Asian Art Blog - Museums Galleries Fairs Sales Education & People

Sonntag, 28. August 2011

Ankündigung: Asian Art Blog

Liebe Kunstfreunde und Leser dieses Blogs,

wir werden den Blog von Asiatika-Ankauf umziehen und unter dieser Adresse weiter führen:

www.Asianartblog.com



Für Anregungen und Kommentare stehe ich wie gewohnt zur Verfügung.

Mit vielen Grüßen,
Till Spurny

Donnerstag, 4. August 2011

It´s time for Auction: Unsere Asian Art Auktion auf Auctionata:








Da ist doch schon einiges zusammengekommen!


Die Auktion findet am 27.August 2011 statt. Der Katalog kann unter Auctionata/Asian-Art eingesehen werden. Wer mitbieten möchte oder im Netzwerk kommunizieren und Kontakte knüpfen möchte, der meldet sich bitte direkt bei Auctionata an: Auctionata

Viele Grüße bis zum 27.August!

Freitag, 29. Juli 2011

Verkaufe meinen Medizin-Buddha für Ostafrika!

Asiatika-Ankauf Spendenverkauf für Ostafrika.


Bitte hier klicken:
Selling my Buddha for Somalia:

http://www.feedbackticket.com/selling-my-buddha-for-somalia/


Cheers!

Montag, 4. Juli 2011

Es ist nur das Internet - Schönen Sommer Euch allen!

Das Internet schläft nie, das Internet vergisst nie, es braucht weder Ruhe noch Pause, es hält zu jeder Zeit unvorstellbar viele Infomationen für uns zur Verfügung - und doch ist es einfach nur das Internet...

Vor der Sommerpause möchte ich mich bei allen Anfragenden, Besitzern, Verkäufern und Interessenten bedanken, die über Asiatika-Ankauf zu uns zugekommen sind. Auch wenn diese Internetseite nicht schlafen wird, und die eingehenden Kontaktaufnahmen selbstverständlich weiterhin bearbeitet werden, möchte ich uns allen viel Ruhe, Ausgelassenheit und Erholung wünschen.

Die Welt der Asiatischen Kunst wird uns in der Herbstsaison mit vorzüglichen Überraschungen erwarten. Es sind antike Objekte aus vielen Jahrhunderten, die uns überliefert wurden, aus einer ganz anderen Zeit. Einer Zeit ohne Autos, Handy, Großstädte - als das Internet noch nicht geboren war.

In diesem Sinne: Nehmen wir uns die Zeit! Genießen wir die Kunst, die Kultur, die Geschichte!  - Und was das Internet betrifft: Es wird sicher eine Weile auch ohne uns auskommen.

Viele Grüße,

Till Spurny

Mittwoch, 29. Juni 2011

Art Price Monitoring – Chinese Works of Art

Unlike Old Masters & paintings, the prices for antique Asian works of art are hard to be monitored or put into a standardized format. Most of the time the art work is unique and special, though it belongs to a clearly identified “field of collecting”. Even within a specified field or a group of comparable objects, the implementation of a true art price monitoring in Asian Art is highly complex and sometimes not even possible at all.

Popular groups of collectable objects in Chinese antique art may include blue & white porcelain, Hetian Yu, Jades from Qianlong period, fire gilt bronze Buddhist figures, brush rests, all kinds of porcelain like Minguo Porcelain or for example doucai porcelain from Qing-Dynastie, Guangxu-marked porcelain and so forth.

Each of these fields of collecting consist of a huge amount of objects, which might be quite different in size, quality, condition, provenance etc. This means, that you cannot get any standardized lists of art prices for Chinese art or antique Asian arts. The price monitoring depends on a high degree on comparison of related objects. To compare objects with each other, a big data base is needed respectively access to publications or relevant auction catalogues.

Asiatika-Ankauf is executing an art price monitoring in Asian Art and especially in Chinese Art & Works of Art not only relying on our own data base, but in collaboration with our partner galleries and related research institutes.

For more information about Asian Art price monitoring as well as estimation and pricing of objects & works of art, please directly contact with us: http://www.asiatika-ankauf.de/
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Montag, 27. Juni 2011

Professionelle Pflege und Lagerung von antiken Textilien

Für den Umgang mit antiken Textilien, Gewändern, Roben, Seidenmalereien, Fragmenten etc. bietet Frau Fionn Zarubica Lemon mit Ihrer Firma Costume & Textile Collection Care professionelle Unterstützung an.

Gerade bei Sammlungen mit einem hohen Anteil an Textilien ist es elementar, die Lagerung und richtige Aufbewahrung der Stoffe zu gewährleisten.

Rückfragen und Unterstützung gerne über Asiatika-Ankauf.
Kontakt zu Fionn Lemon über ihre Website: http://costumeandtextilecollectioncare.com
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Freitag, 24. Juni 2011

Vielen Dank für das nette Feedback (auch wenn hier kein Geschäft zustande gekommen ist).

Sehr geehrter Herr Spurny,
für Ihre Mitteilung bedanken wir uns recht herzlich, denn dadurch wissen wir mehr als je zuvor. Der Wert spielt dabei eigentlich eine sekundäre Seite. Wir möchten lediglich verhindern, daß - sollte uns etwas zustoßen - sie im Container landen. Dazu finden wir sie ja doch zu schade, denn sie sehen ja am richtigen Platz dekoriert recht hübsch aus und wir habe sie ja auch schon 15 Jahre im Wohnzimmer stehen.

Auch bedanken wir uns für die Internetadresse, die wir uns gleich mal ansehen werden.

Viele Grüße nach Berlin, alles Gute für Sie und weiter viel Erfolg wünscht Ihnen

anonymisiert

Donnerstag, 23. Juni 2011

Die Kunstgeschichte Ostasiens - Mitteilungsblatt der Universität Heidelberg

Weil ich in letzter Zeit wiederholt gefragt wurde: Das Institut für Kunstgeschichte Ostasiens der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg stellt sein Mitteilungsblatt "Die Kunstgeschichte Ostasiens im deutschsprachigen Raum" zum Download im PDF-Format zur Verfügung.

Die Veröffentlichung aus 2010 kann hier abgerufen werden:
http://iko.uni-hd.de/md/zo/iko/medien/ressourcen/mtb_38_2010.pdf 

Zur internetseite der Heidelberger Fakultät geht es hier:
http://www.iko.uni-hd.de/

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Aus einer Anfrage: Kleine Sammlung antiker Thangkas

Die Erben eines Freundes der buddhistischen Kunst und Tradition Tibets sind mit einer Anfrage auf Asiatika-Ankauf zugekommen. Unter anderem zählt dazu eine Gruppe antiker Thangkas, die größtenteils montiert sind.


Die Stücke sind durchaus interessant, befinden sich jedoch in unterschiedlich gutem bzw. schlechten Zustand. Wer sich für die ikonografische Aufarbeitung sowie die Pflege und Lagerung der Thangkas interessiert, bitte direkt Kontakt aufnehmen (Asiatika-Ankauf).

Samstag, 18. Juni 2011

Kleiner Geheimtipp für Bonsai-Freunde auf Besuch in Berlin

Japan Bonsai Berlin ist ein liebevoll gepflegtes Ladengeschäft, in dem Todd Grand eine imposante Auswahl an Bonsai Bäumen anbietet.

Zum Glück teilt er seine Erfahrungen gerne, was die Pflege der Bäume betrifft und bietet zudem Hilfe etwa beim Umtopfen oder einen Urlaubsservice an. Für Japan-Freunde auf Berlin-Besuch ist das ein netter Geheimtipp zum Vorbeischauen: Japan Bonsai Berlin in der Kantstrasse 124b (Japanbonsaiberlin.de)

Sonntag, 12. Juni 2011

Brussels Oriental Art Fair (BOAfair) 2011

Zum siebten Mal trifft sich die Welt der asiatischen Kunst in Brüssel zur „Brussels Oriental Art Fair“ (BOAfair). Erstmals haben sich die Veranstalter und Aussteller der Brüsseler Kunstmessen abgestimmt, sodass zeitgleich zur BOA die Messen BRUNEAF (tribal art fair) und BAAF (ancient art fair) stattfinden (offen noch bis morgen, Sonntag, 12. Juni, 17:00).

