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Sonntag, 18. Juli 2010

Ausstellung zur Porzellanherstellung in China - was hat die Körperhaltung mit dem Porzellan zu tun?

Eine interessante Ausstellung mit dem Titel "Abgedreht! China Töpfert bondennah" zeigt mit Bild und Videomaterial die Prozesse der Porzellanherstellung in China.

Hierbei wird besonders auf die "technik-ethnolischen" Gesichtspunkte Wert gelegt: die Köperhaltung, die Bodennähe der Handwerker, die spezifische Arbeitsteilung in der Porzellanherstellung - die Ausstellung beleuchtet die Meisterschaft und Besonderheit chinesischer Porzellane aus der wissenschaftlichen Sicht der Ethnologie.

Schon der Untertitel "China töpfert bodennah" weist darauf hin, dass die chinesischen Töpferer nicht auf einem Stuhl sitzen - eine Banalität, möchte man meinen. Doch offensichtlich wirkt sich dieser banale Umstand auf die Qualität chinesischer Porzellane aus.

Kulturspezifische Bewegungskonzepte
Das Geheimnis dahinter lautet: Körperwissen. Erst bestimmte Körperhaltungen erlauben das Verarbeiten von Porzellanerde in der für China typischen Weise. Die Handwerkerinnen und Handwerker arbeiten stets bodennah und vornübergebeugt – entweder auf dem Boden hockend im Lotussitz, amStrassenrand kauernd oder auf einem niederen Stühlchen sitzend. Es sind kulturspezifische Bewegungskonzepte, die sich in vielen weiteren, auch in handwerksfernen Lebensbereichen in China wiederfinden.

Für Porzellan- und Chinainteressierte zeigen sich hier spannende Einblicke in die Manufakturen in Jingdezhen.

Ausstellung:

Abgedreht! China töpfert bodennah
Völkerkundemuseum der Universität Zürich
16. Juli 2010 bis 30. Juni 2011

Dienstag, 13. Juli 2010

Zuschläge bei Christie´s "ART D'ASIE" Auktion am 8.Juni 2010 in Paris

Die Auktion Asiatische Kunst bei Christie´s Paris am 8. Juni 2010 konnte ein beeindruckendes Gesamtergebnis erzielen. Insgesamt wurden 302 Losnummern zugeschlagen, mit denen ein Gesamterlös von 7.973.028 Euro erreicht wurde.

Eine wichtige Rolle spielten dabei Tibetika aus der Sammlung DaSilva, wozu einige aussergewöhnlich hochwertige buddhistische Figuren zählten.

Wenn man die Preisstruktur der Auktion betrachtet, so zeigt sich der Markt von seiner starken Seite.

Es gab eine ganze Reihe von hochpreisigen Zuschlägen, die sich mit hoher Gleichmäßigkeit im Bereich zwischen 10.000 und 100.000 Euro verteilten. Insgesamt erzielten 90 Zuschläge in diesem Bereich eine Summe von rund 2,8 Mio Euro (siehe erste Grafik links).


Den Löwenanteil an der Gesamt-Zuschlagssumme hatten jedoch 17 Zuschläge, die zusammen einen Betrag von ca. 4,5 Mio Euro erzielten. Diese 17 Losnummer hatten einen Anteil von 56,6% an der Gesamt-Zuschlagssumme (siehe zweite Grafik links).

Dem gegenüber hatten die 196 Zuschläge unterhalb von 10.000 Euro einen kaum nenneswerten Anteil am Gesamterlös von rund 678.000 Euro.

Fragen bzgl. der Auswertung der Zuschlagspreise werden über Asiatika-Ankauf gerne entgegengenommen.


Freitag, 9. Juli 2010

Internationale Konferenz zur Geschichte der Ostasiatischen Kunst in Heidelberg

Mit der Geschichte ostasiatischer Kunst befasst sich eine internationale Konferenz, die vom 10. bis 12. Juli 2010 an der Universität Heidelberg stattfindet. Unter dem Titel "Living Legacies: The History of East Asian Art Reconsidered” diskutieren Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen über theoretische und methodische Entwicklungen in der Kunstgeschichte Ostasiens. Die Veranstaltung findet am Karl Jaspers Zentrum für Transkulturelle Forschung statt und wird per Livestream in alle Welt übertragen.

Unter den 19 Rednern sind Kunsthistoriker Europas wie Hans Belting (HFG Karlsruhe) und Horst Bredekamp (HU Berlin), Kunsthistoriker Chinas wie Craig Clunas (Cambridge) und Robert Harrist (Columbia), Kunsthistoriker Japans wie Yoshiaki Shimizu (Princeton) und Yukio Lippit (Harvard), Archäologen wie Lothar von Falkenhausen (UCLA) und Dame Jessica Rawson (Oxford) sowie Buddhologen wie Stephen Teiser (Princeton).


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