Frühe chinesische Keramiken werden derzeit sehr verhalten gehandelt, da die Methoden der Fälscher immer stärker die Spezialisten herausfordern.
Hier aus einem Briefwechsel:
"Die Problematik liegt übrigens in der bisher gültigen TL-Messmethode. Hier wurde nur das Alter der Proben bestimmt.
Diese gilt übrigens auch für Oxford Tests. Da ja bisher Oxford Tests als unangreifbar galten, haben wir etliche x-ray Tests auch bei Oxford Objekten durchführen lassen. Die Ergebnisse sprechen für sich. Nach einem Briefwechsel mit Frau Stoneham kam aus Oxford die Antwort:“ Um die Authentizität eines Terrakottaobjektes festzustellen, sind mindestens 4 Untersuchungsmethoden erforderlich. Problem: Keiner will die hohen Kosten übernehmen.“ Damit hat wohl die alleinige TL-Messmethode ihre Bedeutung verloren (gilt ab sofort für Kotalla + Oxford)."
Dies ist eine deutliche Kritik an der Auffassung, ein Thermolumineszenz-Gutachten (TL-Test) könnte die Authentizität einer Kermaik sicherstellen. Offensichtlich ist man selbst in Oxford der Ansicht, dass diese Methode alleine nicht mehr ausreicht. Raffinierte Repliken und Fälschungen werden beispielsweise aus pulverisierten Kermamikscherben gefertigt, die tatsächlich ein altes Brenndatum haben. Da der TL-Test nur eine Probe des gebrannten Materials untersucht, stimmt zwar das Alter des ungefähren Brennzeitpunkts, doch man hat immer noch keinen Aufschluss darüber, ob das vorliegende Objekt tatsächlich authentisch ist oder nicht.