Der Besucher trifft also nicht nur auf einige der international renommiertesten Galerien für asiatische Kunst, sondern kann zudem weitere Galerien besichtigen, die hochwertige und spannende Objekte präsentieren, von antiken Relikten Ägyptens, über antike Textilien und Teppiche hin zu außergewöhnlichen Stücken der Afrikanischen Kunst. Neben den ausgewählten Galerien, die offiziell im Rahmen der BOA und der anderen beiden Messen ausstellen, schwimmen zudem weitere Galerien mit im Fahrwasser, die sich ebenfalls über das internationale Publikum freuen. Diese „U-Boote“, wie sie von der Organisatoren Georgia Chrischilles genannt werden, trüben jedoch keineswegs das Messeerlebnis. Im Gegenteil, sie sind Bestandteil des Flairs und charmanten Rahmens, in dem sich die BOA in Brüssel positioniert.
Frau Chrischilles setzt hohe Maßstäbe an, was die Auswahl der Galerien betrifft. Doch dafür bedanken sich letztlich die Sammler und Interessenten. Denn der Besucher bekommt auf der BOA einige der schönsten und seltensten Objekte der antiken Kunst Asiens zu sehen, die derzeit im internationalen Handel verfügbar sind. Wer die Reise nach Belgien macht, wird durch die Vielfalt der von den Händlern mitgebrachten Besonderheiten und seltenen Objekte voll entlohnt!
Das müssen gar nicht immer solch ausgefallene Stücke sein, wie der Kopf aus der Galerie Renzo Freschi (siehe Foto linke Seite), der ein Beispiel von musealem Charakter für die Verschmelzung von helenistischer und buddhistischer Tradition in Zentralasien darstellt. Jede Galerie bietet ihr eigenes und charakteristisches Portfolio an Objekten, dessen Vielfalt an dieser Stelle hier nicht annähernd beschrieben werden kann.

Es spricht für die Organisatorin, dass sie bei der Auswahl der Galerien einen offenen Geist hat walten lassen. Qualität auf der BOA heißt nicht, dass die Objekte zwingend ein bestimmtes Alter haben müssen. Qualität heißt, dass die Galerie und die dahinter stehenden Personen authentisch sind und ein authentisches Konzept haben. Als Beispiel dafür möchte ich nicht die wenigen Galerien der zeitgenössischen Kunst anführen, welche das Spektrum der Messe erweitern. Sondern ich möchte auf einen Herren hinweisen, der ganz im Sinne der buddhistischen Lebensweise Objekte sammelt und handelt, die er nicht strikt den Kategorien "antik" oder "zeitgenössisch" unterwirft. Herr Vos präsentiert in seiner Galerie Kitsune u.a.Objekte der japanischen Kermak, die Bestandteile des alltäglichen Lebens von Mönchen und Buddhisten waren und auch als solche verstanden werden. Eine Teeschale ist nunmal eine Teeschale - zum Tee trinken braucht sie kein Alter und keine Zeit...

Es ist an dieser Stelle wohl unmöglich, all die Highlights zu benennen, welche die Händler mitgebracht haben. Daher bleibt nur, sich auf die Ausstellung im kommenden Jahr zu freuen: Willkommen zur BOA 2012!

Hier eine Übersicht der diesjährigen Aussteller: Art Passages - L`Asie Animiste - Astamangala - Galerie Nathalie Barbé - Buddhist Art - Capriaquar - Georgia Chrischilles - Carlo Cristi - Carlos Cruanas - Duchange & Riché - Ethnologica - Renzo Freschi - Christophe Hioco - Jacques How Choong - Tatsuzo Kaku, Taiyo Ltd. - Kunsthandel Klefisch - Kitsune - Jeremy Knowles - Kyoto Gallery - Galerie Lamy - Helena Markus - Mingei Arts Gallery - Renaud Montméat - Punchinello - Raimann + Raimann - Galerie Alexis Renard - Roots Contemporary - Wei Asian Arts - Michael Woerner - Zada Gallery

Link: http://www.boafair.be/

Samstag, 11. Juni 2011

Leiko Coyle Asian Art - Welcome on bord!

Visit our professional dealer & expert in Tibetan thangkas and buddhist art presenting some objects on auctionata: Leiko Coyle Asian Art

Welcome on bord Leiko!

Freitag, 10. Juni 2011

Galerie Gemini - welcome on bord!

Registrierung der Galerie Gemini für unsere Galerie-Auktion Fine Asian Art & Antiques auf Autionata (27.08.2011): www.auctionata.com/ASIAN-ART

Insbesondere für unsere Sammler & Freunde der antiken japanischen Kunst freuen wir uns über spannende Netsuke und antike japanische Holzschnitte aus der Galerie Gemini.

Für mehr Informationen, siehe hier: Galerie Gemini - welcome on bord!

und hier: GALERIE GEMINI Homepage

Cheers,
tsp

Donnerstag, 26. Mai 2011

Hochwertige antike Kunst Asiens im Internet – worum geht´s hier?

Read this in english, here!

Bei der Vorbereitung für die Asian Art-Abteilung von Auctionata werde ich mit einem alt bekannten Thema konfrontiert, mit dem ich mich seit Jahren immer wieder auseinander setze: die Beziehung zwischen qualitativ hochwertiger antiker Kunst und dem Internet.

Der klassische Galerie-Handel im Bereich der antiken Asiatischen Kunst kommt zunächst völlig ohne Internet aus. Dennoch legen sich international renommierte Galerien sehr schöne Internetseiten zu, um sich und ihre hochwertigen Objekte zu repräsentieren. Leider sieht man sich diese Seiten in der Regel nur an, wenn man sie gezielt und bewusst aufruft. Sobald man eher unspezifisch aus purer Neugier im Internet nach hochwertiger Kunst beispielsweise aus China sucht, gewinnt man schnell den Eindruck, dass gute Kunst und Internet ein Widerspruch sei.

Das stimmt jedoch keineswegs. Die großen Auktionshäuser, die wichtigen Museen und zahlreiche Galerien präsentieren sehr ausgewählte Objekte im Internet. Für Galerie-Ausstellung ist wohl so, dass der Erwerb eines Objekts nicht online abgeschlossen wird, doch ein hochwertiger Online-Katalog kann dafür sorgen, dass der ein oder andere Besucher mehr in die Galerie zur Besichtigung kommt, weil er sich vorher im Online-Katalog informiert hat.

Für Asian Art auf Auctionata heißt das, dass es in unserer eigenen Verantwortung liegt, Qualität zu bieten oder eben nicht. Händler und Galerien, die sich damit abfinden, dass das allgemeine Internet ihre Ansprüche nicht erfüllt, denken nicht strategisch. Wir haben jetzt mit Auctionata eine erstklassige Plattform, antike asiatische Kunst adäquat im Internet zu repräsentieren. Es liegt schlicht und ergreifend an uns selbst. Deswegen möchte ich besonders der Galerie Peter Hardt aus Radevormwald danken, dass sie als eine der ersten hochwertige Objekte auf Auctionata eingestellt hat.

Es handelt sich hier um nicht mehr oder weniger als die strategische Frage um die Zukunft der (Ost-) Asiatischen Kunst im 21. Jahrhundert. Unsere Museen, Vereine und Vereinigungen sowie Händler und “alte Hasen” kennen die Relevanz dieses Themas sehr gut. Wo sind die Besucher, die Sammler, Experten, Kenner und Liebhaber in zwanzig Jahren? Wie kommt der Nachwuchs zu dem hoch spezialisierten Gebiet der antiken Kunst Asiens?

Autor: Till Spurny, http://www.asiatika-ankauf.de/
Check the site: www.auctionata.com/asian-art

Sonntag, 22. Mai 2011

Zeit für den Flohmarkt - Auktionsrückblick

Einige der wichtigsten Frühjahrsauktionen sind bereits gelaufen. Nagel hat mit seiner Auktion Asiatische Kunst am 6.7. Mai wieder einmal für den deutschsprachigen Raum die Benchmark gesetzt. Koller in Zürich konnte am 3.Mai erneut unter Beweis stellen, dass es für frühe buddhistische Skulptur aus Tibet und Nepal eine der besten Adressen ist.
Sotheby´s versteigerte am 11.Mai in London "Fine chinese ceramics & works of art", wobei man sich die Highlights zu Gemüte führen sollte: Eine nette Sammlung Rhinozeroshorn-Becher ("libation cup") und -Schnitzereien; ein Kaiserliches Jadesiegel aus der Regierungszeit Jiaqings; eine vollständige Altargarnitur aus Doucai-Porzellan aus der Zeit Qianlongs (wo kommt die denn her?) und mein persönlicher Favorit: eine unterglasur eisenrot glasierte Moonflask Porzellanvase aus der Zeit Qianlongs (Los 303) - ein extrem seltenes Stück!
Gleiches gilt natürlich für Christie´s, das einen Tag zuvor in fast noch größerem Umfang Rhinozeroshorn-Becher verkaufte; ebenfalls in London. Bei dieser Auktion sind insbesondere Freunde antiker chinesischer Jade auf ihre Kosten gekommen. Doch als Highlight sollte man sich eine Silberschale mit Deckel anschauen, welche in die Tangdynastie datiert (Lot 187)!

