganz tolle Geschichte zu dem Stück erzählt hat…
Daher ist es immer schade, zu hören, dass jemand zwar „weiß“, dass ein Objekt eine gute Provenienz hat, darüber aber keine brauchbaren Angaben machen kann.
Es ist für Sammler der asiatischen Kunst schließlich immer wichtig, bei der Provenienz Sorgfalt und Achtsamkeit zu wahren (Auch wenn das manche nicht ganz so ernst nehmen)
Das Thema Provenienz ist allerdings nicht nur deshalb wichtig, weil Objekte aus namhaften Sammlungen immer Interesse wecken. Auch für weniger hochwertige antike Kunstobjekte gilt, dass der Weg, den das Kunstobjekt zurückgelegt hat, schließlich zum „Lebenslauf“ des Objekts dazu gehört. Die Wanderung einer asiatischen Antiquität, ihre Reise von Asien nach Europa und eventuell wieder zurück, ist unmittelbar mit dem betreffenden Kulturgut verbunden.
Dieser „Reiseweg“ gehört dazu! Die Provenienz verändert das Wesen der Objekte. Das kennt jeder von sich selbst. Wenn Sie einen antiken Gegenstand sehen, dann verändert sich Ihre Wahrnehmung dieses Gegenstandes schlagartig, sobald Sie die interessante Provenienz des Objektes hören.
Doch diese Zusatzinformation muss selbstverständlich auch belegbar sein. Es nützt ja nichts, wenn der Vorbesitzer eine ganz tolle Geschichte zu dem Stück erzählt hat…
Daher ist es immer schade, zu hören, dass jemand zwar „weiß“, dass ein Objekt eine gute Provenienz hat, darüber aber keine brauchbaren Angaben machen kann.
Es ist für Sammler der asiatischen Kunst schließlich immer wichtig, bei der Provenienz Sorgfalt und Achtsamkeit zu wahren (Auch wenn das manche nicht ganz so ernst nehmen)
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Kunst Sammeln
Freitag, 15. Januar 2010
Kann man Chinesische Antiquitäten ernsthaft online kaufen und verkaufen!?
Asiatische Kunst und Asiatika online zu kaufen, ist immer riskant. Dennoch spielen online Kataloge für fast alle Auktionshäuser und Galerien eine wichtige Rolle. Chinesische Antiquitäten wie z.B. antike chinesische Porzellane oder Buddhafiguren erreichen über das Internet ein weit gestreutes, internationales Publikum und insbesondere den chinesischen Markt. Für viele Auktionen für asiatische Kunst in Europa spielen chinesische Sammler und Händler eine entscheidende Rolle. Doch wie kann man ernsthaft auf chinesische Porzellane am Telefon bieten, ohne diese im Original gesehen zu haben?
Für Sammler oder deren Familienangehörige stellt sich natürlich die Frage, welche Möglichkeiten sie haben, ihre Asiatika online zu verkaufen?
Viele, die Asiatika Auktionen vermeiden möchten, kontaktieren direkt Händler und Galerien. Doch man sollte bedenken, dass es sich negativ auf den Verkauf der asiatischen Antiquitäten auswirkt, wenn man zu viele Kunsthändler und Galerien kontaktiert. Aus Erfahrung kann ich ihnen versichern, dass eine Sammlung chinesischer Antiquitäten an Wert verliert, je mehr Abbildungen der Besitzer davon verbreitet.
Ziel eines Sammlers von antiken Asiatika sollte es sein, andere Sammler zu finden, sofern er oder sie sich von einem Objekt trennen möchte. Asiatika-Ankauf ist hierfür die richtige Plattform. Chinesische Antiquitäten und alte asiatische Kunst kann man nicht einfach ins Internet stellen. Wer Asiatika online verkaufen möchte, sollte nicht einfach Bilder ins Netz stellen, sondern sich einen Rat einholen, wie er oder sie andere Sammler des entsprechenden Bereichs erreichen kann.
Eine kostenfreie Beratung für den Verkauf von chinesischem Porzellan, alter chinesischer Kunst, antiker buddhistischer Kunst, Buddhafiguren und asiatischen Antiquitäten allgemein bekommen sie über Asiatika-Ankauf.de – Wir verfügen über zahlreiche Kontakte zu Sammlern unterschiedlicher Bereiche der asiatischen Kunst, die wir ihnen über unser Netzwerk zugänglich machen können.
