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Mittwoch, 7. April 2010

Japanische Keramik (2) - Bizen-Keramik

Die Öfen der Bizen-Keramiken liegen in der Region um Okayama am inländischen Meer und haben eine uralte Tradition der Keramikherstellung. Berühmtheit erlangten die Keramiken allerdings erst im späten 16. Jahrhundert, als sie von den Anhängern der Teezeremonie gefördert wurden, da sie auf Grund der matten, dunklen Farbtöne deren künstlerischen Idealen entsprachen. Bizen-Keramik unterscheidet sich beträchtlich von den Keramiken anderer Öfen und ist leicht an ihrem rötlichen Scherben zu erkennen.
Die verwandte Tonerde ist so dick und zäh, dass sie sich kaum zu Herstellung von Keramiken eignet, doch die Töpfer haben herausgefunden, dass wenn sie die Keramik über lange Zeit bei einer niedrigen Temperatur brennen und danach für lange Zeit auskühlen lassen, ein kompaktes Steingut mit einer glatten, fast metallischen Oberfläche herauskommt.
Die Oberflächentextur der Bizen-Keramik wirkt aufgrund des längeren, doch weniger heißen Brennens zarter als die anderer Keramiken.
Im 16. Jahrhundert hatten die Töpfer des Bizen diese Technik so perfektioniert, dass sie begannen ihr Steingut mit Dekor zu versehen und dem Geschmack der Anhänger der Teezeremonie zuzuarbeiten. Z.B umwickelte man das Steingut mit Stroh, was durch die Verbrennung dunklere Streifen auf dem hellen Tonkörper hinterließ, die so genannten hidasuki (Feuerstreifen). Oder man stülpte auf flache Schalen und Behälter kleine Tassen, die beim Brennen dann bewirkten, dass unglasierte Rundungen zurückblieben, die gegen die gefleckte, zuckerfarbige Ascheglasur hervorstachen.

Beitrag: lkr