Nun, das ein oder andere Auktionshaus hält für Anfang Juni noch spannende Kataloge bereit. Und in der Zwischenzeit kann man sich am bunten Treiben zum Beispiel auf einem Flohmarkt erfreuen. Selbstverständlich tummeln sich die echten Schatzsucher dort bereits morgens um sechs, doch schön ist es auch noch mittgas um eins. Ein Tipp für Berlin-Besucher: Str. des 17.Juni meiden und lieber einen "echten" Markt besuchen, wie beispielsweise am Rathaus Schöneberg (Foto).

Donnerstag, 19. Mai 2011

Ankündigung: Fine Asian Art & Antiques am 27.August 2011

Das "social auction network" Auctionata wird am 27. August 2011 eine große Auktion für Fine Asian Art & Antiques mit internationalen Galerien und Händlern durchführen.

Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Asian Art-Abteilung von Auctionata wird es ein sehr spannendes Ereignis mit Sammlern, Interessenten, Kennern, Händlern & Galerien aus allen Teilen der Welt.

Professionelle Händler und Galerien für Asiatische Kunst können sich über Asiatika-Ankauf "verifizieren" lassen. Sammler und Kunstliebhaber können die Objekte einsehen und mit ihrem Auctionata-Profil live dabei sein: AUCTIONATA.com/ASIAN-ART

Montag, 16. Mai 2011

Offene Anfrage: Aus der Asiatica Auktion Koller Zürich: Buddhakopf sp. 14Jh; Buddha, Ayutthaya 17.Jh; Buddhakopf ca. 1600;

Offene Anfrage an Asiatika-Ankauf:

Drei unverkaufte Objekte aus der Auktion am 4.Mai 2011 bei Koller in Zürich werden vom Besitzer angeboten, der zur persönlichen Preisfindung bereit ist. Es handelt sich um die Lose:

Nr. 402
STEHENDER BUDDHA. Thailand, Ayutthaya, 17. Jh. H 57,7 cm.

Koller Katalogtext:
Bronze. Der schmale Shakyamuni steht mit beiden Händen in abhayamudra erhoben, der Geste der Furchtabweisung. Der Legende nach soll er so einen wildgewordenen Elefanten besänftigt haben, der ein Dorf in Angst und Schrecken versetzt hatte. Schmales Gesicht mit feinen Noppenlöckchen, die Ketumala ist verloren.
Eine Metallanalyse des Brussels Art Laboratory (P.H. Laycock) bestätigt die Datierung.
Ex Sammlung H.U. Jordi.


Nr. 400
BUDDHAKOPF. Thailand, Ayutthaya, um1600, H 30 cm.


Koller Katalogtext:
Sandstein mit Teilen der originalen Lackvergoldung. Die Löckchen sind durch ein feines Band von der Stirn abgesetzt, ein Teil der Ushnisha ist verloren. Weicher, versunkener Ausdruck.
Eine Materialanalyse des Brussels Art Laboratory (P.H. Laycock) bestätigt die Datierung.
Ex Sammlung De Marteau, Belgien.



Nr. 399
SCHÖNER BUDDHAKOPF. Thailand, spätes 14. Jh. H 40 cm.

Koller Katalogtext:
Roter Sandstein. Das ovale Gesicht wird durch ein schmales Haarband von der feinen Löckchenfrisur getrennt. Ein ähnliches Band schmückt den Übergang zur Ushnisha, aus welcher sich eine kegelförmige Ketumala erhebt. Ausgesprochen versunkener Ausdruck.







Für Details & Kontakt zum Besitzer bitte über die Kommentarfunktion kommentieren oder Nachricht an kontakt(at)asiatika-ankauf.de
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Sonntag, 8. Mai 2011

Bilder sagen mehr als Worte...

Das Thema Bildbearbeitung im Kunsthandel geht mir schon lange durch den Kopf. Immerwieder sehe ich Abbildungen von Objekten, die einfach extrem gut aussehen, ohne jedoch künstlich geschönt zu wirken.

Für die hochwertigen Auktionskataloge werden die Objekte nicht nur professionell fotografiert, sondern auch professionell bearbeitet. Dass man dabei Grenzen austestet, wie weit man eine bessere Wirkung auf dem Foto erzielen kann, ohne dass die Bildbearbeitung sofort jedem auffällt, ist klar.

Sofern es mir die Zeit erlaubt, werde ich einige Abbildungen zusammenstellen, an denen man die unterschwellige, dezente, aber doch deutliche Bildbearbeitung bei Kunstobjekten und Antiquitäten sehen kann. Wer selbst Erfahrungen mit Photoshop gesammelt hat, der kann sehen, was an der Figur auf dem Bild links verändert wurde. Es sind vor allen Dingen schärfere, nachgezeichnete Konturen, erhöhte Kontraste, Farbhöhen und Tiefenausgleich, Helligkeit anpassen, Farbton/Sättigung anpassen etc., mit denen man dafür sorgen kann, dass die Figur vor weißem Hintergrund klarer, deutlicher und besser wirkt als vor der Bildbearbeitung. Den wirklichen Unterschied sieht allein der Designer bzw. Grafiker, wenn er das Bild "vorher und nachher" vergleicht.

Auch bei dieser Guanyin-Figur ist es so, dass sie im Original erst richtig wirkt, wenn man sie ein paar Tage lang einfach stehen läßt und immerwieder betrachtet. Wie unterschiedlich sie wirken kann, wenn man sich allein auf das Foto beschränkt, kann man hier am Vergleich der beiden Abbildungen sehen. Es handelt sich um ein und dieselbe Figur. Einmal von einem Privatmann slebst fotografiert und einmal aus einem hochwertigen Katalog.
Um die Bilder in Originalgröße zu öffnen, bitte einfach draufklicken.

Montag, 2. Mai 2011

Innovation in Art Market !

Real innovations are more than bright ideas - they derive from constant work and endurance, to be put into reality. In international art marked most innovative things are the art objects themselves, but not the way they are collected or sold.

Anyhow, with a great spirit of bringing art marked into 21st century - or better: bringing the people of 21st century into art market - there is a fresh company just starting to adress the art world: AUCTIONATA www.AUCTIONATA.com

It calls itself "the ultimate auction community", but it is in fact kind of a "social auction network". It is a complex system to conduct real auctions within the user community.

Since Asiatika-Ankauf is allready logged in (of course!), we know, that this is going to be the next big thing in art market. It´s not the second google or facebook, but it is the most innovative company in the field of ARTS that has been set up in recent years!
No matter at what field you specifically look at (fine arts, contemporary, antiques...), coming up with a real worldwide "auction community network" is absolutely unparalleled.

Dienstag, 26. April 2011

Offene Anfrage: Budai aus Bronze - ein Sammlerobjekt

Aus der Originalanfrage an Asiatika-Ankauf:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die unten gezeigte Skulptur befindet sich seit mindesten 50 Jahren - aber vermutlich länger - in Familienbesitz.
Wahrscheinlich handelt es sich um eine Kupferlegierung (Bronze) die Wandstärke beträgt im Mittel ca. 3-4 mm.
Im vorderen Bereich sind geringe, Rückseitig starke Beschädigungen (möglicherweise Kriegseinwirkungen/Brand).
Über Expertenmeinungen und u.U. ein Angebot würde ich mich freuen.
- - - - -

Frage:

Aufgrund der brüchigen Gussqualität kann die Figur nicht direkt über Asiatika-Ankauf verwertet werden. Dennoch ist sie ein schönes Sammlerobjekt. Was soll der Besitzer am besten machen?