Für Sammler oder deren Familienangehörige stellt sich natürlich die Frage, welche Möglichkeiten sie haben, ihre Asiatika online zu verkaufen?
Viele, die Asiatika Auktionen vermeiden möchten, kontaktieren direkt Händler und Galerien. Doch man sollte bedenken, dass es sich negativ auf den Verkauf der asiatischen Antiquitäten auswirkt, wenn man zu viele Kunsthändler und Galerien kontaktiert. Aus Erfahrung kann ich ihnen versichern, dass eine Sammlung chinesischer Antiquitäten an Wert verliert, je mehr Abbildungen der Besitzer davon verbreitet.
Ziel eines Sammlers von antiken Asiatika sollte es sein, andere Sammler zu finden, sofern er oder sie sich von einem Objekt trennen möchte. Asiatika-Ankauf ist hierfür die richtige Plattform. Chinesische Antiquitäten und alte asiatische Kunst kann man nicht einfach ins Internet stellen. Wer Asiatika online verkaufen möchte, sollte nicht einfach Bilder ins Netz stellen, sondern sich einen Rat einholen, wie er oder sie andere Sammler des entsprechenden Bereichs erreichen kann.
Eine kostenfreie Beratung für den Verkauf von chinesischem Porzellan, alter chinesischer Kunst, antiker buddhistischer Kunst, Buddhafiguren und asiatischen Antiquitäten allgemein bekommen sie über Asiatika-Ankauf.de – Wir verfügen über zahlreiche Kontakte zu Sammlern unterschiedlicher Bereiche der asiatischen Kunst, die wir ihnen über unser Netzwerk zugänglich machen können.
Mittwoch, 13. Januar 2010
Chinesisches Porzellan mit „Nine-Peaches“ -Dekor im Famille-Rose-Stil (fencai)

Der Dekor von Pfirsichzweigen mit insgesamt Neun vollen Pfirsichen („Nine Peaches“) zählt zu den beliebtesten und bekanntesten Dekoren chinesischer Porzellane. Die bekanntesten und kräftigsten Beispiele für diesen Dekor-Typus werden durch bauchige Vasen repräsentiert, allerdings gibt es sowohl schlanke Vasen als auch Porzellanteller und Schalen mit dem Nine-Peaches-Dekor.
Ein außergewöhnliches Beispiel zeigt die Abbildung oben. Es handelt sich um eine Porzellanvase im Besitz des Indianapolis Museum of Art, die aus der Sammlung Eli Lilly stammt und dem Museum übertragen wurde. Die Vase stammt aus den kaiserlichen Öfen und besitzt eine kobaltblaue Sechzeichenmarke Qianlong. Diese ausgesprochen hochwertige Porzellanvase mit feiner Emaille-Bemalung datiert in die Ära Kaisers Qian Long (1736 – 1795) und stellt somit eine Fortführung der Famille-Rose Dekore dar, die in der Zeit Kaisers Yongzheng (1722-1735) entwickelt worden waren. Die feinsten und hochwertigsten chinesischen Porzellane mit Rosé-Dekoren unter Verwendung eines Gold-Derivats entstanden während der Regierungszeit Yongzhengs. Doch auch während der Zeit Qianlongs genossen diese Dekore höchste Wertschätzung nicht nur am Kaiserhof.
Das Motiv „Nine Peaches” vereint unterschiedliche Symbole zu einer kraftvollen, glücklichen und glückverheißenden Komposition. Die Pfirsiche symbolisieren in der chinesischen Ikonographie die Unsterblichkeit, während die „Neun“ auf Chinesisch ausgesprochen gleich klingt wie das Wort „jiu“ für „lange Zeit, lange“.
Erstaunlich an diesem Dekor-Motiv ist die Tatsache, dass Pfirsichzweige, Blätter, Blüten und Früchte in natura niemals zusammen vorkommen. Durch die gleichzeitige Darstellung dieser Motive entsteht eine Magie des Motivs, die nochmals die Unsterblichkeit und Langlebigkeit unterstreicht.
