Antike Elfenbeine werden nach wie vor gesammelt und entsprechend nachgefragt. Insebesondere japanische Okimono oder antike chinesische Schnitzereien nehmen einen festen Platz im Portfolio des gehobenen Kunsthandels im Bereich antiker Asiatica ein.
Wer ein Objekt jedoch wissenschaftlich prüfen lassen möchte, um zweifelsfrei zu bestimmen, ob es sich um Elfenbein handelt, und wenn ja, aus welcher Region das Stück stammt und welches Alter es besitzt, der hat in Deutschland gute Möglichkeiten dazu. Seit 2003 prüft das Internationale Zentrum für Elfenbeinforschung (International Centre of Ivory Studies; Incentivs) in Mainz mit unterschiedlichen wíssenschaftlichen Methoden vermeindliche Elfenbeine auf Echtheit und Alter.
Insbesondere die IR-Reflexion-Spektroskopie kommt hierbei zum Einsatz, wobei das Elfenbein mit Infrarotlicht bestrahlt wird, um die genaue Materialzusammensetzung zu durchleuchten. Während das Material hierbei völlig unbeschädigt bleibt, wird bei der Laser-Ablations ICP-MS Methode ein minimales Loch von wenigen Tausendsteln Millimeter Stärke gebohrt. Das herausgeschleuderte Material wird daraufhin bei rund 8000 Grad Celsius ionisiert und anschließend analysiert. Dadurch kann die genaue Herkunft der Probe bestimmt werden.
Kontakt zum Institut:
Internationales Zentrum
für Elfenbeinforschung, Mainz
www.incentivs.uni-mainz.de