Freitag, 22. April 2011

798 Kunst-Viertel in Peking - Das Zeitfenster schließt sich sichtbar.

Eigentlich gehört das Kunstviertel "798" in Peking nicht zu den Themen, die im Zusammenhang mit antiker asiatischer Kunst interessant wären. Doch ist es solch ein skurriler Ort, der auf eine angenehme Art und Weise erfrischt, dass ich darüber berichten möchte. Die zeitgenössische Kunst der Chinesen soll hier gar nicht im Vordergrund stehen. Für mich ist im Viertel 798 auch nicht die Kunst das zentrale Thema, sondern der spielerische Charakter des Kunstviertels an sich.

Zugegeben, ich bin nicht mit den Augen eines ernsthaften Kunstinteressenten durch das Viertel gegangen, das sich seit meinem letzten Besuch in 2005 spürbar verändert hat. Inzwischen ist es so, dass man sich dort durchaus auch einen ganzen Tag lang aufhalten kann, dass man das Viertel an sich als Ausflugsziel erleben kann, und dass man sich dort vor allem auch wohlfühlen kann.

798 ist eine Spielwiese für Leute mit verrückten Ideen. Momentan hat es genausowenig ernsthaft mit Kunst zu tun wie mit kommerziellem Tourismus. Es ist irgendwo genau dazwischen. Es wirkt wie eine geradezu zufällige Ansammlung von Galerien und Shops, die einen frischen Flair versprühen. Erfrischend sind nicht die Kunstwerke an sich, deren Qualität ich nicht beurteilen kann. Sondern erfrischend ist das Viertel deshalb, weil es sich von der verbissenen Konsumwelt im restlichen Peking auffallend abhebt.

Ohne genau zu wissen, was das ist, das sie da tun, haben die Galeristen und Künstler in 798 einen abwechslungsreichen Ort geschaffen, der insbesodnere für Kinder ein tolles Erlebnis ist. Zumal man hier, im ehemaligen Fabrikgelände im Nordosten Pekings, immernoch ein ruhiges Plätzchen findet, mit frischer Luft, vernab vom lauten Geschrei der Millionenmetropole.

798 ist kontrovers. Denn zum einen ist es der Versuch, mit Kunst eine Alternativ-Welt zu bauen, die von einem freien, experimentellen Geist getragen wird. Und das in China, dessen zeitgenössische Kunst weltweite Beachtung findet, doch das diese Kunst im eigenen Land nicht wirklich zuläßt. Gleichzeitig ist 798 der Versuch, "die Cashcow zu melken". Es sind einfach zu viele Galerien und vor allem auch rein kommenrzielle Läden, die am touristischen Wert von 798 mitverdienen wollen. Daher ist jetzt schon abzusehen, dass sich das Viertel in einigen Jahren selbst überflüssig gemacht haben wird. Die kommerzielle Gier macht vor den Toren von 798 nicht halt, ganz im Gegenteil, sie ist eine der treibenden Kräfte des Viertels.

Daher kann ich nur sagen: 798 ist momentan absolut empfehlenswert, vor allem, wenn man mit Kind in Peking unterwegs ist. Doch eines ist gang klar: das Zeitfenster, in dem 798 vom Ansturm des Massentourismus und der absoluten kommerziellen Ausschlachtung verschont blieb, schließt sich deutlich.

Montag, 18. April 2011

Offene Anfrage: Geerbte Buddhafigur

Aus der Anfrage im Original; feedback bitte über die Kommentarfunktion:


Guten Abend,
ich habe ein Erbstück meines Uropas erhalten und wollte den ungefähren Wert dieser Buddha Figur schätzen lassen! Da ich bei Internetrecherchen auf Ihre Seite gestoßen bin, bin ich der Meinung, dass Sie mir evtl. weiterhelfen könnten!
Die Figur wurde Ende des 18. Jahrhunderts von meinem Uropa gekauft, da er Antiquitäten aus aller Welt sammelte.
Leider kann ich Ihnen keinerlei Auskunft darüber geben, aus welchem asiatischen Raum diese Figur stammt. Am Standfuß ist eine Holzkante abgebrochen, allerdings für Bastler leicht zu ersetzen. Aufgrund des Alters, lässt es sich leider nicht vermeiden, dass es zu leichten Farbunterschieden kommt!
Sie wiegt ca. 2,8 kg, hat eine Höhe von 23 cm, Breite 16 cm und von Tiefe 11 cm!
Anbei habe ich Ihnen noch ein paar Fotos als Anlage beigefügt! Ich hoffe,
dass meine Beschreibung in etwa Ihren Erwartungen entspricht, bei weiteren Fragen stehen ich Ihnen selbstverständlich unter dieser E-Mail Adresse zur Verfügung.
Ich bedanke mich jetzt schon mal im Voraus für Ihre Bemühungen und verbleibe mit freundlichen Grüßen!

Dienstag, 5. April 2011

Offene Anfrage: Zwei chinesische Keramiken - Datierung und Verkauf?

Diese beiden Gefäße aus Privatbesitz stehen zum Verkauf. Sie sind ein schönes Beispiel dafür, dass ein wissenschaftliches Gutachten z.B. von Kotalla in diesem Fall nicht weiterhilft. Denn was immer dieses Gutachten attestiert, es wird von keinem renmoierten Haus anerkannt. Für eine aussagekräftige Datierung gibt es nur eine Handvoll Personen, welche die Gefäße sichten sollten.

Bei Interesse, zur Kontaktaufnahme mit der Besitzerin oder für eine Bemerkung bitte einfach die Kommentarfunktion nutzen.

Anfrage an Asiatika-Ankauf (Veröffentlichung im Einverständnis der Besitzer):
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Meine Eltern besitzen zwei Vasen, die wir glauben aus der Tang oder Liaong Dynastie stammen.

Wir sind daran interessiert diese Vasen schaetzen zu lassen und gegebenenfalls zu verkaufen.

Koennen Sie mir bitte eine grobe Schaetzung fuer beide Vasen geben und erklaeren wie ein moeglicher Verkauf funktioniert?
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Sonntag, 3. April 2011

Worum geht es hier eigentlich? - Eine Tabuseite des "Kunstmarkts"?

Aufgrund des Feedbacks zur Frage, wie sich Asiatika-Ankauf besser gestalten ließe, muss ich Folgendes richtig stellen:

Der "Kunstmarkt", in dem sich Asiatika-Ankauf bewegt, besteht nicht einfach aus Auktionshäusern oder Internetdiensten wie Lotissimo etc. Sondern es ist ein Gebiet, in dem weltweit Händler Ihren Kunden Dinge verkaufen, die man nur dann zu schätzen weiß, wenn man spezifisches Fachwissen dazu besitzt.

Nun sind asiatische Antiquitäten (Asiatika, chinesische Kunst etc.) ein derart strittiges Feld, dass sich Experten, Gutachter, Sammler und Händler regelmäßig widersprechen. Der typische Kunsthändler baut sich daher einen gewissen Schutzwall auf, um als Autorität auf seinem Gebiet nicht angezweifelt zu werden und den Kunden gegenüber vertrauenswürdig und glaubhaft zu wirken.

Das ist auch in Ordnung, doch leider kam und kommt es viel zu häufig vor, dass Kunden nach Jahren feststellen, dass sie im falschen Glauben gekauft haben und dass sie viel zu viel bezahlt haben. Allein aus den Anfragen an Asiatika-Ankauf könnte ich genügend Beispiele zusammentragen, in denen die Kunden auf teuren Dingen sitzen, die nicht mehr seriös angeboten werden können.

Das ist eine Seite des Kunstmarkts, über die man nicht viel redet. Vielleicht ist es auch ein wirkliches Tabu - jedenfalls ist es ein Thema, welches von Asiatika-Ankauf grundsätzlich adressiert wird.

Offene Anfrage: "Buddha-Kopf - Nordindien 11.-12. Jahrhundert"

Anfrage an Asiatika-Ankauf:
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Sehr geehrte Damen und Herren,

über eine Schenkung besitze ich einen mittelalterlichen Buddhakopf, den ich gegebenfalls veräussern würde.

Zu dem Kopf kann ich momentan nur begrenzte Informationen geben, die darin bestehen, dass das Objekt einerseits in den 60er oder 70er Jahren legal in einem Antiquitätengeschäft in Bengalore/Bangalor gekauft wurde, andererseits gab es damals eine Expertise über die Uni Bonn, die die Echtheit bestätigte und den Zeitpunkt der Herstellung in Nordindien auf das 11. bis 12. Jahrhundert datierte.
Da diese Expertise leider abhanden gekommen, werde ich in Kürze die entsprechende Fakultät der Uni Bonn wegen dieses Gutachtens konsultieren, da es dort möglicherweise eine Abschrift gibt.

