Asian Art Blog - Museums Galleries Fairs Sales Education & People

Dienstag, 30. März 2010

Einige Gedanken zum Sammeln und zum Kauf aus privater Sammlung

Für Kunstfreunde kann es im Grunde nichts Schöneres geben, als aus einer privaten Kunstsammlung heraus direkt ein Objekt zu erwerben. Wenn Sie eine Sammlung antiker asiatischer Kunst besichtigen und sich direkt mit dem Besitzer über Verkaufsmöglichkeiten abstimmen, entsteht nicht nur ein hoher persönlicher Bezug zu den Objekten, sondern gerade der Instinkt des Sammelns, das Suchen, das Jagen und Sammeln, macht es so spannend.
Das macht den Reiz und besonderen Flair eines derartigen Privatkaufs aus. Darüber hinaus entfällt die Aufmerksamkeit des Marktes - die Objekte bleiben, wie man so schön sagt, „marktfrisch“.

Wie sehen private Sammlungen konkret aus?

In der Tat ist es in der Praxis so, dass viele Sammler nicht systematisch sammeln bzw. dass sie ihr eigenes System, ihren eigenen Geschmack haben und diesem folgen. Das ist sicherlich nicht verkehrt, doch wenn es an den Verkauf geht, kommt es auf den Marktwert der Objekte an. Hier spielen sowohl die Objekte an sich eine Rolle, als auch die Fragen, inwiefern die Provenienzen dokumentiert sind und die Objekte als Sammlung einen Sinn ergeben.

In vielen Fällen achten Sammler zum Zeitpunkt des Kaufs in erster Linie darauf, ob ihnen ein Objekt gefällt oder nicht. Die Wiederverkaufsmöglichkeiten werden oft nicht berücksichtigt. Jeder Kauf einer (hochwertigen) Antiquität stellt eine Wertanlage dar. Doch nur, wenn man sich über die Wertigkeit des Objekts und über die Marksituation im Klaren ist, kann man eine Sammlung auch als „Wertanlage“ realisieren.

Wenn man regelmäßig Objekte der asiatischen Kunst erwirbt, sollte man sich daher mit Experten über Wert und Verkaufsmöglichkeiten abstimmen.

Wenn Sie übrigens bei den hochwertigen Auktionshäusern kaufen, haben Sie in der Regel eine gute Referenz. Es wäre jedoch falsch, sich allein auf den Ruf von Auktionshäusern zu verlassen. Gerade bei kleinen Häusern, die keine eigenen Spezialisten für Asiatische Kunst haben, kann es nicht schaden, einen unabhängigen Rat einzuholen.

Anregungen und Kommentare gerne willkommen.

Dienstag, 23. März 2010

Aus einer Anfrage an Asiatika-Ankauf per Post !!

(Auszug aus der Anfrage)---
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Mit Freude entdeckte ich unlängst Ihre "Asiatika-Ankaufs Plattform" im Internet. Ich bin seit mehreren Jahren Sammler asiatischer Kunst und bin an einem Punkt angekommen, daß ich mich von einigen Stücken trennen möchte bzw. deren derzeitigen Marktwert erfahren möchte, wenn sich kein geeigneter Interessent ausmachen läßt.
In der Anlage übersende ich Ihnen Fotos von den Objekten mit nachstehender Beschreibung und Detailinformationen.
(...)
Zu meiner Art der Kontaktaufnahme sei noch anzumerken, daß ich über keinen eigenen PC verfüge, der es mir erlaubt, mit Ihnen in Verbindung zu treten. Ich habe deshalb diesen Weg gewählt, und hoffe dies ist machbar. Ich möchte Sie bitten, die Bilder nach Ihrer Begutachtung mir wieder komplett zu retournieren. Es sind im Moment die einzigen die ich besitze. Freirückumschlag anbei. Ich hoffe weiterhin, daß die Qualität der Fotos zur Begutachtung ausreicht.
(Ende Anfrage)---

Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an den Herren.

Wenn man Asiatika-Ankauf im Internet organisiert, ist man natürlich besonders stolz, damit auch Sammler zu erreichen, die über keinen eigenen PC verfügen!!

Freitag, 19. März 2010

Japanische Keramik (1) - Seto-Keramik

Die ersten Keramiken in Japan im Stil des Seto erschienen im 13. Jahrhundert. Die Seto-Keramik entstand im Versuch die grünlichen Seladongefäße, die in der chinesischen Song-Dynastie nach Japan importiert wurden, zu imitieren. Die Importe waren so spärlich und teuer, dass sich nur der Adel diese leisten konnte und so versuchten die Töpfer von Seto sie der breiten Masse zugänglich zu machen. Der Versuch der Imitation scheiterte. Als einzige Ausnahme sind die Teeschalen Temmoku zu nennen, die mit Eisenoxid glasierten Teeschalen sind oft nur schwer von den chinesischen Originalen zu unterscheiden.


