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Freitag, 29. Januar 2010

Die Provenienz von Kunstobjekten – ein „Lebensweg“ der Objekte

Die Frage nach einer gesicherten Provenienz von asiatischen Kunstobjekten hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, insbesondere bei chinesischen Antiquitäten. Mit einer interessanten Provenienz können antike Objekte aus China weitaus besser verkauft werden, und liegen demnach im „Wert“ höher, als Objekte, bei denen nicht bekannt ist, wo sie her kommen und wer die Vorbesitzer waren.

Das Thema Provenienz ist allerdings nicht nur deshalb wichtig, weil Objekte aus namhaften Sammlungen immer Interesse wecken. Auch für weniger hochwertige antike Kunstobjekte gilt, dass der Weg, den das Kunstobjekt zurückgelegt hat, schließlich zum „Lebenslauf“ des Objekts dazu gehört. Die Wanderung einer asiatischen Antiquität, ihre Reise von Asien nach Europa und eventuell wieder zurück, ist unmittelbar mit dem betreffenden Kulturgut verbunden.

Dieser „Reiseweg“ gehört dazu! Die Provenienz verändert das Wesen der Objekte. Das kennt jeder von sich selbst. Wenn Sie einen antiken Gegenstand sehen, dann verändert sich Ihre Wahrnehmung dieses Gegenstandes schlagartig, sobald Sie die interessante Provenienz des Objektes hören.

Doch diese Zusatzinformation muss selbstverständlich auch belegbar sein. Es nützt ja nichts, wenn der Vorbesitzer eine ganz tolle Geschichte zu dem Stück erzählt hat…

Daher ist es immer schade, zu hören, dass jemand zwar „weiß“, dass ein Objekt eine gute Provenienz hat, darüber aber keine brauchbaren Angaben machen kann.

Es ist für Sammler der asiatischen Kunst schließlich immer wichtig, bei der Provenienz Sorgfalt und Achtsamkeit zu wahren (Auch wenn das manche nicht ganz so ernst nehmen)

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