Lange Rede, kurzer Sinn: bei einem Interesse Ihrerseits an diesem Objekt würde ich Ihnen verschiedene Bilder des Kopfs und ggfs. auch die Expertise der Uni Bonn übersenden, da ich an einer optimalen Veräusserung sehr interessiert bin!
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Für Fragen, Informationen oder bei Interesse einfach die Kommentarfunktion verwenden. Preisliche Größenordnung: 400/600,- Euro.

Öffentliche Anfragen an Asiatika-Ankauf

Es hat sich gezeigt hat, dass Asiatika-Ankauf in einigen Fällen den anfragenden Besitzern, die Informationen über ihre Objekte suchen, nicht weiterhelfen kann. In diesem Zusammenhang nochmals vielen Dank für die Rückmeldungen auf die kleine Umfrage (HIER).

Wir möchten, dass Asiatika-Ankauf für Sie als Privatbesitzer von (Kunst-)Objekten funktionaler und besser nutzbar wird. Es soll stärker als bisher zu einer Plattform werden, über die Sie eventuell in Kontakt mit Interessenten kommen oder spezifische Fachinformationen bezüglich Ihrer Objekte bekommen können.

Daher können wir Anfragen direkt hier im Blog veröffentlichen. Jeder, der dazu etwas sagen möchte oder Interesse am jeweiligen Objekt hat, kann direkt über die Kommentarfunktion antworten - ohne Anmeldung, anonym oder mit Namen, ganz wie´s beliebt.

Wenn Sie Ihre Anfrage öffentlich sichtbar machen möchten, schreiben sie das einfach dazu oder stimmen sich diesbezüglich mit mir ab.

Samstag, 2. April 2011

Wie kann ich meine Kunstsammlung verflüssigen?

Cash is King! - Wie geht das mit Kunst?

Asiatika-Ankauf ist im Wesentlichen ein innovatives Projekt für den Verkauf von Kunst. Es geht um die Frage, wie sich Objekte zu Geld machen lassen, die nur für einen hoch spezialisierten Personenkreis interessant sind.

Wir sind jedoch nicht nur auf der Suche nach interessanten Objekten, sondern verstehen Asiatika-Ankauf auch als Plattform für interessierte Kunstfreunde und Menschen, die einfach in den Besitz von spannenden Objekten gekommen sind.

Meine eigene Meinung sowie die Beurteilungen von Kollegen bezüglich eines betreffenden antiken Objekts sollen jedoch nicht abschließende Beurteilungen darstellen. Vielmehr möchten wir Asiatika-Ankauf öffnen und es jedem ermöglichen, ein Objekt zu präsentieren und eventuell von Kennern aus dem gesamten Publikum eine interessante Aussage zu bekommen.

Bei der Frage wie das geschehen sollte und ob dafür der Blog von Asiatika-Ankauf der geeignete Ort ist, interessiert uns nachtürlich Ihre Meinung!

Gehen Sie hier auf unsere Frageseite und kommentieren Sie einfach, was Sie über die Fragen denken.


Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Freitag, 1. April 2011

Peking Liulichang: das Antiquitäten-Viertel im Zeichen der Überhitzung

Südlich des Platzes des Himmlischen Friedens liegt die traditionsreichste Antiquitätenmeile in Peking, die Straße Liulichang, unterteilt in eine ostliche und eine westliche Hälfte. Hier befinden sich Galerien, die seit Jahrzehnten existieren und auch bittere Zeiten überstanden haben, genauso wie neu angesiedelte Händler, die das Geschäft mit den Touristen wittern. Doch trotz allem touristischen Flair, den die Läden versprühen, findet hier auch echter Antiquitätenhandel statt, zumal eines der größten Auktionshäuser Chinas hier sitzt, das Haus Hanhai Auktionen.

Der Liulichang ist ein Ort, an dem man besser zwei oder drei Mal hinsehen sollte. Es ist ein skurriler und paradoxer Handelsplatz für chinesische Kunst, der nicht leicht zu verstehen ist.



Zunächst muss man zwischen den Galerien unterscheiden. Denn es gibt solche, die fast ausschließlich Repliken und Touristenware verkaufen. Und es gibt solche, die vordergründig mit Repliken und Souvenirs handeln, allerdings hinter der Fassade ernsthaft gute Stücke haben. Und dann gibt es eine kleine Anzahl von Galerien, die fast ausschließlich gute Stücke handeln.

Es kann also sein, dass ein Händler vorne im Laden billige Andenken anbietet, hinten drin jedoch in verstaubten Regalen zwischen einer Fülle von Krimskrams eine gute Vase stehen hat, die vielleicht 7000,- Euro wert ist, für die er jedoch 10.000,- verlangt.
Das ist die nächste Tatsache, die dem westlichen Besucher etwas skurril anmutet: die Preispolitik. Der Punkt ist nicht, dass die chinesischen Händler gerne das drei-, vier- oder zehn-Fache des eigentliches Wertes verlangen, denn das kommt hierzulande ebenfalls vor. Entscheidend ist vielmehr, dass auf dem Liulichang Objekte von echtem Wert zwischen Kisten voll Gerümpel liegen, unter Zentimeter dicken Staubschichten begraben - ich übertreiben etwas, doch in der Tat fragt man sich bei manchen Händlern, ob sie z.B. Jaden im Wert von mehreren zehntausend Euro nicht unter etwas gepflegeteren Bedingungen lagern möchten.



Beim Thema Preise muss ich schlicht auf die viel beschworene Überhitzung der chinesischen Wirtschaft zurückkommen. Die Händler des Liulichang fackeln heutzutage nicht lange rum. Sie verlangen Preise, die gefühlt um ein Drittel höher liegen als das, was der internationale Markt hergibt. Und dann? Dann kann man kaufen oder eben nicht. Nach unten verhandelt wird nicht, zumindest nicht bei interessanten Objekten. Sie wissen, dass sie die Stücke an die Pekinger Kundschaft auch zu überzogenen Preisen verkaufen können. Wir reden von einem überhitzten Umfeld, in dem die Preise von gestern bei den Händlern heute nur mehr ein müdes Lächeln hervorrufen. Alle wissen, dass die Wirtschaft Chinas ständig wächst, eine dröhnende Erfolgsgeschichte, ein wahres Wirtschaftswunder. Unter diesen Umständen haben es die Händler kaum mehr nötig, zu handeln.

Ich denke, dass dieser Zustand nicht unaufhörlich so weiter gehen wird. Der Markt für antike chinesische Kunst wird von chinesischen Sammlern und Händlern getrieben, die momentan in anderen Sphären zu schweben scheinen, als der Rest der Welt. Aus meiner Sicht ist diese Entwicklung durchaus kritisch zu beurteilen.

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1. Station in Peking: Panjiayuan Flohmarkt



Der Pekinger Flohmarkt Panjiayuan ist Anziehungspunkt für Chinesen aus allen Gesellschaftsschichten, Chinareisende, Flohmarktgänger und Antikfreunde jeder Art. Im Südosten der chinesischen Hauptstadt sollte man auf der Suche nach dem Panjiayuan die großen Antikcenter wie etwa die "Guwancheng" (Antik-City) etc. ignorieren, zumindest am Wochende, denn diese Häuser mit kommerziellen Galerien kann man auch unter Woche besuchen, während die Händler am Panjiayuan nur Samstags und Sonntags ihre Ware ausbreiten.

Was sieht man auf diesem Flohmarkt?



Dem Panjiayuan eilt ein Ruf voraus, dass man hier unter all dem Krimskrams und den Kopien von Antiquitäten auch das ein oder andere echte, authentische Stück finden könne. Es ist also in der Tat ein kleiner Gaumenschmaus für Flohmarktfreunde, ein Ort, um sich auf Schatzsuche zu begeben.
Interessant ist einerseits die Vielfalt der Objekte, die Chinesen kennen unzählige Sammelgebiete auch fernab von Dingen, die auf dem internationalen Parkett gehandelt werden. Beispielsweise werden Porzellanscherben gesammelt, denn auf einigen Stücken sind bestimmte, interessante Glasuren vorhanden. Interessant ist aber auch, dass auf dem Panjiayuan-Flohmarkt nicht allein Händler auftauchen, sondern auch Arbeiter oder Menschen aus den Provinzen, die in Tüten und Tüchern einige Sachen mitschleppen, in der Hoffnung, sie in Peking eventuell zu Geld machen zu können.