Die Töpfer experimentierten mit helleren Glasuren und nahmen dann die Produktion der typischen Seto-Keramik auf. Dazu gehören Gegenstände für buddhistische Zeremonien, Begräbnisse, Teetassen und –Büchsen, Krüge mit breiter Öffnung und Gießgefäße mit Taille.


Ein spezifisches Merkmal der Seto-Keramik ist die „Welke-Blatt-Glasur", die in Tönungen von einer blassen Strohfarbe über ein blasses Grün bis hin zu braun und schwarz erscheint. Die frühe Seto-Keramik zeichnet sich durch ein Unterglasurdekor aus. Eingepresste oder eingeritze Blumen, wie Päonien und Lotus, sowie verschnörkelte Blätter, Fische, Wellen und abstrakte Kommaformen oder runde Felder. Es gibt auch einige Dekore, die appliziert wurden, die den Keramiken ein dreidimensioniales Ornament verliehen. Das Unterglasurdekor verschwindet im laufe der folgenden Muromachi-Zeit allmählich, durch die Entbehrungen des Bürgerkrieges und der strengen Ordnung der Teezeremonie, die sich zum Kult zu entwickeln begann.
Beitrag: lkr

Freitag, 12. März 2010

Kommentar zu: "Das Problem der Altersbestimmung früher chinesischer Keramik"

Ich danke für die anregenden Fragen bzgl. des Themas "Authentizität und Fälschung"!

Selbstverständlich reicht die unten geäußerte Kritik am "Glauben" an die TL-Methode noch weiter, denn es geht gerade auch bei antiken Kunstobjekten um Geschmack, Trends, um Gefallen und um den Glauben an die Objekte. Unzählige Objekte werden rafiniert restauriert, Einzelheiten erneuert oder gar ausgetauscht, einzelne Stellen nachpatiniert usw. all dies sieht oft nicht einmal das geschulte Auge. Im Grunde handelt es oft um reine Schönheitsoperationen an den Objekten.

Die folgenden Fragen aus einem Schreiben deuten zurecht auf den Kern dieser Problematik: "Wann ist ein Objekt noch konserviert, restauriert oder für den Kunstmarkt „zum Wohlgefallen des Käufers“ wieder im nahezu Originalzustand wiederhergestellt? Wieviel Prozent eines Objektes dürfen ergänzt oder restauriert sein?
Welche neuen Restaurierungsmethoden gibt es?"

Das sind äußerst spannende Fragen, die zugleich ein kritisches Licht auf den Kunstmarkt werfen. Ich möchte folgendes Beispiel anführen: Ich hatte eine sehr schöne, blaugrundige, mit Gold bemalte Porzellanvase aus der Guangxu-Zeit. Auf der Innenseite befand sich an der Lippe ein Haarriss. Dieser wurde, als die Vase in eine Auktion kam, mit Laser gesäubert, und anschließend mit einer besonderen Masse gefüllt. Man konnte ihn hinterher weder mit bloßem Auge sehen noch fühlen. Selbstverständlich hätte er den Klang einer Porzellanschale immernoch gestört, doch es war eine Vase, daher stellte sich dieses Problem nicht.

Es stellt sich die Frage: Macht es für uns als Käufer wirklich einen so großen Unterschied, ob man den Haarriss sieht oder aufgrund der modernen Restauration nicht mehr bemerkt? Gefällt die Vase jetzt besser? Oder gefällt Sie uns sogar weniger, sobald wir von der Restauration erfahren?
Mir persönlich wäre in diesem Fall der unrestaurierte Zustand lieber - doch es gibt eben auch Fälle, bei denen eine Restauration unerläßlich ist.

Das Problem der Altersbestimmung bei früher chinesischer Keramik

Frühe chinesische Keramiken werden derzeit sehr verhalten gehandelt, da die Methoden der Fälscher immer stärker die Spezialisten herausfordern.

Hier aus einem Briefwechsel:
"Die Problematik liegt übrigens in der bisher gültigen TL-Messmethode. Hier wurde nur das Alter der Proben bestimmt.
Diese gilt übrigens auch für Oxford Tests. Da ja bisher Oxford Tests als unangreifbar galten, haben wir etliche x-ray Tests auch bei Oxford Objekten durchführen lassen. Die Ergebnisse sprechen für sich. Nach einem Briefwechsel mit Frau Stoneham kam aus Oxford die Antwort:“ Um die Authentizität eines Terrakottaobjektes festzustellen, sind mindestens 4 Untersuchungsmethoden erforderlich. Problem: Keiner will die hohen Kosten übernehmen.“ Damit hat wohl die alleinige TL-Messmethode ihre Bedeutung verloren (gilt ab sofort für Kotalla + Oxford)."

