
Während sich in dieser Woche in London einer der spektakulästen Verkäufe chinesischer Antiquitäten ereignete, in dem eine außergewöhnliche, kaiserliche chinesische Vase aus den kaiserlichen Öfen Qianlongs für rund 43 Millionen britische Pfund zugeschlagen wurde, setzte die Auktion Asiatischer Kunst im Hause Nagel erneut Standards im deutschsprachigen Raum.
Insgesamt wurden 849 Zuschläge erteilt, deren Gesamt-Zuschlagssumme sich auf 10.103.415 Euro beläuft, exklusive Aufgeld. Der Blick auf die Zuschlagszahlen zeigt nicht nur, dass im Bereich über 100.000 Euro deutlich mehr Objekte verkauft wurden, als zuvor: Mit 18 Zuschlägen für 100.000 Euro und darüber wurden rund 5,2 Millionen Euro erzielt. Sondern es fällt darüber hinaus auf, dass die Anzahl verkaufter Objekte über 10.000 Euro diesmal sehr hoch war. Ganze 115 Zuschläge liegen im Bereich von 10.000 bis 100.000 Euro und summieren sich auf 3,36 Millionen Euro (siehe Grafik).
Alles in allem war es eine sehr starke Auktion mit vielen Highlights. Inhaltlich zeichnen sich neue Trends ab, vor allem zeigte sich ein starker Markt für Jade und Jadeit-Schnitzereien aus dem frühen 20.Jahrhundert bzw. aus der Republikzeit. Die Nachfrage nach Porzellanen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert scheint ebenfalls zu wachsen, voraussgesetzt, es handelt sich um vorzüglich gearbeitete Stücke.