Doch wie steht es um die Qualität der Objekte?



Hierzu muss man sich insbesonere als Ausländer (egal ob mit oder ohne Chinesischkenntnissen) an die wichtigste Regel auf chinesischen Flohmärkten halten: Nicht kaufen.
Wenn einem ein Objekt gefällt, dann anschauen, begutachten, verhandeln, aber nicht kaufen. Auch wenn man nochmal überlegt, selbst dann, wenn es wirklich ein interessantes Stück ist: nicht kaufen.

Wer sich hier ein Objekt als Souvenir mitnehmen möchte, weil es gefällt, muss wissen, dass 99,99% der Stücke auf dem Panjiayuan völlig wertlos sind. Wer als Kenner ein interessantes Stück gefunden hat, der sollte selbst entscheiden, wieviel Geld er im Zweifel verlieren möchte, denn 99,99% der Stücke sind schlichtweg Repliken. Man könnte auch Fälschungen sagen, doch das wird der Sache nicht gerecht. Denn die Menschen dort handeln und leben mit ihren Objekten, ganz unabhängig davon, ob es sich tatsächlich um alte Antiquitäten handelt oder um nachgemachte antike Objekte.

Für Freunde der chinesischen Kunst ist der Panjiayuan ein Schmankerl, das man in Peking durchaus mitnehmen sollte. Allein zu Übungs- und Anschauungszwecken lohnt sich der Weg. Doch ist es kein Ort, an dem man ernsthaft etwas kaufen kann. Wenngleich nicht auszuschließen ist, dass morgens um 6:00 schon so manch gutes Stück gefunden worden ist...

Donnerstag, 31. März 2011

Armes, ignorantes China...

Lassen Sie mich nicht etwa mit der viel beschworenen Überhitzung der chinesischen Wirtschaft anfangen, sondern einfach damit, dass ich gerade von einer spannenden Reise ins Reich der Mitte zurück komme, und es mir als Sinologe doch erlauben möchte, ein paar Sätze darüber zu verlieren.

Was die Antiquitäten betrifft, so werde ich zwei oder drei separate Artikel schreiben. Wenngleich für einem Blog, der "Asiatika-Ankauf" heißt, der Rekordzuschlag für eine Shakyamuni-Figur, feuervergoldete Bronze, mit Yongle-Marke (!), ein guter Einstieg ist, um auf die aktuelle Lage in China hinzuweisen. Zunächst: der Rekordpreis für die Figur lag bei über einer halben Million Euro - das traditionsreiche Auktionshaus Leo Spik in Berlin dürfte soetwas wohl nicht alle Tage erleben.
Aber was ist das Besondere an diesem Rekordzuschlag? - Er ist ein Zeichen der Überhitzung der chinesischen Wirtschaft.

Doch zunächst möchte ich im Kleinen anfangen, bevor gleich die ganze Wirtschaft überhitzen muss: Was sieht man in China? Was hört und liest man von China? Was steckt hinter der Meinung, dass die chinesische Konsumgesellschaft unsere Exporteure aus der Finanz- und Wirtschaftskrise gerettet haben? Die Antwort ist immer dieselbe: Konsum. Konsum. Konsum.

Die chinesische Gesellschaft ist in einer Konsumspirale gefangen, die Sie zu verbissenem, sinnlosem und zwanghaftem Konsum verdammt. Und davon profitiert gerade nicht der Großteil der Bevölkerung, denn der chinesische Otto-Normalverbraucher lebt im Schnitt weit unter dem Niveau, das nötig wäre, um mit der Teurungsrate mithalten zu können. Doch darüber möchte ich mich gar nicht auslassen, denn viel wichtiger ist der Punkt, dass die chinesische Gesellschaft dieser Entwicklung nicht folgen kann.

Der Konsumgesellschaft folgt keine Zivilgesellschaft. Dem ohrenbetäubenden Rauschen des Wirtschaftswachstums folgt keine gesellschaftliche Entwickllung, in der freie Menschen im Mittelpunkt stehen. Stattdessen folgt ein unglaublich aufwendiger Schwall an Regulierungen, der insbesondere vor dem Gebrauch neuer Technologien nicht zurück schreckt.

China fotografiert sämtliche ausreisenden Personen mir einer Webcam unter Zuordnung der Passnummer. In der Provinz, das hat mich wirklich geärgert, sind die Internetseiten Facebook, Xing, Twitter und Blogger einfach gesperrt! Da wundert man sich nicht, wenn Goolge großzügig eine von der chinesischen Regierung gesetzte Frist zur Beantragung eines Mapping-Dienstes (Google-Maps in China) verstreichen läßt, unter dem Hinweis, dass man damit beschäftigt sei, die Regulierungen zu studieren, um zu sehen, in welcher Weise der Service beeinträchtigt würde.

Man sollte diese Dinge nicht unter den Teppich kehren. Sondern, im Gegenteil muss man klar sagen, dass China seinen Bürgern die Chance und Möglichkeit verwehrt, eine freitliche Gesellschaft zu gründen, die Potentiale und Kreativität ungeahnten Ausmaßes hervorbringen könnte. Wenn Menschen Träume haben, Ideen verwirklichen möchten, sich selbst entwickeln und entfalten wollen, dann entstehen Potentiale, und manchmal auch große Erfindungen. Doch die Voraussetzungen dafür entstehen in der Politik und werden in der Gesellschaft gelebt. Schade also, dass China ein ignoranter Riesendrache ist, der vielleicht bereits aufgewacht ist, aber noch nicht wirklich in allen farben des Regenbogens lebt und strahlt. Stattdessen reguliert, konsumiert und investiert er - wenns sein muss mit Gewalt.

Die chinesische Bronzefigur bei Leo Spik ist in diesem Zusammenhang ein weiteres Puzzleteilchen in dem Bild, das die Wörter "Wirtschaft" und "Überhitzung" im Titel trägt. China ist nach wie vor ein Drahtseilakt, dessen Stabilität die Führung permanent regelt (reguliert). Es bleibt der Bevölkerung zu wünschen, dass die Transformation, die unweigerlich kommen wird, schmerzfrei sein wird.

Sonntag, 13. März 2011

Das Kunstgutachten - Schwarzer Peter oder Joker im Vertrauens-Poker?

Mit Vertrauen spielt man nicht - sollte man jedenfalls nicht. Was aber, wenn eine Existenz, ein ganzer Berufsstand an diesem seidenen Faden des Vetrauens hängt?
Dann steht es am Ende Aussage gegen Aussage, Name gegen Name.

Die Gutachter für asiatische Kunst werden mir diesen kritischen Artikel wohl verzeihen, denn auch sie wünschen sich informierte und mündige Kunden, oder nicht? Ein professioneller Gutachter nimmt Geld für die Einschätzung einer asiatischen Antiquität. Dass dieser Bereich eine der am stärksten von Fälschungen und Plagiaten durchwachsenen Sparten im Kunsthandel überhaupt ist, wissen die Gutachter natürlich.

Aber was wissen die Kunden?

Kunde eines Gutachters wird jemand, der wissen möchte, wie die Sammlungsstücke, die Erbschaft und dergleichen zu datieren sind und worum es sich handelt. Wer nun einen professionellen Gutachter aufsucht, der ein zufriedenstellendes Urteil ausstellt, wähnt sich zunächst in Sicherheit. Der Kunde hält die paar hundert Euro Gutachterkosten solange für gut investiert, bis er merkt, dass im Kunsthandel kein Mensch das Gutachten anerkennt. Sei es ein Gutachten von einem vereidigten Gutachter oder ein wissenschaftliches Gutachten aus dem deutschsprachigen Raum - der professionelle Kunsthandel achtet allein auf das betreffende Objekt. So hart es klingen mag, aber in der überwiegenden Anzahl der Fälle, die ich durch Asiatika-Ankauf zu sehen bekam, war das Gutachten das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben stand.

Nur wie kommt es, dass eine Zunft von Menschen, die als Kunstgutachter ihr täglich Brot verdient, im Bereich der antiken asiatischen Kunst derart häufig völlige Fehlurteile ausstellt, die von keinem erfahrenen Experten weltweit anerkannt werden?