Während die hier abgebildete Vase mitunter den Höhepunkt der Porzellanmalerei im Famille-rose-Stil repräsentiert, wurde und wird das Nine-Peaches-Motiv auf den Porzellanen in China durchweg bis heute produziert. Im 19. und besonders im späten 19.Jh entstanden Porzellane mit diesem Motiv, die mit weitaus weniger Sorgfalt bemalt wurden. Beispiele geringfügiger Qualität kursieren en masse auf dem Kunstmarkt. Aufgrund der Beliebtheit des Nine-Peaches-Dekors kann es sogar vorkommen, dass eine Porzellanvase oder –Schale aus dem 20.Jh einen recht guten Preis erzielen kann, sofern die Bemalung sehr fein und mit viel Sinn für die Form des Objekts ausgeführt wurde. Gut bemalte Nine-Peaches-Porzellane sind nicht leicht zu finden – sogar dann nicht, wenn es sich um neuere Stücke handelt (abgesehen von Reproduktionen aus den Museumsshops…)
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Ostasiatische Kunst allgemein
Dienstag, 12. Januar 2010
Provenienz „alte Sammlung“ oder „Antikmarkt in China“ ?
Wie hoch ist der Anteil in den Europäischen Auktionshäusern an chinesischer Kunst, die nicht aus europäischen Sammlungen, sondern direkt aus China stammt?
Wenn man die Auktionen im deutschsprachigen Raum für den Bereich Asiatika betrachtet, so fallen immer wieder große Mengen an chinesischen Antiquitäten auf. Darunter finden sich oftmals auch scheinbar hochwertige Stücke. Beispielsweise sah man im vergangen Jahr buddhistische Skulpturen angeblich aus der Sui-Dynastie, China, 6.Jahrhundert. Es gibt sogar Auktionshäuser, die Begriffe wie „kaiserlich“ verwenden oder mit fragwürdigen Provenienzen hantieren, wie beispielsweise „Alte Sammlung, in den 1990ern in Hongkong erworben“.
Bei all dem fragt man sich, wie viel denn tatsächlich aus alten Sammlungen stammt?
Leider kann man das kaum vernünftig nachvollziehen. Bei hochwertigen Stücken kann sich kein seriöses Auktionshaus leisten, mit der Provenienz Unfug zu treiben. Aber im unteren und mittleren Qualitätsbereich (nicht nur im Bereich Asiatika Varia) kann man den Provenienzen nicht immer Glauben schenken. Was heißt denn z.B. „Alte Süddeutsche Sammlung“? Wenn man nur diese Angabe hat, was hat man dann als Provenienz in der Hand?
Wer würde eine Schätzung wagen, wie viel Stücke in deutschen Auktionshäusern erst innerhalb der letzten zehn/zwanzig Jahre aus China ausgeführt wurden? 50%? Oder sogar 70%?
Wenn man die Auktionen im deutschsprachigen Raum für den Bereich Asiatika betrachtet, so fallen immer wieder große Mengen an chinesischen Antiquitäten auf. Darunter finden sich oftmals auch scheinbar hochwertige Stücke. Beispielsweise sah man im vergangen Jahr buddhistische Skulpturen angeblich aus der Sui-Dynastie, China, 6.Jahrhundert. Es gibt sogar Auktionshäuser, die Begriffe wie „kaiserlich“ verwenden oder mit fragwürdigen Provenienzen hantieren, wie beispielsweise „Alte Sammlung, in den 1990ern in Hongkong erworben“.
Bei all dem fragt man sich, wie viel denn tatsächlich aus alten Sammlungen stammt?
Leider kann man das kaum vernünftig nachvollziehen. Bei hochwertigen Stücken kann sich kein seriöses Auktionshaus leisten, mit der Provenienz Unfug zu treiben. Aber im unteren und mittleren Qualitätsbereich (nicht nur im Bereich Asiatika Varia) kann man den Provenienzen nicht immer Glauben schenken. Was heißt denn z.B. „Alte Süddeutsche Sammlung“? Wenn man nur diese Angabe hat, was hat man dann als Provenienz in der Hand?
Wer würde eine Schätzung wagen, wie viel Stücke in deutschen Auktionshäusern erst innerhalb der letzten zehn/zwanzig Jahre aus China ausgeführt wurden? 50%? Oder sogar 70%?
Der Asiatika-Blog ist hiermit eröffnet !
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