Dies ist eine deutliche Kritik an der Auffassung, ein Thermolumineszenz-Gutachten (TL-Test) könnte die Authentizität einer Kermaik sicherstellen. Offensichtlich ist man selbst in Oxford der Ansicht, dass diese Methode alleine nicht mehr ausreicht. Raffinierte Repliken und Fälschungen werden beispielsweise aus pulverisierten Kermamikscherben gefertigt, die tatsächlich ein altes Brenndatum haben. Da der TL-Test nur eine Probe des gebrannten Materials untersucht, stimmt zwar das Alter des ungefähren Brennzeitpunkts, doch man hat immer noch keinen Aufschluss darüber, ob das vorliegende Objekt tatsächlich authentisch ist oder nicht.

Donnerstag, 11. März 2010

Die Handhaltung (Mudra) der buddhistischen Skulptur (1.Teil)

Buddhas und buddhistische Figuren haben vielfältige Handhaltungen (Mudras) sowie Attribute. Diese verleihen den Buddhafiguren nicht nur Bedeutungen, sondern sie verändern auch den Blick des Betrachters. Hier einige Stichworte zu einigen häufigen Mudras von Buddhafiguren:

Abhaya Mudra
Die Haltung der rechten Hand nach oben mit flacher, nach vorne gerichteter Handfläche symbolisiert die Furchtlosigkeit bzw. das Wohlwollen, die Mildtätigkeit des Buddha. Es gibt zwar eine buddhistische Anekdote, wonach der historische Buddha angesichts eines wilden Elefanten die Hand hob und das Tier dadurch beruhigte. Doch das Abhaya-Mudra ist vielmehr als ein Zeichen der Güte des Buddha zu verstehen. Es signalisiert den Gläubigen, dass sie keine Furcht und Ängste zu haben brauchen.

Varada Mudra
Diese Handhaltung (Hand nach unten gerichtet, Handfläche nach vorne gedreht) steht für die „Wunschgewährung“. Bei sitzenden Figuren liegt die geöffnete Hand mit nach vorne gerichteter Handfläche über dem Oberschenkel. Das Varada Mudra steht neben der Wunschgewährung auch für das Mitgefühl Buddhas und seine Absicht, der Erlösung der Menschen zu dienen. Der Wunsch der Menschen nach Erlösung vom Leid soll demnach gewährt werden.

Vitarka Mudra
Bei dieser Handhaltung berühren sich Zeigefinger (oder Mittelfinger) und Daumen, während die übrigen Finger gestreckt bleiben. Der Medizin-Buddha (Bhaishajyaguru) hält beispielsweise die rechte Hand in Varada Mudra, wobei dann der Zeigefinger den Daumen berührt, womit es die Haltung Vitarka-Mudra wird.
Der geschlossene Kreis von Zeigefinger und Daumen symbolisiert die Perfektion, die Erleuchtung. Das Vitarka Mudra steht für Dharma, die Lehre Buddhas.

Dharmachakra Pravartana Mudra
Das Mudra des "Drehen des Dharma-Rads" symbolisiert das Lehren des Dharma durch den historischen Buddha. Genauer, es soll an die erste Lehrrede des Buddha erinnern, die er nach seiner Erleuchtung vor seinen Schülern in Sarnath hielt. Bei dieser Haltung befinden sich beide Hände in Vitarka Mudra, und sind gleichzeitig nahe zur Brust gehalten. Daumen und Zeigefinger müssen sich nicht zwingend berühren. In der Regel wird dieses Mudra nur bei Shakyamuni-Darstellungen verwendet, aber auch bei Figuren des Buddha Maitreya. Es mag sein, dass Räder auf den Handflächen des Buddha dargestellt werden, oder auch z.B. auf dem Sockel, die ebenfalls das Rad der Lehre Buddhas symbolisieren, welches durch seine erste Predigt in Gang gesetzt wurde.

Mittwoch, 3. März 2010

Eine feine Sammlung buddhistischer Figuren - im Verkauf bis 4.4.2010

Eine kleine Sammlung mit hochwertiger buddhistischer Kunst steht zum Verkauf.
Zur Ansicht bitte auf diese Seite gehen:
http://www.asiatika-ankauf.de/collection-of-buddhas.htm

Die Buddha-Figuren sind sehr fein gearbeitet, unbeschädigt, unrestauriert, die Bodenplatten in den meisten Fällen geschlossen. Die drei Mahasiddas sind besonders außergewöhnlich und selten im Handel zu sehen.

Im Bereich Buddhistischer Skulptur sollen unter dem angegebenen Link regelmäßig buddhistische Figuren angeboten werden.

Für genauere Informationen bzgl. der Buddhafiguren sowie für generelle Informationen zum Verkauf hochwertiger antiker Kunst aus Sammlungen bitte ich um Kontaktaufnahme direkt mit Asiatika-Ankauf.de