Die Antwort ist vermutlich einfacher, als man denken mag. Der Gutachter muss ja schließlich auch dann von etwas leben, wenn es mal keine authentischen Objekte zu begutachten gibt...

Was die asiatische Kunst betrifft, kann ich nur ganz eindeutig raten: Finger weg vom kostenpflichtigen Gutachten. Wissen und Expertise gibt´s auch kostenfrei, beispielsweise bei Asiatika-Ankauf.

Montag, 28. Februar 2011

Chinesisches Jade-Siegel aus der Verbotenen Stadt


Vor einigen Wochen fragte uns ein Herr nach unserer Meinung über ein chinesisches Siegel, das ihm vererbt worden war. Wie sich herausstellte, handelte es sich um ein ganz besonderes Siegel aus grüner Jade, das mit einer außergewöhnlichen Provenienz verbunden war. Es stammte aus der Verboten Stadt in der Kaiserlichen Palastanlage in Peking und war für den Gebrauch durch die Kaiserinmutter Ci Xi (Empress Dowager) bestimmt.

Da diese Information selbstverständlich seriöser Verifizierung bedarf, machten wir uns persönlich ein Bild von der Sache. Und hierbei zeigte eine beeindruckende historische Dimension dieses Siegels.
Im Jahr 1900 kam es zum Einmarsch von insgesamt acht ausländischen Mächten in Peking, dem damaligen Zentrum der mandschurischen Qing-Dynastie. Die umfangreiche Eroberung der Hauptstadt des chinesischen Reiches war ein Höhepunkt in einer dramatischen Umwälzung, die mit dem Namen „Boxeraufstand“ verbunden wird. Dass es damals zu ausschweifenden, weitgehenden und rücksichtslosen Plünderungen von Kunst- und Kulturgütern kam, ist allgemein bekannt. Etwas ausführlicher wird dieses Thema HIER behandelt.

Das Siegel aus grüner Jade gelangte in die Hände eines preußischen Marineoffiziers und Arztes, der auch nach 1900 noch einige Jahre in der Region zwischen Peking und Jiaozhou blieb. Bei diesem Arzt handelte es sich um den Großvater des heutigen Besitzers. Es ist davon auszugehen, dass er es als Gegenleistung bzw. als Dankeschön für seine Dienste als Arzt erhalten habe und dass ihm selbst wohl nicht bewusst war, woher es stammte. Wer sich mit den Plünderungen von Kulturgütern in Peking 1900 beschäftigt, der kann bestätigen, dass im fraglichen Zeitraum zahlreiche Gegenstände aus der Kaiserstadt verschwanden. In der Literatur finden sich Berichte, dass sogar Tunnel unter den Mauern gegraben worden sind, um regelmäßige, nächtlich stattfindende „Beutetouren“ zu veranstalten.

Welchen Weg aber nahm dieses Siegel zwischen 1900 und 2011? Wie kommt es, dass es heute noch, oder erst heute, wieder auftaucht?

Zu diesen Fragen findet sich umfangreiches Material, welches vom heutigen Besitzer zusammengetragen wurde. Dazu zählen beispielsweise Briefe des damaligen Marinearztes sowie Unterlagen eines Museums der DDR – es handelt sich nicht nur um die Geschichte eines Kulturguts, das aus dem Zentrum des ehemaligen chinesischen Reiches hinaus gelangte und in den Westen gebracht wurde, sondern gleichzeitig ist es auch eine deutsch-deutsche Geschichte, die ein Schlaglicht auf den Umgang mit Kulturgütern und das Thema von Besitzansprüchen nach dem Mauerfall wirft.

Zudem ist es eine Geschichte über Extreme im internationalen Kunsthandel. Denn nun wird das Siegel in den Verkauf kommen und so wieder den Weg zurück nach China finden. Ob es in den Händen eines Privatsammlers landet oder ob es jemals in einem Museum für die Öffentlichkeit zu sehen sein wird, wissen wir nicht. In jedem Fall ist es heute ein weitgereistes Kulturgut, das mehr als ein Jahrhundert in Europa durchgemacht hat. Dieser Hintergrund macht das Siegel weitaus spannender, als die Tatsache, dass es für Kaiserin Dowager gefertigt worden war. Selbstverständlich ist es wichtig, dass diese Informationen und vorhandenen Dokumente beim Verkauf nicht verloren gehen.

Für uns selbst ist diese Geschichte schlicht und einfach ein Stück Leidenschaft. Schließlich kennen wir die historische Dimension eines solchen Objekts - und das ist nicht zuletzt mit ein Grund dafür, warum es Asiatika-Ankauf.de gibt.

Freitag, 25. Februar 2011

Ein kleines, unscheinbares Porzellan-Fläschchen



Da ich in meinem Datei-System gerade wieder darauf gestoßen bin:
Was würde Sie von diesem kleinen unscheinbaren Fläschchen halten, wenn Sie es auf einem Flohmarkt sehen würden?

Es war vor Jahren einer meiner ersten Käufe chinesischen Porzellans. Als es auf dem bekannten Flohmarkt am Berliner Rathaus Schöneberg für ein paar Münzen den Besitzer wechselte, hatte es mich zwar in seinen Bann gezogen, doch wie es zu datieren wäre, wußte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Je länger ich es hinterher ansah, desto besser gefiel es mir, und als ich es schließlich professionell bewerten lies, lautete die Datierung "China, 18.Jahrhundert, Wert ca. 500,- Euro".

Tja, leider findet man nicht alle Tage am Rathaus Schöneberg solch ein nettes, unscheinbares Porzellan-Fläschchen!?

Samstag, 19. Februar 2011

Das Ebay-Experiment - hochwertige asiatische Kunst auf Ebay

Ein sehr unterhaltsames Experiment mit einem hochwertigen Rhinozeroshorn-Becher (Libation Cup) wurde von Auctionata auf Ebay USA durchgeführt. Es zeigte auf beeindruckende Weise die Schwachstellen von Ebay, wie es heute ist.

Die Kurzform des Experiments:
Der hochwertige Becher wurde von einem vermeintlich völlig ahnungslosen Verkäufer mit einem Startpreis von 0,99 USD auf der Ebay-Seite USA eingestellt. Der Beschreibungstext war so vormuliert, dass er den Anschein erweckte, dass der Verkäufer nicht einmal wisse, dass es sich um Rhinozeroshorn handelte. Er schrieb, es sein wohl eine andere Holzart als der Ständer, auf dem der Becher steht.
In Wirklichkeit ergab eine Schätzung durch Christie´s im Vorfeld des Experiments einen ungefähren Wert des Bechers von 60.000 /80.000 USD.

Die Frage war nun, ob der Artikel auf Ebay gefunden werden würde, ob der Verkäufer über den wahren Wert des Bechers von einem Ebay-Mitglied informiert werden würde und ob er über Ebay auch nur annähernd in der Höhe des geschätzten Wertes verkauft werden könne.

Das Ergebnis war niederschmetternd. Zum einen versuchten zalreiche Interessenten den Verkäufer zu überreden, ihnen den Becher sofort zu verkaufen. Mit fadenscheinigen Gründen, wie etwa "ich brauche dringend ein Geburtstagsgeschenk für meinen Vater" o.ä., hofften die Interessenten, dass sich der Verkäufer auf Gebote außerhalb von Ebay von etwa 500,- Dollar einlassen würde. Wirklich abgegebene Gobote erreichten gerade mal eine Höhe von rund 50,- Dollar. Als die Auktion auf Ebay vom Verkäufer jedoch vorzeitig beendet wurde, ging das Bietergefecht los. Privat und unabhängig von Ebay boten einige Interessenten bis zu einer Höhe von 43.000 USD für den Becher.

Das Experiment hat deutlich gezeigt, dass ein unwissender Verkäufer, der ein gutes Objekt bei Ebay anbietet, nur verlieren kann. Auf der anderen Seite zeigte es auch, dass zahlungskräftige Interessenten durchaus auf Ebay zu finden sind, wenngleich sie im Grunde nichts anderes im Sinn haben, als ein unverschämtes Schnäppchen zu schlagen.

HIER geht es zur Originalbeschreibung des Experiments durch Auctionata.

Dienstag, 1. Februar 2011

新年快乐 Alles Gute zum Chinesischen Neujahr !!!!

Herzliche Glückwünsche zum Neuen Jahr an unsere chinesischen Freunde !!
Asiatika-Ankauf wünscht der chinesischen Welt ein fröhliches Feiern und ein erfolgreiches Jahr des Hasen!

