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Montag, 1. Februar 2010

Die „persönliche“ Bedeutung der Objekte – der Sammelwert!

Alle Sammler und Besitzer von Objekten aus Asien wissen, dass sich der Markt für Asiatika in den vergangenen Jahren stark verändert hat.
Wenn jemand z.B. in den 1960ern/1970ern einige interessante Objekte von einer Asienreise mitgebracht hat, mögen es durchaus besondere Objekte gewesen sein. Heute allerdings wird der internationale Markt derart mit allerlei Kunst und Antiquitäten aus Asien (China, Tibet, Thailand usw.) überschwemmt, dass Sie hunderte von Objekten mühelos finden können, die vor 30-40 Jahren nur auf einer spannenden Reise auffindbar gewesen sind. Im heutigen Marktumfeld mögen diese Objekte kaum einen Wert haben, wenngleich der „gefühlte“ Wert für den Besitzer recht groß sein kann.

Jeder, der über Jahrzehnte bestimmte Objekte um sich hatte, hat eine persönliche Bindung an diese Objekte entwickelt. Das Kunstobjekt hat dann eine persönliche Bedeutung, die nicht in Geld gemessen werden kann. Doch diese persönliche Bedeutung besteht nur für den Besitzer. Der persönliche Wert eines Objekts kann von keinem „übernommen“ werden. Man kann diese „Bindung“ an das Objekt nicht vererben, verschenken oder verkaufen.

Jeder, der ein Objekt verkaufen möchte, sollte sich daher bewusst machen, dass ein Verkauf auch eine „emotionale“ Trennung ist. Selbstverständlich freut man sich, wenn man einen neuen Besitzer findet, der das Objekt in gleicher Weise zu schätzen weiß, wie man selbst. Doch wenn ein Objekt dem Markt zugeführt wird, dann wird es ganz schlicht anhand seines „Marktwertes“ beurteilt. Der Sammelwert, die persönliche Bedeutung, die Geschichte, die der Besitzer damit verbindet, geht verloren – bis wieder von neuem eine persönliche Verbindung zwischen dem Objekt und einem neuen Besitzer beginnt.

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