Das Thema Bildbearbeitung im Kunsthandel geht mir schon lange durch den Kopf. Immerwieder sehe ich Abbildungen von Objekten, die einfach extrem gut aussehen, ohne jedoch künstlich geschönt zu wirken.Für die hochwertigen Auktionskataloge werden die Objekte nicht nur professionell fotografiert, sondern auch professionell bearbeitet. Dass man dabei Grenzen austestet, wie weit man eine bessere Wirkung auf dem Foto erzielen kann, ohne dass die Bildbearbeitung sofort jedem auffällt, ist klar.
Sofern es mir die Zeit erlaubt, werde ich einige Abbildungen zusammenstellen, an denen man die unterschwellige, dezente, aber doch deutliche Bildbearbeitung bei Kunstobjekten und Antiquitäten sehen kann. Wer selbst Erfahrungen mit Photoshop gesammelt hat, der kann sehen, was an der Figur auf dem Bild links verändert wurde. Es sind vor allen Dingen schärfere, nachgezeichnete Konturen, erhöhte Kontraste, Farbhöhen und Tiefenausgleich, Helligkeit anpassen, Farbton/Sättigung anpassen etc., mit denen man dafür sorgen kann, dass die Figur vor weißem Hintergrund klarer, deutlicher und besser wirkt als vor der Bildbearbeitung. Den wirklichen Unterschied sieht allein der Designer bzw. Grafiker, wenn er das Bild "vorher und nachher" vergleicht.
Auch bei dieser Guanyin-Figur ist es so, dass sie im Original erst richtig wirkt, wenn man sie ein paar Tage lang einfach stehen läßt und immerwieder betrachtet. Wie unterschiedlich sie wirken kann, wenn man sich allein auf das Foto beschränkt, kann man hier am Vergleich der beiden Abbildungen sehen. Es handelt sich um ein und dieselbe Figur. Einmal von einem Privatmann slebst fotografiert und einmal aus einem hochwertigen Katalog.Um die Bilder in Originalgröße zu öffnen, bitte einfach draufklicken.
Eine sehr ähnliche Figur bei Havnen (2.Juni 2011):
AntwortenLöschen1122/1667: Ming patinated bronze Guanyin seated on lotus throne. Ming 1368-1644. H. 24 cm.