Ägypten !

Angesichts der dramatischen Ereignisse, die sich gegenwärtig in Agypten zutragen, muss man natürlich sagen, dass allein schon aus Gründen der Konservierung die Nofretete in Berlin wohl besser aufgehoben ist als in Kairo.

Daher ist die im vorangegangenen Beitrag angesprochene Diskussion wohl vom Gewicht der Aktualität überrollt, zumindest was Ägypten betrifft.

Den Menschen und Protestierenden in Ägypten bleibt zu wünschen, dass sie auf friedlichem Wege eine Regierung finden werden, die sie unterstützen und akzeptieren können.

Dienstag, 25. Januar 2011

Sollen wichtige Kulturgüter rückgeführt werden?

Die weltberühmte Büste der Nofretete ist nach Auffassung der Verantwortlichen in Deutschland rechtmäßiges Eigentum der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin. Dies bestätigte sogar Außenminister Westerwelle, wie derzeit in den Medien zu lesen ist (siehe hier).

Nun stellt Herr Dr. Zahi Hawass, der Generalsekretär der Obersten Antikenverwaltung Ägyptens, medienwirksam die Forderung nach Rückgabe des Artefekts. Diese Forderung wurde von Wissenschaftlern aus Ägypten bereits seit den 1940er Jahren immer wieder erhoben. Doch die gegenwärtige Debatte wirft deutlicher als zuvor ein Schlaglicht auf die Grundsatzfrage, die dahinter steht:

Besitzt "der Westen" rechtmäßig wichtige Kulturgüter derjenigen Länder, die zur Zeit des Kolonialismus unterlegen waren?

Wie kontrovers diese Frage auch in der Öffnetlichkeit diskutiert wird, zeigt ein Blick auf die Kommentare des Artikels der Tagesschau: HIER KLICKEN.

Die Argumentationen reichen von völligem Verständnis für die Ägyptische Forderung bis hin zur Warnung vor der Rückführung, da man den Ägyptern keine sachgemäße Konservierung der Büste zutraue. Schmulzeln hingegen muss man bei Aussagen, wie etwa "Die Ägypter hätten ja 2000 Jahre Zeit gehabt, die Büste selbst auszubuddeln" (!?)

Erfreulich ist die Debatte dennoch, ganz unabhängig vom Ergebnis. Denn sie zeigt, dass viel Bewegung in das Thema kommt. Dem Beispiel Ägyptens könnten weitere Nationen folgen, allen voran China. Hier gehört die Forderung nach Rückgabe von wichtigen Kulturgütern inzwischen bereits zum guten Ton unter Sammlern, wenngleich sie von politischer Seite her kaum Unterstützung erfährt. Es ist jedoch absehbar, dass Museen und Institutionen in der westlichen Welt in den kommenden Jahren die Rechtfertigungen für den Besitz von Kulturgütern aus teilweise nicht rechtmäßigen Ausfuhren neu überdenken werden müssen.

Prüfung von Elfenbein

Antike Elfenbeine werden nach wie vor gesammelt und entsprechend nachgefragt. Insebesondere japanische Okimono oder antike chinesische Schnitzereien nehmen einen festen Platz im Portfolio des gehobenen Kunsthandels im Bereich antiker Asiatica ein.
Wer ein Objekt jedoch wissenschaftlich prüfen lassen möchte, um zweifelsfrei zu bestimmen, ob es sich um Elfenbein handelt, und wenn ja, aus welcher Region das Stück stammt und welches Alter es besitzt, der hat in Deutschland gute Möglichkeiten dazu. Seit 2003 prüft das Internationale Zentrum für Elfenbeinforschung (International Centre of Ivory Studies; Incentivs) in Mainz mit unterschiedlichen wíssenschaftlichen Methoden vermeindliche Elfenbeine auf Echtheit und Alter.

Insbesondere die IR-Reflexion-Spektroskopie kommt hierbei zum Einsatz, wobei das Elfenbein mit Infrarotlicht bestrahlt wird, um die genaue Materialzusammensetzung zu durchleuchten. Während das Material hierbei völlig unbeschädigt bleibt, wird bei der Laser-Ablations ICP-MS Methode ein minimales Loch von wenigen Tausendsteln Millimeter Stärke gebohrt. Das herausgeschleuderte Material wird daraufhin bei rund 8000 Grad Celsius ionisiert und anschließend analysiert. Dadurch kann die genaue Herkunft der Probe bestimmt werden.

Kontakt zum Institut:
Internationales Zentrum
für Elfenbeinforschung, Mainz
www.incentivs.uni-mainz.de

Donnerstag, 6. Januar 2011

Art und Investment

Derzeit liest man häufig in der Presse, dass in 2010 weltweit die Preise für Kunst so hoch waren, wie nie zuvor. Die Medien berichten vielerorts von neuen Rekordpreisen, vom Boom im Kunstmarkt, von erfolgreichen Kunstfonds und einer neuen Lust an Kunst. Insbesondere die Kunstmessen werden sehr positiv hervorgehoben. Neue Besucherrekorde bescheren den Ausstellern Spitzenerlöse, während in vielen Teilen der Welt neue Kunstmessen aus dem Boden schießen.

Von dieser positiven Grundstimung sollte man sich jedoch nicht unkritisch blenden lassen. Beim Kauf von Kunst geht es immer darum, ob einem das entsprechende Objekt bzw. Werk gefällt oder nicht. Zwar ist das leichter zu sagen, wenn man Gemälde sammelt, als bei antiker Kunst aus China. Doch auch hier ist wichtig, dass man einen Bezug zum Objekt hat und nicht einfach etwas sammelt, weil es exotisch ist, weil es in einer tollen Galerie ausgestellt war oder weil es antik ist.

Daher unterscheidet sich eine Investition in (antike) Kunstobjekte grundsätzlich von herkömmlichen Investitionsarten wie z.B. in Aktien oder Fonds. Wer Geld in Kunst anlegen möchte, der sollte mehr wollen als bloß eine Geldanlage. Es gibt inzwischen auch auf dem Gebiet der antiken Kunst aus China einige Anbieter von Fonds. Diese Investieren in hochpreisige Objekte, deren Qualität außer Frage steht. Die Wachstumsraten dieser Fonds sind deshalb so hoch, weil in den letzten Jahren die wirtschaftliche Entwicklung Chinas viel Kapital freigesetzt hat, mit dem chinesische Sammler und professionelle Händler begehrte Kulturobjekte weltweit erwerben konnten. Doch man sollte nicht vergessen, dass der Erfolg von Fonds, die in antike Kunst investieren, von einer Vielzahl ungewisser Faktoren abhängig ist. Dementsprechend ist es trotz gutem Trend im Kunsthandel immer noch angebracht, dem Rat der Finanzexperten zu folgen und nur einen geringen Anteil des verfügbaren Kapitals in Kunst anzulegen. Wer dies tut, kann jedoch auch direkt besondere Objekte der antiken Kunst erwerben. So hat man wenigsten ein schönes Stück zu Hause, an dem man sich erfreuen kann.

Die Reden von Rekordpreisen sollte man indes mit etwas Gelassenheit betrachten. Es sind in der Regel stets einzelne Spitzen-Objekte, deren Rekordererlöse keinesfalls die gesamte Marktentwicklung widerspiegeln. Tausende und abertausende an antiken Objekten im dreistelligen oder unteren vierstelligen Bereich werden jährlich weltweit gehandelt, und doch werden sie in kaum einer Schrift oder einem Auktionsbericht erwähnt. Hier gilt wohl die alte Regel aus der Astronomie: Bei zuviel Licht sieht man die vielen, vielen Sterne nicht.

Montag, 3. Januar 2011

Happy New Year 2011 !!!

Asiatika-Ankauf wünscht allen Freunden, Bekannten und Besuchern ein glückliches und gesundes Neues Jahr!!!

Ich freue mich sehr, gleichzeitig das einjährige Bestehen dieses Blogs zu feiern und bedanke mich für die positiven und inspirierenden Feedbacks von Lesern.
Für das Neue Jahr hoffe ich, noch mehr Hintergrundinformationen aus dem Kunstmarkt bereitstellen zu können und vielleicht einige Persönlichkeiten aus der Welt der Ostasiatischen Kunst vorstellen zu dürfen.

Einen guten Wochenstart und freundliche Grüße aus Berlin,
Till Spurny